Emma Weiß, die einzige deutsche Vertreterin im Freestyle-Skiing, bereitet sich im Schatten ernster finanzieller Probleme auf ihre zweiten Olympischen Spiele vor. Die 26-jährige Athletin, die in der Disziplin Aerials (Akrobatikspringen) antritt, räumt ein, dass sie trotz Zugehörigkeit zum Nationalkader fast ihre gesamte sportliche Tätigkeit selbst finanzieren muss. Das Fehlen einer stabilen wirtschaftlichen Basis zwingt sie dazu, während der entscheidenden Wintersaison nach zusätzlichen Mitteln zu suchen.
Fehlende finanzielle Unterstützung
Die deutsche Skifahrerin Emma Weiß muss die Kosten ihrer Starts selbst tragen, was ihr nach Abschluss der aktuellen Wintersaison eine Verschuldung droht.
Start in den Qualifikationen
Die entscheidenden Qualifikationswettkämpfe finden am Dienstag um 10:45 Uhr statt, und ihr Ergebnis könnte die weitere Zukunft der Athletin in der Disziplin Aerials beeinflussen.
Glaube als Antriebskraft
Die 26-jährige deutsche Vertreterin betont, dass sie angesichts wirtschaftlicher Schwierigkeiten die Kraft für weiteres Training aus ihrem Glauben an Gott schöpft.
Der deutsche Wintersport steht vor der schwierigen Frage nach dem System der Finanzierung von Sportlern aus Nischen-Disziplinen. Emma Weiß, die als einzige deutsche Vertreterin im Aerials (Akrobatikspringen) antreten wird, hat ihre kritische finanzielle Situation in einem Feldhotel in Livigno offengelegt. Die Sportlerin betont, dass trotz formaler Unterstützung die finanzielle Last fast ausschließlich auf ihren Schultern ruht. Weiß gibt offen zu, dass, wenn kein Wunder geschieht, sie diese Saison mit einem erheblichen Minus auf dem Konto abschließen wird. In dieser schwierigen Situation sucht die Skifahrerin Halt in tiefem Glauben und eigener Initiative. Obwohl sie sich auf ihre zweiten Olympischen Spiele vorbereitet, unterscheidet sich ihre Realität drastisch von der der Sportler aus den populärsten Disziplinen wie Biathlon oder Alpinski. Deutsche Medien beschreiben sie als „Einzelkämpferin”, also als jemanden, der einen einsamen Kampf ums Überleben im Profisport führt. Die Geschichte der Finanzierung des Leistungssports in Deutschland zeigt, dass Bundesmittel meist an Verbände fließen, die Massenerfolge erzielen, was Vertreter kleinerer Disziplinen an den Rand des Budgets drängt. Trotz fehlender finanzieller Garantien gibt die Skifahrerin nicht auf. Bereits am Dienstag um 10:45 Uhr startet sie in den Qualifikationen und hofft auf sportlichen Erfolg, der potenzielle Sponsoren anziehen könnte. Ihre Entschlossenheit entspringt der Leidenschaft, doch die Situation legt systemische Mängel im deutschen Fördersystem für Sportler offen, die ohne breite kommerzielle Unterstützung agieren. Das Problem von Weiß ist im Wintersport keine Ausnahme, wo die Kosten für Training, Ausrüstung und Logistik besonders hoch sind. Für die Athletin aus Süddeutschland ist jeder Start nicht nur eine physische, sondern auch eine finanzielle logistische Herausforderung. Sie sagte unverblümt: „Ich muss mich immer noch komplett selbst finanzieren und muss irgendwo noch etwas Geld auftreiben.” — Emma Weiß Dieses Geständnis hat in deutschen Medien eine Debatte über die Gerechtigkeit der Mittelverteilung durch das Deutsche Olympische Komitee und die Wintersportverbände ausgelöst.
Mentioned People
- Emma Weiß — Deutsche Freestyle-Skifahrerin, spezialisiert auf Aerials (Akrobatikspringen), einzige Vertreterin ihres Landes in dieser Disziplin.