Die Sicherheitsdienste der Ukraine und Moldaus haben gemeinsam eine Operation russischer Geheimdienste vereitelt, deren Ziel die Eliminierung hochrangiger Beamter in Kiew war. Im Zuge der Ermittlungen wurden zehn Personen festgenommen, die im Auftrag Moskaus Anschläge vorbereitet haben sollen. Gleichzeitig bleibt die Lage an der Front angespannt: Ukrainische Drohnen griffen einen Stützpunkt der Schwarzmeerflotte in Sewastopol an, und das Kernkraftwerk Saporischschja kämpft mit kritischen Stromversorgungsproblemen.
Zerschlagung des Attentäter-Netzwerks
In der Ukraine und Moldau wurden 10 Personen festgenommen, die im Auftrag Russlands Ermordungen von Politikern für Summen von bis zu 100.000 US-Dollar planten.
Drohnenangriff auf die Krim
Ukrainische Drohnen griffen Sewastopol an; 26 Einheiten wurden abgeschossen, es gab ein Todesopfer unter Zivilisten.
Krise in Saporischschja
Das größte Kernkraftwerk Europas ist nach einem Ausfall der Reserveinfrastruktur nur noch über eine einzige Leitung mit dem Stromnetz verbunden.
Gemeinsame Maßnahmen der Strafverfolgungsbehörden der Ukraine und Moldaus führten zur Aufdeckung und Neutralisierung einer gefährlichen Verschwörung zur Destabilisierung ukrainischer Staatsstrukturen. Generalstaatsanwalt Ruslan Krawtschenko informierte über die Festnahme von zehn Personen, die im Auftrag Moskaus die Ermordung prominenter Politiker planten. Ermittlungen zufolge bot die russische Seite für die erfolgreiche Durchführung von Anschlägen Summen von bis zu 100.000 US-Dollar, wobei die Vergütung vom Prestige und Einfluss des Opfers abhing. Obwohl die Identität der meisten Ziele geheim bleibt, wurde bestätigt, dass sich darunter wichtige staatliche Entscheidungsträger befanden. Seit der großangelegten Invasion 2022 haben ukrainische Dienste wiederholt über Attentatsversuche auf Präsident Wolodymyr Selenskyj und den Militärgeheimdienstchef Kyrylo Budanow berichtet, was in die breitere russische Strategie zur Beseitigung von Widerstandsführern passt.Gleichzeitig intensivieren sich die militärischen Aktivitäten in der Region Krim. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag griffen ukrainische Drohnen den Hafen in Sewastopol an. Die russische Luftabwehr soll 26 Drohnen abgeschossen haben, doch Trümmer beschädigten Wohngebäude, und mindestens eine Person starb bei dem Angriff. Die Lage wird durch Berichte aus dem Kernkraftwerk Saporischschja kompliziert, das derzeit nur durch eine letzte funktionierende externe Leitung versorgt wird. IAEO warnt vor dem nuklearen Risiko durch instabile Stromlieferungen, die für die Kühlung der Reaktoren notwendig sind. Auf internationaler Bühne beobachten wir weiteres Muskelspiel: Das türkische Schiff TCG Anadolu wurde an die Ostflanke der NATO verlegt, um die Abschreckung zu verstärken. Unterdessen drohte der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán Kiew mit einer Einschränkung der Stromlieferungen, was einen weiteren Zündpunkt in den schwierigen ukrainisch-ungarischen Beziehungen darstellt. Trotz finanzieller Unterstützung aus der Schweiz von über 6 Milliarden Franken bleiben die Aussichten auf ein schnelles Ende des Konflikts fern, und der Kreml lehnt konsequent die Beteiligung europäischer Vermittler an Friedensverhandlungen ab.
Mentioned People
- Ruslan Krawczenko — Ukrainischer Generalstaatsanwalt, der über Fortschritte in den Ermittlungen zu den Anschlägen informiert.
- Michaił Razwożajew — Von Russland eingesetzter Gouverneur von Sewastopol.