Der Stadtrat von Chełm hat mit den Stimmen der Ratsmitglieder der mit Präsident Jakub Banaszek verbundenen Fraktionen sowie der PiS beschlossen, die Modernisierung der Einrichtungen des erfolgreichen Ringervereins MKS Cement Gryf Chełm abzulehnen und 7 Mio. Złoty Fördermittel vom Sportministerium zurückzugeben. Stattdessen plant die Stadtverwaltung den Bau einer multifunktionalen Sporthalle, der Chełm Arena, deren Kosten auf 80–100 Mio. Złoty geschätzt werden. Die während einer hitzigen Sitzung getroffene Entscheidung löste heftige Proteste von Sportlern, Trainern und Eltern junger Nachwuchssportler aus, die auf die 60-jährige Geschichte und Erfolge des Vereins hinwiesen.
Abbruch der Vereinsmodernisierung
Der Stadtrat von Chełm strich die Mittel für die Modernisierung der Einrichtungen des Ringervereins Cement Gryf in der Kąpieliskowa-Straße aus dem Haushalt und beschloss, 7 Mio. Złoty Fördermittel zurückzugeben, die das Sportministerium zuvor für diesen Zweck bewilligt hatte. Der Verein, der auf eine 60-jährige Geschichte zurückblickt und Olympiamedaillengewinner hervorgebracht hat, wird die geplante Renovierung nicht erhalten.
Ehrgeiziges Projekt Chełm Arena
Die Stadtverwaltung unter Führung von Präsident Jakub Banaszek schlägt stattdessen den Bau der multifunktionalen Sporthalle Arena Chełm vor, die verschiedenen Sportarten und Vereinen dienen soll. Die geschätzten Kosten der Investition liegen zwischen 80 und 100 Mio. Złoty. Das Projekt soll das Konzept des Ostzentrums für Ringen ersetzen.
Heftige Proteste der Sportgemeinschaft
Die Entscheidung des Rates stieß auf scharfen Widerstand der Ringergemeinschaft. Auf der Sitzung erschienen zahlreich erfolgreiche Sportler, Trainer, Funktionäre und Eltern junger Athleten. Der Vizepräsident des Vereins, Zdzisław Biały, äußerte öffentliche Verbitterung und wies auf die Heuchelei der Behörden hin, die kürzlich das Jahr 2026 zum Jahr des Cement Gryf erklärt hatten.
Politischer Hintergrund der Entscheidung
Die Entscheidung wurde mit den Stimmen der Ratsmitglieder der Fraktionen "Chełmianie" und der PiS beschlossen, was auf ihren politischen Charakter hinweist. Präsident Banaszek ist mit der PiS verbunden. Der Wechsel des Investitionskonzepts erfolgte plötzlich, eine Woche vor der Sitzung, was die Betroffenen selbst überraschte.
Die Behörden von Chełm vollzogen eine radikale Kehrtwende in der lokalen Sportpolitik, indem sie die lang geplante Modernisierung des historischen Ringervereins zugunsten des Baus einer multifunktionalen Halle aufgaben. Während einer hitzigen, über vierstündigen Stadtratssitzung am 25. Februar strichen die Ratsmitglieder der Fraktionen "Chełmianie" und der PiS die Mittel für die Renovierung der Einrichtungen des MKS Cement Gryf Chełm in der Kąpieliskowa-Straße aus dem diesjährigen Haushalt und beschlossen, die zuvor gewährten 7 Mio. Złoty Fördermittel an das Ministerium zurückzugeben. Stattdessen plant die Stadt die Umsetzung des Projekts für den Bau der modernen Halle Arena Chełm, deren Kosten auf 80–100 Mio. Złoty geschätzt werden. Präsident Jakub Banaszek, der mit der PiS verbunden ist, präsentierte das neue Konzept in sozialen Medien als Investition für viele Sportarten und Vereine, die die Idee des Ostzentrums für Ringen ersetzen soll. Die Entscheidung löste eine heftige Reaktion der Sportgemeinschaft aus. Auf der Sitzung protestierten zahlreich erfolgreiche Ringer, Trainer, Funktionäre sowie Eltern junger Sportler. Der Vizepräsident des Vereins, Zdzisław Biały, äußerte öffentliche Verbitterung und erinnerte daran, dass der Verein in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert und die Stadtverwaltung kürzlich das Jahr 2026 zu seinem Jahr erklärt hatte. „Na poprzedniej sesji z okazji jubileuszu 60-lecia istnienia klubu Rada uchwaliła rok 2026 Rokiem Cementu Gryf Chełm, a władze miasta chwaliły się otrzymaniem dotacji i budowaniem Wschodniego Centrum Zapasów” (Auf der vorherigen Sitzung anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Vereins beschloss der Rat, das Jahr 2026 zum Jahr des Cement Gryf Chełm zu erklären, und die Stadtverwaltung prahlte mit der Erhaltung der Fördermittel und dem Bau des Ostzentrums für Ringen.) — Zdzisław Biały. Der Fall zeigt einen klassischen Konflikt zwischen der Unterstützung bestehender, spezialisierter Sportinfrastruktur und der Investition in ein multifunktionales, prestigeträchtiges Objekt mit deutlich größerem Umfang und höheren Kosten. Der Verein Cement Gryf hat eine gefestigte Position im polnischen Sport. Ringen als olympische Disziplin hat in Polen eine lange Tradition, die bis in die Zwischenkriegszeit zurückreicht, und die Erfolge polnischer Ringer bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften waren ein wichtiger Bestandteil der sportlichen Identität des Landes, insbesondere in der Zeit der Volksrepublik Polen. In 60 Jahren Tätigkeit hat der Verein acht Olympioniken hervorgebracht, und seine Sportler gewannen insgesamt 56 Medaillen bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften. Ein Argument der Gegner der Entscheidung ist daher die Gefährdung der Kontinuität der Ausbildung und die mögliche Zersplitterung einer Gemeinschaft, die über Jahrzehnte ihren Ruf an einem bestimmten Ort aufgebaut hat. Aus Sicht der Kommunalverwaltung stellt sich die entscheidende Frage nach der optimalen Verteilung begrenzter öffentlicher Mittel und der tatsächlichen Fähigkeit der Stadt, die deutlich teurere Investition zu finanzieren.
Perspektywy mediów: Medien kritisieren die Entscheidung als kurzsichtig, die Tradition und die Sportgemeinschaft schädigend und politisches Prestige über reale Bedürfnisse stellend. Die Behörden und sie unterstützende Medien stellen die Entscheidung als strategisch dar, die die Sportinfrastruktur der Stadt modernisiert und einer breiteren Gemeinschaft dient, nicht einer engen Gruppe.
Mentioned People
- Jakub Banaszek — Präsident der Stadt Chełm, verbunden mit der Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS), Initiator der Änderung des Investitionskonzepts von der Modernisierung des Ringervereins zum Bau der Arena Chełm.
- Zdzisław Biały — Vizepräsident des Vereins MKS Cement Gryf Chełm, der während der Stadtratssitzung Verbitterung und Widerstand gegen die Entscheidung zum Abbruch der Modernisierung der Vereinseinrichtungen äußerte.