Die polnische Berggemeinschaft ist in Trauer nach dem tragischen Tod zweier Skialpinisten in der slowakischen Hohen Tatra. Ali Olszański, eine Legende des polnischen Snowboardsports, und Marek Patola kamen unter einer Lawine im Mięguszowiecka-Tal ums Leben. Trotz enormer Erfahrung und professioneller Ausrüstung überlebten die Sportler den Aufprall der Schneemassen beim zweiten Grad der Lawinengefahr nicht, der in dieser Region galt. Die Situation erhielt eine zusätzliche tragische Dimension durch die Veröffentlichung des letzten Berichts eines der Opfer.

Tod bekannter Skialpinisten

In der Lawine starben der 41-jährige Ali Olszański, Pionier des polnischen Snowboardsports, und der 31-jährige Marek Patola.

Schwierige Lawinenbedingungen

Der Unfall ereignete sich bei geltendem 3. Grad der Lawinengefahr auf einer fünfteiligen Skala.

Kontroverse Videoaufnahme

Die letzte Aufnahme von Olszański löste eine Diskussion über die subjektive Einschätzung der Sicherheit in den Bergen aus.

Reaktion der slowakischen Dienste

Die Rettungskräfte der HZS distanzierten sich von privaten Meinungen zur Schneestabilität, die im Netz veröffentlicht wurden.

Am Mittwochabend ereignete sich in der Hohen Tatra einer der tragischsten Unfälle dieser Saison. Die Opfer der Lawine, die im Bereich des Mięguszowiecka-Tals in der Slowakei niederging, waren zwei Polen: der 41-jährige Ali Olszański und der 31-jährige Marek Patola. Olszański war eine Kultfigur in der Szene der Extremsportfans und galt als Pionier des polnischen Freeride und Skialpinismus. Sein Begleiter, Marek Patola, war ein ebenso erfahrener Enthusiast von Bergtouren. Beide Skifahrer verfügten über die notwendige Ausrüstung und reiche Klettererfahrung, was sie jedoch nicht vor den Naturgewalten schützte. Die Anfänge der organisierten Rettung in der Tatra reichen bis ins Jahr 1909 zurück, als nach dem tragischen Tod des Komponisten Mieczysław Karłowicz unter einer Lawine die TOPR gegründet wurde. Seitdem bleibt der Winter in diesen Bergen trotz technologischer Entwicklungen und Warnsystemen aufgrund der spezifischen Geländeformationen, die Schneerutsche begünstigen, eine tödlich gefährliche Zeit.Kontroversen lösten die letzten Momente vor der Tragödie aus, die Olszański in den sozialen Medien dokumentiert hatte. In einer Aufnahme, die kurz vor dem Lawinenabgang gemacht wurde, kommentierte der Sportler die Bedingungen auf der Piste, was später eine Reaktion der slowakischen Rettungskräfte auslöste. Horská záchranná služba (HZS) gab eine Mitteilung heraus, in der sie sich von amateurhaften Sicherheitsbewertungen distanzierte, die im Internet veröffentlicht wurden. Die Rettungskräfte betonten, dass damals der dritte Grad der Lawinengefahr galt und das subjektive Gefühl der Schneedeckenstabilität oft eine tödliche Falle sein kann. Der Tod der Skialpinisten bewegte nicht nur Kollegen aus der Branche, sondern auch die breite Öffentlichkeit und erinnerte an die Unberechenbarkeit der Hochgebirge. „HZS nezadáva žiadnym súkromným osobám ani inštitúciám posudzovanie stability snehovej pokrývky na verejné účely v rámci lavínovej prevencie.” (Die HZS beauftragt keine Privatpersonen oder Institutionen mit der Beurteilung der Schneedeckenstabilität für öffentliche Zwecke im Rahmen der Lawinenprävention.) — Horská záchranná služba (Bergrettungsdienst) Eine Analyse der Unfallstatistiken in der Tatra zeigt, dass, obwohl Stürze aus der Höhe die häufigste Todesursache sind, Lawinen im Winter die tückischste Risikofaktor darstellen. Die Bergung der Leichen der Skifahrer war aufgrund der Wetterbedingungen und des Risikos von Nachlawinen im Mięguszowiecka-Tal kompliziert. Nach dem tragischen Ereignis appellierten die Familien der Verstorbenen sowie Vertreter der Skiszene an die Achtung der Privatsphäre und die Zurückhaltung bei voreiligen Bewertungen der Handlungen der Sportler während ihrer letzten Tour.

Mentioned People

  • Ali Olszański — Tragisch umgekommener Skialpinist, Legende des polnischen Snowboardsports und Freeride-Instrukteur.
  • Marek Patola — Erfahrener polnischer Skialpinist, zweites Opfer der Lawine in der Hohen Tatra.