Die Skitouren-Community trauert nach dem tragischen Tod zweier Polen in der slowakischen Hohen Tatra. Ali Olszański, ein in der Szene bekannter Snowboarder und Freeride-Legende, sowie der 30-jährige Andrzej aus Schlesien, kamen bei einer Lawine im Mengusovská-Tal ums Leben. Der Vorfall hat eine breite Diskussion über die Grenzen des Risikos im Skialpinismus und die Sicherheit in den Bergen bei instabilen Schneeverhältnissen in der Slowakei ausgelöst.

Tragische Lawine in der Slowakei

Zwei Polen kamen bei einer Lawine im Mengusovská-Tal in der slowakischen Hohen Tatra ums Leben, obwohl sie über Lawinenausrüstung verfügten.

Tod einer Freeride-Legende

Eines der Opfer ist Ali Olszański, eine Ikone des polnischen Snowboardsports; sein Tod löste eine Welle der Trauer in der Bergsteiger-Community aus.

Sicherheitskontext

Rettungskräfte des HZS widersprachen den letzten Aussagen des Opfers über angebliche Sicherheit und warnten vor tückischen Schneeverhältnissen.

Der tragische Unfall in der Hohen Tatra, bei dem zwei erfahrene polnische Staatsbürger ihr Leben verloren, hat die polnische Öffentlichkeit und die Bergsteiger-Community erschüttert. Die Opfer sind der 41-jährige Ali Olszański, der als Legende des polnischen Snowboardsports und Skialpinismus gilt, sowie der 31-jährige Marek Patola, ein erfahrener Skialpinist. Der Vorfall ereignete sich am Mittwochabend im Mengusovská-Tal auf der slowakischen Seite der Tatra. Die Männer verfügten über professionelle Lawinenausrüstung, darunter Rucksäcke mit Airbag-Systemen, doch die Gewalt der Natur war zu groß. Der Tod der Skialpinisten löste zahlreiche Beileidsbekundungen für die Familien aus, aber auch Kontroversen im Zusammenhang mit dem letzten von Olszański in den sozialen Medien veröffentlichten Beitrag. Die Tatra, obwohl niedriger als die Alpen, zeichnet sich durch sehr dynamische Wetterwechsel und eine hohe Lawinenaktivität aus, was sie zu den einzigen alpin geprägten Bergen in Mitteleuropa macht. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts weisen die Unfallstatistiken in dieser Region systematisch Lawinen als Haupttodesursache unter erfahrenen Bergsteigern und Skifahrern aus.Der slowakische Horská záchranná služba (HZS) führte eine Rettungs- und Suchaktion durch, doch jede Hilfe kam zu spät. Die slowakischen Rettungsdienste HZS distanzierten sich von Olszańskis Beitrag in den sozialen Medien und stellten klar, dass sie keine Privatpersonen mit der Bewertung der Lawinengefahr beauftragen, die damals auf der hohen, dritten Stufe lag. Die Rettungsdienste betonen, dass das subjektive Sicherheitsgefühl oft trügerisch sein kann, insbesondere beim Freeride. Der tragische Tod der Skialpinisten erinnert an die Notwendigkeit, Lawinenwarnstufen unbedingt zu respektieren, selbst von Personen mit höchsten Qualifikationen und Hunderten von Hochtouren. „Podmienky v horách sú momentálne mimoriadne zradné a žiadny stupeň skúseností nezaručuje prežitie v prípade lavíny takého rozsahu.” (Die Bedingungen in den Bergen sind derzeit außergewöhnlich tückisch, und kein Erfahrungsgrad garantiert das Überleben bei einer Lawine solchen Ausmaßes.) — Rettungskräfte des HZS Die verstorbenen Skifahrer wurden von Angehörigen und Freunden als außergewöhnlich mutige, talentierte und ihrer Leidenschaft ergebene Personen beschrieben. Der Tod von Ali Olszański beendet eine Ära in der polnischen Snowboard-Szene, in der er ein Pionier der modernen Herangehensweise an die Berge war. Gleichzeitig berichten Sportmedien über die Stimmung vor dem Skiflug-Weltcup in Bad Mitterndorf, wo Polen antreten werden. Diese beiden gegensätzlichen Stimmungen – Trauer über den Verlust in der Tatra und sportliche Emotionen an der Mammutschanze – dominieren derzeit den polnischen Informationsraum rund um Wintersport und Bergaktivitäten.

Mentioned People

  • Ali Olszański — Bekannter polnischer Snowboarder und Skialpinist, Legende des polnischen Freeride, kam bei einer Lawine ums Leben.