Daten für das Jahr 2025 deuten auf eine deutliche Verbesserung der Kaufkraft der Verbraucher in Deutschland hin, wo die Nominallöhne schneller stiegen als die Preise für Waren und Dienstleistungen. Gleichzeitig platziert die neueste Eurostat-Statistik Polen in der europäischen Spitzengruppe der Länder mit den geringsten Verdienstunterschieden zwischen Frauen und Männern. Trotz positiver Lohnentwicklungen in Deutschland ist das Realeinkommensniveau noch nicht vollständig auf das Niveau vor der Pandemie und der Energiekrise zurückgekehrt.
Die deutsche Wirtschaft verzeichnete 2025 eine bedeutende Erholung im Bereich der Haushaltseinkommen. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes stiegen die Reallöhne in Deutschland erneut, was eine direkte Folge der abklingenden Inflation und der relativ hohen Tariferhöhungen ist. Der Kaufkraftzuwachs war besonders in Ländern wie Bayern, Niedersachsen oder Thüringen sichtbar, wo die Lohnentwicklung das Preisanstiegstempo deutlich übertraf. Dennoch betonen Experten, dass es sich zwar um das dritte Quartal in Folge mit Verbesserung handelt, die durchschnittlichen Reallöhne jedoch immer noch unter dem Rekordniveau von 2019 liegen, was das Ausmaß der Verluste der Arbeitnehmer in den vergangenen Jahren verdeutlicht. Parallel veröffentlichte Eurostat einen Bericht zur Lohnlücke in der Europäischen Union, der gute Nachrichten für den polnischen Arbeitsmarkt bringt. Polen belegte den dritten Platz in der Rangliste der Länder mit den geringsten Verdienstunterschieden nach Geschlecht. Nur in Luxemburg und Italien sind diese Unterschiede kleiner, und in einem der Mitgliedstaaten wurde sogar eine umgekehrte Situation festgestellt, wo Frauen im Durchschnitt mehr verdienen. Die Verringerung der Lohnlücke in Polen wird als Beleg für fortschreitende strukturelle und kulturelle Veränderungen angesehen, obwohl Analysten anmerken, dass die rohen statistischen Daten nicht immer das vollständige Bild auf Führungspositionen oder im privaten Sektor wiedergeben. Der Reallohnindex ist ein zentraler Wohlstandsindikator, der durch Bereinigung des nominalen Lohnwachstums um den Verbraucherpreisindex (VPI) berechnet wird. Im Schatten der wichtigsten Wirtschaftsnachrichten berichten deutsche Medien über soziale Probleme in Bayern, wo ein Anstieg der Zahl der Schüler festgestellt wurde, die der Schulpflicht fernbleiben. Das Fehlen einer zentralen Statistik in diesem Bundesland erschwert den Kampf gegen das Phänomen des „Schwänzens“, das sich in der Nachkriegs- und Nachpandemiezeit verstärkt hat. Gleichzeitig zeigt die Tourismusbranche in Brandenburg und Nordrhein-Westfalen eine starke Stabilität und profitiert von der wachsenden Beliebtheit von Reisen außerhalb der Hauptsaison, was mit der größeren finanziellen Ausstattung der Reisenden zusammenhängt. „Die Reallöhne sind 2025 weiter gestiegen, das Niveau von 2019 wurde jedoch noch nicht wieder erreicht.” — Statistisches Bundesamt Aus regionaler Perspektive bleibt die Lohnlandschaft in Deutschland differenziert. Während sich die Industrie in den reicheren südlichen Bundesländern schnell an die neuen Lohnbedingungen anpasst, holen ostdeutsche Länder wie Thüringen noch auf. Der Lohnanstieg 2025 erfasste fast alle Sektoren, wobei die größten Vorteile Arbeitnehmer in Branchen mit starken Gewerkschaften hatten. Der allgemeine Optimismus wird jedoch durch Daten zu Schwarzarbeitskontrollen in Schleswig-Holstein gedämpft, deren Zahl gestiegen ist, was darauf hindeutet, dass ein Teil des Marktes immer noch außerhalb des offiziellen Wirtschaftskreislaufs funktioniert.<bias left=