Das Europäische Parlament hat einen umfassenden Plan zur Bekämpfung der wachsenden Wohnungskrise in der Europäischen Union vorgelegt und schätzt den Wohnungsmangel auf 10 Millionen Einheiten. Die vorgeschlagenen Lösungen umfassen die Einführung eines stark ermäßigten Mehrwertsteuersatzes für Bau und Renovierung, die Begrenzung der Bürokratie auf 60 Tage und einen härteren Kampf gegen illegale Hausbesetzungen. Gleichzeitig deuten Daten aus Deutschland und Frankreich auf eine unterschiedliche Inflationsdynamik in den größten Volkswirtschaften der Eurozone hin.

Mangel von 10 Millionen Wohnungen

Die EU kämpft mit einem enormen Wohnungsdefizit, was koordinierte Maßnahmen auf Ebene des Europäischen Parlaments zur Erhöhung des Angebots erzwingt.

Senkung der Mehrwertsteuer

Es wird vorgeschlagen, die Mehrwertsteuersätze für den Bau und die Renovierung von Wohnungen zu senken, um sie für Bürger mit niedrigeren Einkommen erschwinglicher zu machen.

Kampf gegen Bürokratie

Der EU-Plan sieht vor, dass Formalitäten im Zusammenhang mit dem Investitionsprozess nicht länger als 60 Tage dauern sollten.

Unterschiedliche Inflation in der EU

Deutschland verzeichnet einen Rückgang der Inflation auf 1,9 %, während in Frankreich dieser Indikator um 1 % gestiegen ist, was die Geldpolitik der Eurozone erschwert.

Das Europäische Parlament hat einen Bericht angenommen, der den kritischen Zustand des Immobilienmarktes in den Mitgliedstaaten diagnostiziert. Laut EU-Experten muss die Gemeinschaft mindestens 10 Millionen neue Wohnungen bauen, um den aktuellen Bedarf der Bürger zu decken und die Preise zu stabilisieren. Das Dokument stellt einen Versuch dar, eine gemeinsame Antwort auf die drastischen Lebenshaltungskostensteigerungen zu erarbeiten, obwohl die Mitgliedstaaten in der Frage der Interventionsmethoden gespalten bleiben. Die Europaabgeordneten sprachen sich für die Einführung eines „Vereinfachungspakets” aus, das die mit der Baugenehmigung verbundenen Verwaltungsverfahren auf maximal 60 Tage verkürzen soll. Ein wesentlicher Bestandteil der Strategie ist die Forderung nach einem stark ermäßigten Satz der Mehrwertsteuer (MwSt) für Baumaterialien und Renovierungsdienstleistungen, um Investitionen anzuregen und die Verfügbarkeit von Wohnungen für junge Käufer zu erhöhen. Der Bericht enthielt auch umstrittene Bestimmungen zum Schutz des Eigentums und zur Regulierung der Miete. Das Parlament forderte eine Verschärfung der Vorschriften gegen Hausbesetzungen (Okupation) und eine Beschleunigung der Räumungsverfahren in solchen Fällen. Gleichzeitig wurden die Staaten aufgefordert, den Mietmarkt strenger zu überwachen, um Missbrauch und übermäßige Ausbeutung von Mietern zu verhindern. Besondere Aufmerksamkeit galt Spanien, das laut Daten fast 10 % des EU-weiten Wohnungsmangels konzentriert. Diese Situation fällt mit der Stabilisierung des Euribor-Index bei 2,2 % zusammen, was Analysten zufolge keine signifikante Entlastung für Personen bringen wird, die variable Hypotheken abbezahlen. Die Wohnungspolitik lag traditionell in der Zuständigkeit der Nationalstaaten, doch die sich verschärfende Krise in Städten wie Barcelona, Paris oder Berlin hat die EU-Institutionen gezwungen, eine Koordinierung der Maßnahmen auf Gemeinschaftsebene zu versuchen.Parallel dazu trafen wichtige makroökonomische Daten aus den größten Volkswirtschaften ein. In Deutschland fiel die Inflation im Februar unerwartet unter das Ziel der EZB und erreichte 1,9 %, hauptsächlich aufgrund niedrigerer Energiepreise. In Frankreich herrscht eine andere Stimmung, wo das Statistikamt Insee einen Anstieg der Preisdynamik um 1 % verzeichnete. Diese Unterschiede werden für die nächsten Zinsentscheidungen entscheidend sein, während die Kapitalmärkte (Index Ibex 35) den Februar mit soliden Gewinnen von über 2,6 % abschließen. „El Parlamento exige un IVA superreducido y un máximo de 60 días de burocracia para construir viviendas.” (Das Parlament fordert einen stark ermäßigten Mehrwertsteuersatz und maximal 60 Tage Bürokratie für den Wohnungsbau.) — Europäisches Parlament

Perspektywy mediów: Liberale Medien legen größeren Wert auf den Schutz von Mietern vor Missbrauch und die Notwendigkeit öffentlicher Investitionen in Sozialwohnungen. Konservative Medien betonen die Notwendigkeit eines harten Kampfes gegen illegale Hausbesetzungen und die Reduzierung der Bürokratie für Bauträger.

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