Die siebzehnjährige Ami Nakai hat überraschend die Führung im Wettbewerb der Einzelläuferinnen bei den Olympischen Winterspielen Mailand-Cortina 2026 übernommen. Die Japanerin verwies ihre titelreiche Landsfrau Kaori Sakamoto und die US-Amerikanerin Alysa Liu auf die Plätze. Unterdessen erlebte eine der Goldfavoritinnen, Amber Glenn, ein sportliches Drama nach einem fatalen Fehler beim Rittberger, der sie auf den entlegenen dreizehnten Platz zurückwarf. Auch die unter neutraler Flagge startende Russin Adeliia Petrosian hat sich in den Medaillenkampf eingeschaltet.
Sensationelle Führung von Nakai
Die 17-jährige Ami Nakai gewann das Kurzprogramm mit 78,71 Punkten dank der Ausführung eines perfekten dreifachen Axels, was ihr einen Vorsprung vor ihren nationalen Rivalinnen verschafft.
Kostspieliger Fehler von Amber Glenn
Die amerikanische Meisterin belegte nur den 13. Platz, nachdem ihr Rittberger nicht gewertet wurde, was ihre Chancen auf eine Goldmedaille zunichtemachte.
Rückkehr der Russin in den Wettbewerb
Adeliia Petrosian, die als neutrale Athletin startet, belegte den 5. Platz und bleibt im Kampf um das Podium nach einem Programm zur Musik von Michael Jackson.
Der Beginn des Einzelwettbewerbs in der Milano Ice Skating Arena brachte enorme Emotionen und Verschiebungen in der Weltspitze mit sich. Die siebzehnjährige Ami Nakai, die in dieser Saison ihr Seniorendebüt gab, zeigte außergewöhnliche Präzision und führte einen fehlerfreien dreifachen Axel aus. Mit 78,71 Punkten setzte sie sich gegen die dreifache Weltmeisterin Kaori Sakamoto und die Amerikanerin Alysa Liu durch. Die japanische Dominanz wurde durch den vierten Platz von Mone Chiba bestätigt, was diese Mannschaft zum absoluten Favoriten vor dem entscheidenden Kürprogramm macht. Ganz andere Stimmung herrscht im US-Team. Amber Glenn, die als eine der Hauptanwärterinnen auf Gold nach Mailand gekommen war, beging einen kostspieligen Fehler im Kurzprogramm. Ihr Rittberger wurde als ungültiges Element gewertet, was zur Vergabe von null Punkten für diesen Sprung führte. Trotz der Unterstützung von Madonna selbst, die der Athletin ein persönliches Video schickte, beendete Glenn den Wettbewerb weinend auf dem 13. Platz. Experten betonen, dass bei diesem Punktverlust ihre Chancen auf eine Einzelmedaille praktisch nicht mehr existieren. Das letzte Mal gewann eine amerikanische Einzelläuferin eine olympische Goldmedaille im Jahr 2002, als Sarah Hughes in Salt Lake City triumphierte. Seitdem wurde der Welt-Eiskunstlauf von Athletinnen aus Japan und Russland dominiert. Im Mittelpunkt stand auch Adeliia Petrosian. Die achtzehnjährige Russin, die als neutrale Sportlerin aufgrund der Sanktionen gegen ihr Land antritt, präsentierte ein Programm zu Musik von Michael Jackson. Ihr Auftritt, obwohl aufgrund der Anwesenheit russischer Trainer kontrovers, wurde technisch hoch bewertet, was ihr den fünften Platz einbrachte. Petrosian bleibt punktemäßig eng mit dem führenden Trio verbunden, was auf einen äußerst harten Kampf am Donnerstag hindeutet. „Meine Träume sind durch einen Fehler in Stücke zerbrochen. Ich spürte die Unterstützung der Fans, aber in diesem Sport ist die Fehlertoleranz gnadenlos.” — Amber Glenn Ergebnisse des Kurzprogramms der Einzelläuferinnen: 1. Ami Nakai — 78,71 Pkt; 2. Kaori Sakamoto — 76,21 Pkt; 3. Alysa Liu — 74,15 Pkt; 5. Adeliia Petrosian — 72,83 Pkt; 13. Amber Glenn — 67,39 Pkt
Mentioned People
- Amber Glenn — Amerikanische Eiskunstläuferin, aktuelle Landesmeisterin, die einen schmerzhaften Sturz in der olympischen Rangliste erlebte.
- Ami Nakai — Junge japanische Eiskunstläuferin, die nach dem Kurzprogramm die Führung im olympischen Wettbewerb innehat.
- Alysa Liu — US-amerikanische Vertreterin auf Platz drei, die die größte Medaillenhoffnung der Amerikaner ist.