Spanien steht einem plötzlichen Wetterumschwung an der Schwelle von Februar zu März gegenüber. Nach einer Phase ungewöhnlich hoher Temperaturen hat die staatliche Wetterbehörde AEMET Warnungen vor Frost und Niederschlägen herausgegeben. Eine Polarfront bringt im ganzen Land eine Abkühlung, die insbesondere die nördlichen Regionen sowie Kastilien und León betrifft. Der Wetterumschwung beendet den vorzeitigen Frühling und zwingt zum Rückgriff auf Winterkleidung und zu Vorsicht auf den Straßen.
Drastischer Temperatursturz
Ende der Hitzewelle zugunsten einer Polarfront, die die Temperatur im ganzen Land um mehrere Grad Celsius gesenkt hat.
Schneewarnungen
Bergige Regionen Kastiliens und Leóns sowie der Norden Spaniens erwarten Schneefälle oberhalb von 1000 Metern.
Calima-Phänomen im Osten
Die Regionen Valencia und Murcia melden Saharastaub, der die Sicht behindert und die Luftqualität verschlechtert.
Spanien erlebt einen abrupten Übergang von fast sommerlichen zu typisch winterlichen Bedingungen. Die staatliche Wetterbehörde AEMET bestätigte eine radikale Veränderung der Luftmassenströmung, die am letzten Februarwochenende begann. Eine atmosphärische Front polaren Ursprungs brachte nicht nur einen deutlichen Temperatursturz, sondern auch intensive Regenfälle und in höheren Berglagen Schnee. Am stärksten von den Anomalien betroffen sind die nördlichen Regionen, darunter Galicien, das Baskenland und die autonome Gemeinschaft Kastilien und León. Unterdessen kämpfen die südlichen und östlichen Küsten, einschließlich Valencia und Murcia, mit Bewölkung und dem Phänomen Calima, das in Verbindung mit den bevorstehenden Niederschlägen zu sogenanntem Blutregen führen kann. Diese Situation ist umso überraschender, als der Februar in vielen Teilen der Iberischen Halbinsel rekordwarm war. Experten von AEMET betonen jedoch, dass zwar Tage mit extremem Frost seltener werden, aber heftige Wetterfluktuationen Teil des seit Jahren beobachteten Trends klimatischer Instabilität in Südeuropa sind. Historisch gesehen ist der März in Spanien ein Übergangsmonat, bekannt durch das Sprichwort „marzo ventoso y abril lluvioso”, doch so drastische Temperaturstürze nach einer Hitzewelle häufen sich aufgrund von Veränderungen im Jetstream. Die Prognosen für die erste Märzdekade lassen keinen Zweifel – der Winter hat noch nicht das letzte Wort gesprochen. Es wird erwartet, dass die Tiefsttemperaturen im Landesinneren unter null Grad fallen, was eine Gefahr für die erwachende Vegetation und frühe landwirtschaftliche Kulturen darstellt. Die Behörden appellieren an besondere Vorsicht für Autofahrer in Bergregionen, wo Glätte erwartet wird. Obwohl statistisch die Zahl der Frosttage in Spanien abnimmt, erinnert der aktuelle Wettervorfall an die Unberechenbarkeit des März-Wetters, das selbst in traditionell wärmsten Regionen mit Frost überraschen kann. „El invierno se resiste a morir: estas son las zonas de España más afectadas por el mal tiempo este domingo” — AEMET
Perspektywy mediów: Liberale Medien legen größeren Wert auf den Zusammenhang zwischen der plötzlichen Abkühlung und der globalen Erwärmung sowie langfristigen Klimaveränderungen. Konservative Medien konzentrieren sich auf die aktuellen Beeinträchtigungen für die Landwirtschaft und Wetterwarnungen ohne breiten klimatischen Kontext.