Das chinesische Außenministerium hat die Ausweitung des Programms für einseitigen visumfreien Reiseverkehr angekündigt. Ab dem 17. Februar können Bürger Großbritanniens und Kanadas für bis zu 30 Tage ohne Visum in das Reich der Mitte einreisen. Diese Entscheidung ist das Ergebnis der Besuche der Premierminister beider Länder im Januar in Peking und stellt ein wichtiges diplomatisches Signal gegenüber den Verbündeten der USA dar, das Fragen zur Kohäsion der Five-Eyes-Gruppe aufwirft.

Ende der Visumpflicht für zwei Länder

Ab dem 17. Februar können Bürger Großbritanniens und Kanadas für bis zu 30 Tage ohne Visum nach China reisen.

Druck auf Five Eyes

Die Vereinigten Staaten werden das einzige Mitglied des Five-Eyes-Bündnisses ohne Visumerleichterungen im Reich der Mitte.

Ziel: Wirtschaft und Tourismus

Peking hofft nach den Januar-Gesprächen mit westlichen Regierungschefs auf einen Anstieg der Investitionen und der Zahl der Touristen.

Die Volksrepublik China setzt ihre Strategie fort, ihre Grenzen für ausgewählte westliche Partner zu öffnen. Gemäß der offiziellen Mitteilung des Außenministeriums werden ab dem 17. Februar 2026 Bürger Großbritanniens und Kanadas in das Programm für einseitigen visumfreien Reiseverkehr aufgenommen. Die neuen Regelungen gelten für Inhaber gewöhnlicher Reisepässe und ermöglichen einen Aufenthalt von bis zu 30 Tagen zu touristischen, geschäftlichen, familiären oder Transit-Zwecken. Dies ist eine direkte Folge der offiziellen Besuche der Regierungschefs beider Länder in Peking, die im Januar dieses Jahres stattfanden. Experten weisen darauf hin, dass diese Maßnahme der wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie und der Stärkung des zwischenmenschlichen Austauschs dienen soll. Das Five-Eyes-Bündnis (Fünf-Augen-Bündnis) ist ein System enger nachrichtendienstlicher Zusammenarbeit, das 1941 von den USA und Großbritannien initiiert wurde und dem später Kanada, Australien und Neuseeland beitraten.Analysten verweisen auf die geopolitischen Dimension dieser Entscheidung. Durch die selektive Gewährung von Visumerleichterungen könnte Peking darauf abzielen, Spaltungen innerhalb des Five-Eyes-Bündnisses zu verursachen. Nach Inkrafttreten der neuen Regelungen bleiben die Vereinigten Staaten das einzige Mitglied dieser Vereinbarung, dessen Bürger sich weiterhin um ein Visum vor einer Reise nach China bewerben müssen. Diese Situation könnte als gezielte Geste gegenüber der Regierung von Donald Trump gewertet werden, die im Kontrast zur versöhnlicheren Haltung Londons und Ottawas steht. „Inhaber gewöhnlicher Reisepässe aus diesen Ländern können ohne Visum zu geschäftlichen, touristischen Zwecken, zum Besuch von Verwandten oder Freunden, zum Austausch oder zum Transit nach China einreisen.” — Mitteilung des chinesischen Außenministeriums30 Tage — beträgt die maximale Aufenthaltsdauer ohne Visum für berechtigte BürgerDie Ausweitung der Visumfreistellungspolitik fügt sich in einen breiteren Trend ein, im Rahmen dessen China zuvor Bürger vieler europäischer (darunter Polen) und asiatischer Länder von der Visumpflicht befreit hat. Dies soll nicht nur das Image Chinas auf der internationalen Bühne verbessern, sondern auch ausländische Investitionen anziehen. Allerdings unterstreicht die fehlende Gegenseitigkeit seitens Pekings – chinesische Bürger benötigen weiterhin Visa für die Einreise nach Kanada oder Großbritannien – den einseitigen Charakter dieser diplomatischen Entscheidung.

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der USA, auf dessen Regierung die chinesischen Maßnahmen zur Differenzierung der Mitglieder des Five-Eyes-Bündnisses abzielen könnten.