Polen kämpft mit einem intensiven Wintereinbruch, der ergiebige Schneefälle, Glatteis und Temperaturen von bis zu -16 Grad Celsius gebracht hat. Das Institut für Meteorologie und Wasserwirtschaft hat zahlreiche Warnungen für fast das gesamte Land herausgegeben und warnt vor schwierigen Straßenverhältnissen, insbesondere in den südlichen und nordöstlichen Regionen. Die Meteorologen sagen jedoch voraus, dass nach dem frostigen Donnerstag ein plötzlicher Umschwung und eine deutliche Erwärmung am kommenden Wochenende folgen wird.
Extreme Kälte im Zentrum
Die Temperatur sinkt auf -16 Grad in der Woiwodschaft Lublin und im südlichen Masowien, was eine Gefahr für Obdachlose und die Infrastruktur darstellt.
Warnung vor Schneestürmen
Intensive Schneefälle, insbesondere in den Beskiden und in Niederschlesien, könnten in wenigen Stunden 10 cm Schneedecke hinzufügen.
Gefährliche Glatteisbildung
Es wurden Warnungen ersten Grades vor gefrierenden Straßen in neun Woiwodschaften ausgegeben, was zu Verkehrsstillstand führen könnte.
Polen steht derzeit unter dem Einfluss kalter arktischer Luft, was zu einem plötzlichen Wetterumschwung und der Rückkehr strenger Winterbedingungen führt. Die schwierigste Situation herrscht in den Beskiden und in Oberschlesien, wo der Schneezuwachs bis zu 10 cm betragen kann. Über Osteuropa liegt ein Tiefdruckgebiet, und von Westen gerät das Land unter den Einfluss eines Antizyklons namens Gerd. Dieser bringt Aufhellungen im Zentrum und Westen, führt aber nachts zu drastischen Temperaturstürzen. Die Nacht vom 18. auf den 19. Februar verspricht eine der kältesten dieser Saison zu werden. Das IMGW prognostiziert, dass in der Woiwodschaft Lublin und im Süden Masowiens die Thermometer sogar -16 Grad Celsius anzeigen könnten. Aufgrund des Gefrierens nasser Oberflächen nach vorangegangenen Regen- und Schneefällen wurden Warnungen vor Glatteis der ersten Stufe ausgegeben. Die Behörden warnen vor sogenanntem Blitzeis auf den Straßen, was in Verbindung mit eingeschränkter Sicht eine echte Gefahr für Verkehrsteilnehmer darstellt. Historisch gesehen war der Februar in Polen oft ein Monat extremer Kälte; der nationale Rekord wurde seit 1929 nicht mehr gebrochen, als in Żywiec -40,6 Grad Celsius gemessen wurden, was die Variabilität des polnischen Klimas in dieser Zeit zeigt. Trotz der aktuellen Wetterlage kündigen Meteorologen eine baldige Trendwende an. Bereits am Wochenende wird eine rasche Erwärmung erwartet, und die Temperaturen könnten in kurzer Zeit von frostigen auf bis zu 15 Grad über Null steigen. Die Polnischen Wasserbehörden führen eine verstärkte Überwachung der Flüsse durch und bereiten sich auf die Auswirkungen des bevorstehenden Tauwetters vor. „Mögliche Hochwasser sollen lokal begrenzt sein, ohne Gefahr eines größeren Hochwassers.” — Mateusz Balcerowicz Obwohl der Winter vorerst nicht nachgibt, deuten Langzeitprognosen darauf hin, dass die ankommenden Luftmassen polarer Meeresluft die frostige arktische Front endgültig verdrängen werden. -16°C — prognostizierte Temperatur in der Woiwodschaft LublinPrognostizierte Dicke der neuen Schneedecke: Berge: 10, Schlesien: 10, Karpatenvorland: 5, Zentralpolen: 3Prognose der Wetterentwicklung: 19. Februar — Höhepunkt der Nachtfröste und Schneefälle im Süden; 21. Februar — Beginn der raschen Erwärmung und starker Wind; 23. Februar — Positive Temperaturen im ganzen Land, Ende des Winters
Mentioned People
- Anna Gryczman — Meteorologin des Instituts für Meteorologie und Wasserwirtschaft, die über extreme Temperaturabfälle informiert.
- Mateusz Balcerowicz — Präsident der Polnischen Wasserbehörden, der sich zur Hochwassersicherheit während des Tauwetters äußert.