Im Alter von 70 Jahren ist Giorgio Gosetti verstorben, der italienische Filmkritiker, Journalist und Mitbegründer der Sektion Venice Days während der Filmfestspiele von Venedig. Gosetti arbeitete viele Jahre für die Nachrichtenagentur ANSA und bekleidete auch die Funktion des Direktors des Centro Sperimentale di Cinematografia. Sein Tod, der am 6. März 2026 eintrat, löste Trauer in der Filmwelt aus. Italienische Medien heben seinen Beitrag zur Entwicklung des Independent-Kinos und zur Entdeckung neuer Talente hervor.
Tod des Kritikers und Journalisten
Giorgio Gosetti, italienischer Filmkritiker und Journalist, ist im Alter von 70 Jahren verstorben. Er war lange Zeit mit der Nachrichtenagentur ANSA verbunden, wo er als Journalist und Kritiker arbeitete. Er war außerdem Mitbegründer und langjähriger Direktor der Sektion Venice Days (Giornate degli Autori) während der Filmfestspiele von Venedig.
Mitbegründer der Venice Days
Gosetti war einer der Gründer der Sektion Venice Days (Giornate degli Autori), die einen Parallelstrang zum Hauptwettbewerb des venezianischen Festivals darstellt. Diese Sektion, entstanden 2004, konzentriert sich auf Autoren- und Independent-Kino und ist eine Plattform für Debütanten und Filmschaffende, die nach neuen Ausdrucksformen suchen. Gosetti leitete sie viele Jahre lang.
Direktor der Filmschule
In den Jahren 2017 bis 2022 bekleidete Giorgio Gosetti die Funktion des Generaldirektors des Centro Sperimentale di Cinematografia (CSC), der staatlichen Filmschule in Italien. In dieser Zeit initiierte er das Projekt „Custodi di sogni” (Hüter der Träume), das dem Schutz und der Digitalisierung des italienischen Filmerbes gewidmet ist und dessen Einweihung am Tag seines Todes stattfand.
Reaktionen der Filmwelt
Der Tod von Gosetti stieß auf zahlreiche Reaktionen der Trauer und Anerkennung seitens der italienischen und internationalen Filmwelt. Seine Leidenschaft, Kompetenz und sein tiefer Humanismus wurden hervorgehoben. Sein Ableben wurde als hinterlassene Lücke in der Film-Community bezeichnet. Viele erinnerten sich an ihn als Mentor und als Person, die offen für Dialog war.
Die italienische Filmwelt trauert um den Tod von Giorgio Gosetti, einem herausragenden Kritiker, Journalisten und Organisator des Filmlebens, der am 6. März 2026 im Alter von 70 Jahren verstarb. Gosetti war jahrzehntelang eine der Schlüsselfiguren der italienischen Kinematografie und verband die Rolle des Journalisten der Agentur ANSA mit kuratorischen und leitenden Funktionen. Sein wichtigstes Werk war die Mitgründung und langjährige Leitung der Sektion Venice Days (Giornate degli Autori), die einen integralen, aber unabhängigen Teil der Internationalen Filmfestspiele von Venedig darstellt. Venice Days, gegründet 2004, entstand auf Initiative eines Filmemacherverbandes, darunter Gosetti, als Antwort auf das Bedürfnis, Autorenkino zu präsentieren und neue Stimmen zu entdecken. Diese Sektion, oft als „unabhängiger Salon” auf dem Lido betrachtet, wurde unter seiner Leitung im Laufe der Jahre zu einer prestigeträchtigen Plattform für Debütanten und experimentelle Filmschaffende aus der ganzen Welt. Gosetti war von 2017 bis 2022 auch Generaldirektor der staatlichen Filmschule Centro Sperimentale di Cinematografia (CSC). Am Tag seines Todes weihte der CSC das Projekt „Custodi di sogni” (Hüter der Träume) ein, das dem Schutz von Filmarchiven gewidmet ist und einen symbolischen Abschluss eines seiner letzten Unternehmungen darstellte. Das Centro Sperimentale di Cinematografia, gegründet 1935, ist die älteste staatliche Filmschule der Welt und hat enorme Bedeutung für die Ausbildung von Generationen italienischer Filmschaffender. Die Filmfestspiele von Venedig, gegründet 1932, sind das älteste Filmfestival der Welt, und der Hauptwettbewerb (Mostra Internazionale d'Arte Cinematografica) konkurriert traditionell mit Cannes und Berlin um Weltpremieren. Der Tod von Gosetti stieß auf breites Echo in den Medien und der Branche. Man erinnerte an ihn nicht nur als kompetenten Profi, sondern auch als Menschen mit tiefem Humanismus, offen für Dialog und bereit, junge Filmschaffende zu unterstützen. Seine Kollegen und Freunde betonten, dass er ein unauslöschliches Erbe und eine schwer zu füllende Lücke hinterlässt. Giorgio Gosetti hat sich in die Geschichte des italienischen Kinos als Hüter der künstlerischen Freiheit und als Verfechter des Kinos als sozial engagierter Kunst eingeschrieben.
Mentioned People
- Giorgio Gosetti — Italienischer Filmkritiker, ANSA-Journalist, Mitbegründer und Direktor der Venice Days, ehemaliger Direktor des Centro Sperimentale di Cinematografia.