Der spanische Gasnetzbetreiber Enagas hat für das Jahr 2025 einen Nettogewinn von 339,1 Millionen Euro erzielt. Dieses Ergebnis stellt eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr dar, als das Unternehmen einen Verlust von 299,3 Millionen Euro verzeichnete. Die verbesserte Rentabilität erfolgte trotz eines Rückgangs des EBITDA-Ergebnisses um über 11 Prozent. Die erzielten Ergebnisse übertrafen frühere Analystenprognosen sowie die vom Unternehmensvorstand im strategischen Plan gesetzten Ziele.
Deutliche Verbesserung des Nettogewinns
Das Unternehmen erzielte einen Gewinn von 339,1 Millionen Euro und machte damit den Verlust aus dem Vorjahr von fast 300 Millionen Euro erfolgreich wett.
Rückgang des EBITDA-Ergebnisses
Trotz des Endgewinns sank das operative Ergebnis EBITDA um 11,2 % auf 675,7 Millionen Euro im Jahr 2025.
Erfolg des Sparplans
Die Umsetzung des Effizienzplans ermöglichte eine Reduzierung der Betriebskosten um 0,6 %, was das Endergebnis unterstützte.
Investitionen in die Zukunft
Der Betreiber investierte 74,6 Millionen Euro in neue Projekte und konzentriert sich stark auf den Ausbau der Infrastruktur für Wasserstoff.
Der spanische Fernleitungsnetzbetreiber Enagas ist in die Gewinnzone zurückgekehrt und schloss das Geschäftsjahr 2025 mit einem Nettogewinn von 339,1 Millionen Euro ab. Dies ist ein besonders bedeutendes Ergebnis, da das Unternehmen im Jahr 2024 einen Nettoverlust von über 299 Millionen Euro verzeichnet hatte. Die damalige negative Finanzlage war eine direkte Folge der bilanziellen Berücksichtigung von Verlusten aus dem Verkauf von Anteilen am US-Unternehmen Tallgrass Energy. Der aktuelle finanzielle Erfolg des Unternehmens basiert weitgehend auf höheren operativen Erträgen und einem positiven Beitrag verbundener Unternehmen, was es ermöglichte, die ursprünglichen Finanzziele zu übertreffen. Das 1972 gegründete Unternehmen Enagas spielt als zertifizierter Betreiber des Erdgasfernleitungsnetzes eine Schlüsselrolle im spanischen Energiesektor. Seit 2002 ist das Unternehmen an der Madrider Börse notiert, was eine schrittweise Privatisierung und Anpassung an die strengen Marktstandards der Europäischen Union erforderte.Trotz des ausgezeichneten Endergebnisses zeigen die operativen Daten einige Herausforderungen. Das EBITDA-Ergebnis sank um 11,2 % auf 675,7 Millionen Euro. Das Unternehmen konnte jedoch finanzielle Disziplin wahren, indem es den Effizienzplan umsetzte, der eine Senkung der wiederkehrenden Betriebskosten um 0,6 % ermöglichte. Ein weiterer Faktor, der die Bilanz stützte, war eine günstige Neubewertung von Vermögenswerten nach der Schlichtung eines Schiedsverfahrens in Peru bezüglich des GSP-Projekts. Die Investitionen des Unternehmens stiegen auf 74,6 Millionen Euro, was auf eine Fortsetzung der Entwicklung der Transportinfrastruktur hindeutet. „Enagas glaubt nicht, dass es eine Blase auf dem Wasserstoffmarkt gibt; wir tun einfach das, was wir im Rahmen der Energiewende tun müssen.” — Arturo Gonzalo Der Vorstand von Enagas betont, dass für die Ergebnisse auch die hohe Auslastung der Gasinfrastruktur im Kontext der gestiegenen Nachfrage nach Gas für die Stromerzeugung entscheidend war. Angesichts der dynamischen Veränderungen in der europäischen Klimapolitik reorientiert das Unternehmen sein Portfolio aktiv und konzentriert sich auf erneuerbaren Wasserstoff. Das Unternehmen wehrt aktiv Vorwürfe ab, eine Investitionsblase in diesem Sektor zu schaffen, und argumentiert, dass strategische Investitionen für die Gewährleistung der Energiesicherheit Spaniens und ganz Europas unerlässlich seien. Nettogewinn von Enagas in den Jahren 2024-2025: 2024: -299.3, 2025: 339.1 339,1 Mio. € — beträgt der Jahresnettogewinn des spanischen Betreibers Vergleich wichtiger Finanzkennzahlen: Nettogewinn: -299,3 Mio. EUR → 339,1 Mio. EUR; Betriebsausgaben: Basis 2024 → Rückgang um 0,6 %; Investitionen: Basis 2024 → 74,6 Mio. EUR Liberale Medien betonen den Erfolg der Transformation hin zu grünem Wasserstoff und die Effizienz des Managements bei der Portfolio-Restrukturierung. | Konservative Medien konzentrieren sich auf den EBITDA-Rückgang und den Einfluss globaler Gaspreise auf die kurzfristigen Finanzgewinne des Unternehmens.
Mentioned People
- Arturo Gonzalo — Vorstandsvorsitzender von Enagas, verantwortlich für die Strategie der Energiewende und die Finanzergebnisse.