Die offizielle Zahl der Todesopfer des verheerenden Zyklons Gezani in Madagaskar und Mosambik ist auf mindestens 63 gestiegen. Die schwierigste Situation herrscht in Toamasina, der zweitgrößten Stadt Madagaskars, wo der Wirbelsturm wichtige Infrastruktur, darunter Krankenhäuser und Schulen, zerstört hat. In Mosambik selbst wurden vier Todesfälle registriert, obwohl das Auge des Zyklons die Küste um mehrere Dutzend Kilometer verfehlte. Der Kampf gegen die drohende humanitäre Krise dauert an.
Tragische Bilanz in Madagaskar
Der Tod von 59 Einwohnern Madagaskars wurde bestätigt, und 15 Personen gelten weiterhin als vermisst, nachdem der Wirbelsturm die Stadt Toamasina durchzogen hat.
Vier Opfer in Mosambik
Obwohl das Auge des Zyklons das Land verfehlte, töteten starke Winde und sintflutartige Regenfälle vier Personen in der mosambikanischen Provinz Inhambane.
Enorme Sachschäden
Erste Schätzungen weisen auf Zerstörungen in Höhe von 120 Millionen Euro hin, darunter das verwüstete Universitätskrankenhaus Morafeno und zahlreiche Schulen.
Sanitäre Krise in Toamasina
Tausende Menschen campieren in Rettungszentren ohne Zugang zu fließendem Wasser und funktionierender medizinischer Infrastruktur, was Epidemien droht.
Die Lage in Madagaskar nach dem Durchzug des tropischen Wirbelsturms Gezani wird immer dramatischer. Nach neuesten Daten vom 16. Februar 2026 ist die Zahl der Todesopfer auf der Insel auf 59 Personen gestiegen, und mindestens 15 weitere gelten als vermisst. Die Katastrophe traf mit voller Wucht die Stadt Toamasina (auch bekannt als Tamatave), wo die Windgeschwindigkeit in Böen 250 km/h erreichte. Die Zerstörungen sind enorm: Tausende Menschen haben ihr Dach über dem Kopf verloren und finden Zuflucht in provisorischen Zentren in örtlichen Gymnasien. Der regionale Gesundheitsdienst ist an der Belastungsgrenze, da das Hauptkrankenhaus in Morafeno sein Dach verloren hat, was zur Überflutung der Operationssäle und zur Zerstörung von medizinischem Spezialgerät führte. Madagaskar, aufgrund seiner geografischen Lage im Indischen Ozean, ist regelmäßig von Zyklonen betroffen, doch Gezani wird als einer der zerstörerischsten der letzten Jahre in Bezug auf Infrastrukturschäden eingeschätzt. Der Zyklon verschonte auch die Küste Mosambiks nicht. Obwohl das Zentrum des Sturms in einer Entfernung von etwa 50 Kilometern von der Küste vorbeizog, führten heftige Winde mit einer Geschwindigkeit von 215 km/h zum Tod von 4 Personen in der Provinz Inhambane. Die geschätzten Sachschäden allein in Madagaskar sind gigantisch und belaufen sich auf etwa 120 Millionen Euro. Lokale Behörden und Hilfsorganisationen warnen vor einer sekundären humanitären Krise. Es mangelt an sauberem Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten, was bei zerstörter medizinischer Infrastruktur Befürchtungen über den Ausbruch von Infektionskrankheiten unter Tausenden von Menschen in Evakuierungszentren weckt. 120 Mio. Euro — betragen die geschätzten Sachschäden in MadagaskarDarüber hinaus wird die Lage in der Region Toamasina von Beobachtern als sanitäre Krise eingestuft. Da der Zyklon die Abwassersysteme zerstört hat, ist das Risiko einer Überflutung von Wohngebieten mit Abwasser sehr hoch. Außerdem betonen Vertreter von humanitären Organisationen, dass der Wiederaufbau des Bildungs- und Gesundheitssektors Jahre dauern wird, was die Entwicklung des zweitgrößten städtischen Zentrums des Landes dauerhaft beeinträchtigen könnte. Zeitplan des Durchzugs von Zyklon Gezani: 14. Februar — Erster Aufprall; 15. Februar — Mosambik im Einflussbereich; 16. Februar — Aktualisierung der Bilanz Anzahl der Todesopfer des Zyklons Gezani: Madagaskar: 59, Mosambik: 4
Liberale Medien legen Wert auf den Zusammenhang zwischen der Heftigkeit des Zyklons und dem globalen Klimawandel sowie der Unterfinanzierung des globalen Südens. | Konservative Medien konzentrieren sich auf die Logistik der Rettungsaktionen und die Notwendigkeit eines besseren Managements von Hilfsgeldern durch lokale Regierungen.
Mentioned People
- Aurélie Kouman — Sondergesandte von RFI, die über die Lage im zerstörten Krankenhaus in Toamasina berichtet.