Jacques Tilly, der berühmte Schöpfer von Karnevalswagen aus Düsseldorf, wurde von der russischen Staatsanwaltschaft wegen Verbreitung falscher Informationen über die Armee angeklagt. Anlass sind seine mutigen Pappmaché-Skulpturen, die während des diesjährigen Rosenmontags Wladimir Putin in kompromittierenden Situationen zeigten. Dem Künstler, dem eine Freiheitsstrafe droht, soll Ende Februar bereits in Moskau in Abwesenheit der Prozess gemacht werden, was eine Welle der Solidarität in Deutschland ausgelöst hat.
Verfahren in Abwesenheit in Moskau
Die russische Staatsanwaltschaft hat den Termin der Verhandlung auf den 26. Februar 2026 festgesetzt und Jacques Tilly der Verunglimpfung der Armee und des Präsidenten angeklagt.
Kontroverse Putin-Karikaturen
Die satirischen Objekte zeigten Wladimir Putin beim Angriff auf die Satire sowie beim Teilen des Einflusses in Europa zusammen mit Donald Trump.
Zerstörung der künstlerischen Installationen
Gemäß der Tradition zerstörte der Künstler nach dem Rosenmontag-Umzug persönlich die Wagen, trotz ihres Status als globale Symbole des Widerstands.
Solidarität mit dem Künstler
Künstlerische und politische Kreise in Deutschland haben ihre Unterstützung für die Meinungsfreiheit bekundet und lehnen russische Einschüchterungsversuche ab.
Die diesjährigen Feierlichkeiten des Rosenmontags in Deutschland sind zum Auslöser eines internationalen diplomatischen Zwischenfalls geworden. Im Mittelpunkt der Kontroverse steht Jacques Tilly, ein herausragender Bildhauer und Satiriker, der seit 43 Jahren die Wagen für den Umzug in Düsseldorf entwirft. Seine diesjährigen Arbeiten, die unter anderem Wladimir Putin beim Erstechen der Satire sowie den russischen Führer beim Verschlingen Europas gemeinsam mit Donald Trump zeigen, lösten im Kreml Empörung aus. Die russischen Behörden klagten den Künstler der Diskreditierung der Streitkräfte und der Verbreitung von Lügen an und setzten den Termin für das Verfahren in Abwesenheit auf den 26. Februar 2026 fest. Trotz der ihm drohenden mehrjährigen Haftstrafe zeigt Jacques Tilly keine Angst und setzt seine Arbeit fort. Gemäß der langjährigen Tradition begann der Künstler unmittelbar nach Ende des Umzugs mit der symbolischen Zerstörung seiner Werke mithilfe eines schweren Hammers. Dieser Prozess ist in die vergängliche Natur des Karnevals eingeschrieben, hat in diesem Jahr jedoch eine besondere politische Bedeutung erlangt. Während Düsseldorf der kompromisslosen Satire treu blieb, beobachteten Kommentatoren, dass das benachbarte Köln bei der Kritik an Russlands Handeln größere Zurückhaltung übte, was Unterschiede im Umgang mit künstlerischer Freiheit und den Grenzen der Provokation in der Rheinregion verdeutlichte. Die Tradition der politischen Karnevalssatire in Deutschland reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück und diente stets als Sicherheitsventil für gesellschaftliche Stimmungen, indem sie das ungestrafte Verspotten der Macht erlaubte. Solidarität mit dem Künstler kommt aus ganz Deutschland sowie von ukrainischen Familien, die in seinem Schaffen wichtige moralische Unterstützung sehen. Der Schöpfer erhielt zahlreiche Anerkennungen für seinen Mut bei der Verteidigung der Werte einer demokratischen Gesellschaft. Experten betonen, dass der Versuch, einen ausländischen Künstler vom russischen Justizsystem für außerhalb Russlands entstandene Werke abzuurteilen, ein beispielloser Fall von transnationaler Repression und des Versuchs der Einschüchterung europäischer Meinungsmacher ist. „Dass meine Arbeiten in Moskau eine solche Reaktion hervorrufen, ist nur ein Beweis dafür, dass Satire gegenüber der Diktatur immer noch zerstörerische Kraft hat.” — Jacques Tilly Dieses Ereignis wirft ein neues Licht auf die Sicherheit von Künstlern, die geopolitische Themen behandeln. Obwohl Tilly nicht vor einem russischen Gericht erscheinen will, könnte die drohende Aufnahme in die Fahndungsliste von Interpol in Zukunft seine Reisefreiheit einschränken. Deutsche Politiker und Menschenrechtsorganisationen kündigten an, den Fall genau zu verfolgen und den Bildhauer rechtlich zu schützen.
Mentioned People
- Jacques Tilly — Deutscher Bildhauer und Schöpfer politischer Karnevalswagen, von Russland angeklagt.
- Władimir Putin — Präsident Russlands, dessen Karikaturen die Grundlage für die staatsanwaltschaftlichen Anklagen bildeten.
- Donald Trump — Amerikanischer Politiker, der auf dem Karnevalswagen gemeinsam mit Putin dargestellt wurde.