Bodenpersonal am Flughafen Miami machte bei einer Routineinspektion einer Boeing 737 von American Airlines eine beunruhigende Entdeckung. Am rechten Flügel der Maschine, die gerade aus Medellín in Kolumbien eingetroffen war, wurden Ein- und Ausschusslöcher gefunden, die auf Treffer von Projektilen aus Schusswaffen hindeuten. Der Vorfall, der zwar die Sicherheit des Fluges selbst nicht beeinträchtigte, löste sofortige Ermittlungen der US-amerikanischen Bundesbehörden für Transportsicherheit und der kolumbianischen Behörden aus.

Entdeckung von Einschusslöchern

Techniker in Miami fanden Schussspuren am Querruder des rechten Flügels einer Boeing 737 nach einem Flug aus Kolumbien.

Keine Störungen während des Fluges

Die Systeme des Flugzeugs funktionierten einwandfrei, und die Piloten wussten bis zum Ende des Fluges nichts von dem Treffer.

Bundesweite Ermittlungen

FAA und FBI untersuchen den Vorfall in Zusammenarbeit mit den kolumbianischen Behörden, um die Täter zu ermitteln.

Bei einer routinemäßigen technischen Überprüfung nach der Landung von Flug AA923 aus Medellín in Miami entdeckten Techniker eine Perforierung der Tragflächenstruktur einer Boeing 737-800. Die Schäden wurden an der Querruder des rechten Flügels lokalisiert. Erste ballistische Untersuchungen bestätigten, dass die Löcher durch den Einschlag von scharfer Munition entstanden sind. Der Vorfall ist umso bedrohlicher, als die Besatzung während des Fluges keine Anomalien in den Bordfunktionen oder einen Druckabfall in den Hydrauliksystemen feststellte, was bedeutet, dass der Schaden erst am Boden bekannt wurde. Luftfahrtsicherheitsexperten vermuten, dass die Schüsse in einer kritischen Flugphase abgefeuert worden sein könnten, wie dem Anflug auf die Landebahn oder dem Start vom Flughafen José María Córdova in Medellín. Die Maschine befindet sich dann in relativ niedriger Höhe, was sie anfällig für Beschuss vom Boden mit Langwaffen macht. Die amerikanische FAA und das Federal Bureau of Investigation (FBI) haben mit der Analyse der Flugbahn und der Ballistik begonnen, um den genauen Ort des Vorfalls zu ermitteln. Die Zusammenarbeit mit der kolumbianischen Regierung soll klären, ob das Flugzeug ein versehentliches Ziel von Auseinandersetzungen lokaler krimineller Gruppen wurde oder ob es sich um einen gezielten Angriff auf den amerikanischen Flugbetreiber handelte. Kolumbien kämpft seit Jahrzehnten mit der Aktivität paramilitärischer Gruppen und Drogenkartelle, die in der Vergangenheit wiederholt Verkehrsinfrastruktur angegriffen haben, darunter das tragische Attentat auf den Flug Avianca 203 im Jahr 1989. American Airlines bestätigte in einer offiziellen Mitteilung, dass die Maschine vorübergehend außer Betrieb genommen wurde, um notwendige Reparaturen durchzuführen und kriminalistische Spuren zu sichern. Der Flugbetreiber betonte, dass die Sicherheit der Passagiere und des Personals oberste Priorität habe und der Vorfall mit höchster Dringlichkeit als direkte Bedrohung für den Luftverkehr behandelt werde. Die Behörden in Medellín kündigten eine verstärkte Sicherheitspräsenz in den Luftkorridoren über der Region Antioquia an, in der zahlreiche Einheiten von Narcotraficantes operieren. Diese Situation stellt die Sicherheitsprotokolle für zivile Flüge in Regionen mit hohem Konfliktrisiko in Frage.