Pakistan hat einen Zustand des „offenen Krieges“ gegen die Taliban-Kräfte in Afghanistan nach einer Reihe verheerender Luftangriffe auf afghanische Städte, einschließlich Kabul, erklärt. Die Behörden in Islamabad berichten von der Ausschaltung von fast 300 Kämpfern als Reaktion auf die zunehmende terroristische Aktivität an der Grenze. Während die Vereinigten Staaten das Recht Pakistans auf Selbstverteidigung unterstützen, appelliert die Europäische Union an die Deeskalation des Projekts, und Iran bietet eine Vermittlerrolle in der eskalierenden regionalen Krise an.

Erklärung des offenen Krieges

Pakistan erklärte einen Zustand des „offenen Krieges“ gegen die Taliban-Kräfte nach der Durchführung massiver Luftangriffe auf Kabul und andere Schlüsselstädte Afghanistans.

Hunderte Opfer der Bombardierungen

Islamabad behauptet, im Laufe einer mehrtägigen Operation zwischen 274 und über 300 Kämpfer und Soldaten der afghanischen Streitkräfte getötet zu haben.

Unterstützung der USA und Schweigen Chinas

Washington erkannte das Recht Pakistans auf Verteidigung an, während China und Iran Besorgnis über die Eskalation zeigen.

Vorschlag zum Dialog

Die Taliban äußerten Verhandlungsbereitschaft, die von pakistanischer Seite sofort abgelehnt wurde.

Die Spannungen zwischen Islamabad und Kabul haben nach einer Reihe massiver Luftangriffe Pakistans auf das Nachbarland einen kritischen Punkt erreicht. Die pakistanischen Streitkräfte griffen Schlüsselziele in mehreren afghanischen Provinzen an, einschließlich direkter Bombardierungen der Hauptstadt Kabul. Der Premierminister Pakistans erklärte, dass die jahrelange Geduld des Landes gegenüber der Taliban-Regierung erschöpft sei und eine weitere Duldung von Terroristenbasen auf afghanischem Territorium unmöglich sei. Aus offiziellen Mitteilungen geht hervor, dass bei der Operation über 300 Menschen getötet wurden, die Islamabad als Mitglieder der afghanischen Streitkräfte und Kämpfer terroristischer Gruppen identifiziert. Dieser Schritt stellt eine drastische Abkehr von der bisherigen, komplizierten Unterstützungspolitik dar, die Pakistan jahrzehntelang gegenüber den Taliban verfolgt hat. Die Beziehungen beider Staaten sind seit der Teilung Britisch-Indiens im Jahr 1947 angespannt, hauptsächlich aufgrund des Streits um die Durand-Linie, die von Kabul nicht anerkannte Staatsgrenze, die durch paschtunische Gebiete verläuft.Die diplomatische Lage ist äußerst dynamisch. Die Vereinigten Staaten, durch einen Sprecher des Außenministeriums bestätigten die Unterstützung für das pakistanische „Rechts auf Selbstverteidigung“, fordern gleichzeitig die Regierungen beider Länder auf, zivile Opfer zu minimieren. Eine völlig andere Position nahm die Europäische Union ein, die tiefe Besorgnis über die Eskalation äußerte und ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen forderte. Angesichts der wachsenden Isolation in der Region änderten die Taliban, die zunächst mit Vergeltung drohten, ihre Rhetorik und signalisierten Bereitschaft zu Friedensgesprächen. Pakistan lehnte diesen Vorschlag jedoch entschieden ab und behauptete, die Zeit für Dialog sei vorbei, solange Afghanistan die Strukturen der TTP auf seinem Territorium nicht beseitige. „Our patience has run out. Every attack on a Pakistani citizen will meet with a devastating response at the source of the aggression.” (Unsere Geduld ist erschöpft. Jeder Angriff auf einen pakistanischen Bürger wird mit einer verheerenden Antwort an der Quelle der Aggression beantwortet.) — Premierminister von PakistanDie Krise weckt große Besorgnis bei regionalen Mächten. China, ein wichtiger Investor in Pakistan, fürchtet eine Destabilisierung des Wirtschaftskorridors, während Iran einen Vermittlungsvorschlag unterbreitete, um einen umfassenden Konflikt im Nahen Osten und Zentralasien zu verhindern. Viele europäische Länder, darunter Italien, gaben Empfehlungen an ihre Bürger heraus, Kabul umgehend zu verlassen. Experten weisen darauf hin, dass Pakistan die Loyalität der Taliban nach deren Machtübernahme im Jahr 2021 möglicherweise falsch eingeschätzt hat, was zu einem strategischen Fehler führte, dessen Folge die derzeitige Eskalation ist.

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die tragische humanitäre Dimension der Luftangriffe und kritisieren die USA dafür, Pakistan grünes Licht für die Bombardierungen zu geben. Konservative Medien konzentrieren sich auf das Recht Pakistans, gegen Terrorismus zu kämpfen, und die Notwendigkeit einer harten Antwort auf die Illoyalität der Taliban.

Mentioned People

  • Shehbaz Sharif — Premierminister Pakistans, der das Ende der Geduld gegenüber den Taliban erklärte und die Angriffe anordnete.