Nach dem Scheitern der bisherigen Koalition von SPD mit BSW verhandeln die Sozialdemokraten und die Christdemokraten der CDU über eine neue Regierungsvereinbarung in Brandenburg. Die Gespräche wurden von der schwierigen Finanzlage des Landes dominiert, die die Einführung eines drastischen Sparplans erzwingt. Ministerpräsident Dietmar Woidke kündigte Ausgabenkürzungen an, die nicht nur Infrastrukturprojekte, sondern auch die Landesverwaltung und das Personal betreffen werden, um das defizitäre Budget der Region zu stabilisieren.

Brandenburg steht vor einer beispiellosen Finanzkrise, die die künftigen Koalitionspartner zu schmerzhaften Haushaltsentscheidungen zwingt. Die Verhandlungen zwischen SPD und CDU, die zur Bildung eines neuen Ministerrats führen sollen, finden im Schatten eines prognostizierten Defizits statt. Nach neuesten Berechnungen könnte die Haushaltslücke in diesem ostdeutschen Bundesland in den nächsten zwei Jahren fast eine Milliarde Euro betragen. Diese Situation ist das Ergebnis jahrelangen Lebens über die Verhältnisse, das sich in zu hohen Ausgaben im Verhältnis zu den erzielten Steuereinnahmen äußerte. Das föderale System Deutschlands verpflichtet die Bundesländer zur sogenannten Schuldenbremse, die 2009 in die Verfassung aufgenommen wurde und die Möglichkeit der Länder, neue Kredite aufzunehmen, drastisch einschränkt. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat öffentlich eingeräumt, dass Einsparungen unumgänglich sind und die Verwaltungsstrukturen des Landes direkt treffen werden. Die geplante <przypis title=