Borussia Dortmund verabschiedete sich nach einem dramatischen Rückspiel gegen Atalanta Bergamo mit einer 1:4-Niederlage aus der Champions League. Obwohl die deutsche Mannschaft einen Zwei-Tore-Vorsprung aus dem Hinspiel verteidigte, entschieden individuelle Fehler in Serie und ein Elfmeter in der 98. Spielminute über den Aufstieg der Italiener. Für den BVB ist dies nicht nur eine sportliche Blamage, sondern auch ein schwerer finanzieller Schlag, der den Klub zu einer radikalen Korrektur der Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr zwingt.

Katastrophales Ende für den BVB

Der Fehler von Gregor Kobel und der Foul von Ramy Bensebaini in der 98. Minute führten zu einem Elfmeter und der Eliminierung Dortmunds.

Finanzielle Krise des Klubs

Borussia Dortmund korrigierte ihre Finanzprognose und erwartet einen Verlust von bis zu 22 Millionen Euro aufgrund fehlender Einnahmen aus der Champions League.

Atalanta als einziger italienischer Vertreter

Nach dem Ausscheiden von Juventus und Inter ist das Team aus Bergamo als einziger Vertreter der Serie A ins Achtelfinale aufgestiegen.

Das Rückspiel in Bergamo wird als einer der unglücklichsten Auftritte in der jüngeren Geschichte von Borussia Dortmund in Erinnerung bleiben. Die von Niko Kovac trainierte Mannschaft wirkte trotz des 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel von Beginn an unvorbereitet auf das aggressive Pressing und die Intensität des Gastgebers. Bereits in der 5. Minute eröffnete Gianluca Scamacca die Tore, und kurz vor der Pause sorgte Davide Zappacosta für den Ausgleich in der Gesamtwertung. Obwohl in der zweiten Halbzeit das Tor von Karim Adeyemi zum 1:3 Dortmund eine Verlängerung zu sichern schien, brachte die Schlussphase eine Reihe unerklärlicher Vorkommnisse. Entscheidend für das Aufstiegsschicksal erwiesen sich die letzten Minuten der Nachspielzeit. Ein katastrophaler Fehler von Torhüter Gregor Kobel, der den Ball unpräzise aus dem eigenen Strafraum spielte, leitete die Aktion von Atalanta ein. In ihrer Folge traf der linke Verteidiger Ramy Bensebaini, der im Strafraum einzugreifen versuchte, mit seinen Stollen den Kopf von Mario Pašalić. Schiedsrichter José María Sánchez Martínez entschied nach VAR-Analyse auf Elfmeter, den Lazar Samardzic zum Tor verwandelte. Bensebaini erhielt für seinen Foul die rote Karte, und seine Leistung wurde von den Medien als nahezu peinlich bewertet. Zusätzlich sah im Nachspielwirbel Nico Schlotterbeck auf der Ersatzbank die rote Karte, obwohl der Spieler selbst behauptet, der Schiedsrichter habe diese Entscheidung nicht begründen können. Atalanta Bergamo, geführt von Raffaele Palladino, setzt ihre bemerkenswerte Erfolgsgeschichte in den europäischen Pokalwettbewerben fort und ist in den letzten Jahren zum Symbol eines erfolgreichen Managementmodells für Klubs mit kleinerem Budget geworden. Für den italienischen Fußball hat ihr Aufstieg prestigeträchtige Bedeutung, da nach dem Ausscheiden von Inter und Juventus das Team aus der Lombardei der einzige Vertreter der Serie A in der Pokalrunde der Champions League bleibt.Die finanziellen Folgen des Ausscheidens sind für den BVB schmerzhaft. Der Klub gab eine Mitteilung vom Typ ad-hoc heraus, in der er die Prognose des Finanzergebnisses von einem Wert um Null auf einen Verlust in Höhe von 12–22 Millionen Euro korrigierte. Der Verlust von 11 Millionen Euro allein an Prämien für den Einzug ins Achtelfinale destabilisiert das Budget, was die Frankfurter Börse sofort registrierte, indem sie den Aktienkurs des Unternehmens senkte. In den Medien tauchten satirische Berichte über einen angeblichen Kauf des norwegischen Klubs Bodø/Glimt durch den BVB auf, um in den Wettbewerben zu bleiben, was eine offene Verhöhnung der Verzweiflung des deutschen Riesen darstellt. „Dieses Weiterkommen war eingeplant, die Einnahmen hatten wir eingeplant.” (Dieses Weiterkommen war eingeplant, die Einnahmen hatten wir eingeplannt.) — Sebastian Kehl Die italienische Presse spart nicht mit Lob für Atalanta und bezeichnet sie als „Retter der nationalen Ehre“. Die deutschen Zeitungen wie die „Süddeutsche Zeitung“ oder „Bild“ kritisieren hingegen den Mangel an Charakter und die eklatante Ineffektivität der Dortmunder Abwehr. Diese Niederlage stellt die Zukunft des Trainerprojekts von Kovac infrage, insbesondere angesichts des bevorstehenden Ligaduells mit Bayern München, das als letzte Chance zur Rettung der Ligasaison gilt.

Mentioned People

  • Ramy Bensebaini — Verteidiger von Borussia Dortmund, der als Hauptverantwortlicher für die Niederlage gilt, nachdem er einen Elfmeter verursachte und die rote Karte erhielt.
  • Gregor Kobel — Torhüter des BVB, dessen Fehler in der Nachspielzeit die Aktion einleitete, die zum entscheidenden Tor führte.
  • Lazar Samardzic — Mittelfeldspieler von Atalanta, der das entscheidende Tor per Elfmeter in der 98. Minute erzielte.
  • Sebastian Kehl — Sportdirektor von Borussia Dortmund, der die Haltung der Mannschaft kritisierte und auf finanzielle Defizite nach der Niederlage hinwies.