Die erste Märzwoche 2026 bringt West- und Mitteleuropa eine außergewöhnliche Erwärmung. Eine stabile Hochdrucklage dominiert das Wetter von Bordeaux bis Berlin und bringt Temperaturen von über 20 Grad Celsius in Italien und Frankreich. Meteorologen warnen jedoch vor großen Tag-Nacht-Schwankungen in Deutschland sowie vor einer heranziehenden Staubwolke aus der Sahara, die am kommenden Wochenende die Lufttrübung über der Schweiz und den Nachbarländern beeinflussen könnte.

Temperaturen über 20 Grad

Die Frühlingserwärmung traf Italien und Südfrankreich am stärksten, wo Werte gemessen werden, die 8 Grad über der Norm liegen.

Saharastaub über Europa

Am kommenden Wochenende wird der Transport von Saharasand in die Schweiz und nach Süddeutschland erwartet.

Extreme Tag-Nacht-Unterschiede

In Berlin und Brandenburg werden sehr große Schwankungen zwischen sonnigem Tag und kühler, fast frostiger Nacht verzeichnet.

Eine stabile Luftdrucklage über dem europäischen Kontinent hat zur Bildung eines ausgedehnten Gebiets mit heiterem Himmel geführt, das Meteorologen als antizyklonale Blockade bezeichnen. Italienische Wetterdienste berichten von einem Frühlingsbeginn, der in Rom, Florenz und Neapel am stärksten zu spüren ist, wo die Thermometer auf genau 20 Grad Celsius zeigen. Obwohl in Norditalien im Po-Tal noch morgendliche Nebel bestehen, genießt der Rest des Landes einen fast wolkenlosen Himmel. Eine ähnliche Situation herrscht in Frankreich, wo in der Region Aquitanien die Temperaturen an die historischen Rekorde von 1977 heranreichen. Damals wurden in Bordeaux 21 Grad im Schatten gemessen, was heute zu einem realistischen Referenzpunkt für die aktuelle Hitzespitze wird. Deutschland erlebt ebenfalls den Beginn des meteorologischen Frühlings, allerdings zeigt sich hier das Wetterbild differenzierter. In Berlin und Brandenburg weisen Wetterexperten auf extreme Temperaturunterschiede zwischen sonnigem Tag und frostiger Nacht hin. In Hessen und Bayern hingegen wird für den Großteil der Woche eine stabile Hochdrucklage vorhergesagt. Trotz der Sonnendominanz bleiben in einigen rheinischen Regionen sowie in Hessen die Nächte kühl, was von den Bewohnern eine Anpassung der Kleidung an die schnellen Wetterwechsel im Tagesverlauf erfordert. In der Schweiz wird der Zustrom von Luftmassen erwartet, die Sandpartikel aus Afrika mit sich führen, ein für starke südliche Strömungen typisches Phänomen. Saharastaub, der nach Europa gelangt, ist ein Phänomen, bei dem Millionen Tonnen Sand von der Wüste durch Luftströmungen in höheren Atmosphärenschichten transportiert werden. Er kann dem Himmel einen gelblichen Farbton verleihen und durch die Verringerung der Albedo des Schnees das Abschmelzen der Gletscher in den Alpen erheblich beschleunigen.Umfragen zur Stimmung in der Bevölkerung zeigen Enthusiasmus über die plötzliche Erwärmung, doch Klimaexperten erinnern daran, dass so frühe und intensive Hitzewellen sich negativ auf die Landwirtschaft auswirken können. Pflanzen, die durch hohe Temperaturen zum Leben erweckt werden, werden äußerst anfällig für eventuelle Fröste, die im März und April noch sehr wahrscheinlich sind. Zudem kann eine Temperaturinversion in städtischen Gebieten trotz sonnigen Wetters zu einer lokalen Verschlechterung der Luftqualität in den Morgenstunden führen. Der aktuelle Trend deutet jedoch darauf hin, dass das stabile Hochdruckgebiet uns mindestens bis zum Ende dieser Woche erhalten bleibt. „C'est un épisode exceptionnel de douceur printanière pour un début mars, avec des températures localement supérieures de 8 degrés aux normales de saison.” (Es handelt sich um eine außergewöhnliche Episode mit frühlingshafter Milde für einen Märzbeginn, mit Temperaturen, die lokal um 8 Grad über den saisonalen Normwerten liegen.) — Météo-France Prognostizierte Höchsttemperaturen (3. März): Bordeaux: 21, Rom: 20, Florenz: 20, Neapel: 20, Berlin: 15, Hamburg: 13