Vor der Küste Schleswig-Holsteins nahmen fast 2500 Soldaten des Nordatlantikbündnisses an einer spektakulären Landungsoperation teil. Die auf dem Truppenübungsplatz Putlos beobachteten Manöver von Verteidigungsminister Boris Pistorius sind ein zentraler Bestandteil der größeren Übung Steadfast Dart 26. Ihr Ziel ist es, die Fähigkeit der Allied Reaction Force zu testen, die Ostflanke der NATO, etwa die baltischen Staaten, im Falle einer externen Aggression blitzschnell zu verstärken.
Landung der Bündniskräfte
Fast 2500 Soldaten aus Spanien und der Türkei übten die Landung an der deutschen Küste unter dem Kommando von General Ingo Gerhartz.
Übung Steadfast Dart 26
Die Manöver sind Teil größerer Aktionen, an denen 10.000 Soldaten beteiligt sind und die der Verteidigung der östlichen NATO-Flanke dienen.
Sicherung der Ostsee
Die Operation umfasste den Einsatz von Kampfschwimmern, amphibischen Truppentransportern und Hubschraubern, um den Strand in Putlos zu sichern.
An der Ostseeküste, in der Nähe des Ortes Putlos, fanden großangelegte Übungen einer Landungsoperation statt. An den Manövern, die Teil des umfassenderen Programms Steadfast Dart 26 sind, nahmen etwa 2500 Soldaten der Marine- und Spezialkräfte teil. Hauptziel der Operation war es, das Szenario einer schnellen Truppenverlegung zur Verteidigung der östlichen NATO-Flanke zu trainieren. Die Operation, an der unter anderem Einheiten aus Spanien und der Türkei beteiligt waren, wurde vom deutschen Verteidigungsminister Boris Pistorius und General Ingo Gerhartz überwacht. Das Szenario sah vor, dass im Falle eines Angriffs Russlands auf die baltischen Staaten die Kräfte der Allied Reaction Force in der Lage sein müssen, strategische Küstenabschnitte sofort zu sichern. Die Übung begann mit der präzisen Sicherung des Geländes durch Kampfschwimmer und Minenabwehrfahrzeuge. Erst nach der Räumung des Gewässers erreichten Spezialkräfte auf schnellen Motorbooten das Ufer, gefolgt von schwerem Gerät, darunter türkische amphibische Truppentransporter. Die gesamte Operation umfasst letztlich fast 10.000 Soldaten im gesamten Gebiet Deutschlands. Die Kommandeure betonen, dass eine reibungslose Logistik und die Fähigkeit, schweres Gerät direkt an einem unvorbereiteten Strand zu entladen, für die Abschreckung eines potenziellen Aggressors in der Ostsee-Region von entscheidender Bedeutung sind. Seit der Annexion der Krim im Jahr 2014 und der großangelegten Invasion Russlands in die Ukraine im Jahr 2022 hat die NATO die Zahl der Manöver im Ostseeraum systematisch erhöht, der nach dem Beitritt Finnlands und Schwedens zu einem Binnenmeer des Bündnisses geworden ist.Das Kommando betont, dass das Maß an Koordination zwischen den Verbündeten aus Südeuropa und den Gastgeberländern im Norden ständig zunimmt. „Das Bündnis ist geeint, handlungsfähig und bereit, jeden Zentimeter seines Territoriums zu verteidigen.” — Boris Pistorius Die Manöver zielen auch darauf ab, neue Kommandostrukturen zu testen, die die bisherigen schnellen Eingreiftruppen ersetzen und noch größere Flexibilität in Krisensituationen bieten sollen. Experten weisen darauf hin, dass die Wahl des Truppenübungsplatzes Putlos kein Zufall war, da seine Geländebeschaffenheit die Bedingungen ideal simuliert, die NATO-Truppen in Estland oder Litwen vorfinden könnten.
Mentioned People
- Boris Pistorius — Deutscher Verteidigungsminister, der die NATO-Manöver in Putlos beobachtete.
- Ingo Gerhartz — Deutscher General, der an der Koordination der Operation Steadfast Dart beteiligt war.