Das amerikanische Handelsdefizit bei Waren erreichte im Jahr 2025 einen Rekordwert von 1,24 Billionen Dollar, was einem Anstieg von 2,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Daten des US-Handelsministeriums deuten auf die Unwirksamkeit der umfassenden Zölle hin, die von der Regierung von Donald Trump zur Eindämmung der negativen Handelsbilanz eingeführt wurden. Gleichzeitig haben China die USA überholt und ist erneut Deutschlands größter Handelspartner geworden, während die USA ein neues Handelsabkommen mit Indonesien abgeschlossen haben.
Rekord-Handelsdefizit
Das US-Warenhandelsdefizit erreichte einen historischen Wert von 1,24 Billionen Dollar, was die Wirksamkeit der America-First-Strategie zur Importbeschränkung in Frage stellt.
China kehrt an die Spitze in Deutschland zurück
Das Handelsvolumen Deutschlands mit China stieg um 2,1% und verdrängte die Vereinigten Staaten auf den zweiten Platz im Ranking der wichtigsten Handelspartner.
Handelsabkommen mit Indonesien
Präsident Prabowo Subianto und Donald Trump unterzeichneten ein Abkommen, das die Zölle auf 19% senkt, im Austausch für milliardenschwere Käufe amerikanischer Waren.
Die neuesten Daten des US-Handelsministeriums stellen die Wirtschaftsnarrative des Weißen Hauses in Frage. Trotz der Einführung hoher Importzölle stieg das Warenhandelsdefizit auf 1,24 Billionen Dollar. Experten, darunter Analysten des Kiel Institute for the World Economy, weisen darauf hin, dass die Kosten dieser Politik hauptsächlich von amerikanischen Importeuren und Verbrauchern getragen werden, nicht von ausländischen Exporteuren. Das Defizit im Dezember stieg um 32,6 Prozent im Monatsvergleich auf 70,3 Milliarden Dollar, was die Markterwartungen fast verdoppelte. Das amerikanische Handelsdefizit besteht ununterbrochen seit den 1970er Jahren, als sich die USA von einer Netto-Produktionswirtschaft in eine auf Konsum und Dienstleistungen basierende Wirtschaft verwandelten.Im Schatten globaler Handelsstreitigkeiten hat China seine Führungsposition im Handel mit Deutschland zurückgewonnen und die Vereinigten Staaten überholt. Das Handelsvolumen zwischen Berlin und Peking belief sich auf 251,8 Milliarden Euro. Unterdessen haben Präsident Donald Trump und der indonesische Führer Prabowo Subianto ein Handelsabkommen abgeschlossen. Demnach wird Indonesien Zölle auf nahezu alle US-Produkte abschaffen und Energie-Rohstoffe und Agrarprodukte im Wert von 33 Milliarden Dollar kaufen, im Gegenzug für eine Senkung der US-Zölle auf indonesische Waren von 32 auf 19 Prozent. „Zölle sind ein Selbstmordtor. Die Daten zeigen, dass die Behauptung, Drittländer würden diese Tarife zahlen, ein Mythos ist.” — Julian Hinz1.24 bln USD — betrug das jährliche US-WarenhandelsdefizitDeutschlands wichtigste Handelspartner (2025): China: 251.8, USA: 240.5Diese Situation erschwert die politischen Pläne des Protektionismus der aktuellen Regierung. Obwohl das Defizit mit China auf den niedrigsten Stand seit 21 Jahren (202 Milliarden Dollar) gesunken ist, stieg die negative Bilanz mit Mexiko und Vietnam auf Rekordwerte. Dies deutet auf einen Mechanismus des sogenannten indirekten Dumpings oder einfach auf eine Verlagerung der Lieferketten in andere asiatische Länder hin. Änderungen im Handel USA-Indonesien: Zölle auf Waren aus Indonesien: 32% → 19%; Zölle auf US-Exporte: verschiedene Sätze → nahe 0%; Kauf von Energie und Maschinen: Standard → +33 Mrd. USDLiberale Medien betonen das Scheitern der Trump-Politik und verweisen auf das Rekorddefizit und steigende Kosten für amerikanische Familien und Verbraucher. | Konservative Medien heben den Erfolg bei der Reduzierung des Defizits mit China sowie das Erzwingen günstigerer bilateraler Handelsabkommen mit Partnern hervor.
Mentioned People
- Donald Trump — US-Präsident, der eine aggressive Zollpolitik vorantreibt und neue Handelsabkommen abschließt.
- Prabowo Subianto — Präsident Indonesiens, der ein Abkommen mit den USA über Zölle und Energieeinkäufe abschloss.
- Julian Hinz — Forschungsdirektor am Kieler Institut für Weltwirtschaft, der die Wirksamkeit von Zöllen kritisiert.