Die Generaldirektion der Nationalstraßen und Autobahnen beschleunigt die Umsetzung der Schnellstraße S11, die den schlesischen Ballungsraum mit Kołobrzeg (Kolberg) verbinden wird. In den letzten Tagen wurden entscheidende Schritte für den 29 Kilometer langen Abschnitt von der Grenze der Woiwodschaft Oppeln nach Tarnowskie Góry (Tarnowitz) unternommen. Die Auswahl des günstigsten Angebots für die Projektdokumentation bringt die Region näher an die Ausschreibung im "Design-and-Build"-Modell, was einen strategischen Durchbruch für die Verkehrsanbindung Südpolens an die Küste darstellt.
Durchbruch bei der Planung der S11
Das Kattowitzer Unternehmen Trakt wurde für die Erstellung des Projekts eines 29 Kilometer langen Abschnitts der Trasse nach Tarnowskie Góry (Tarnowitz) ausgewählt.
Kampf um die Sanierung der A1
Es gingen acht Angebote für die Sanierung des welligen Abschnitts der Autobahn A1 ein, wobei der niedrigste Preis bei 36,4 Mio. Złoty liegt.
Strategisches Ziel 2030
Die vollständige Schnellstraßenverbindung von Schlesien zur Ostsee soll bis zum Ende dieses Jahrzehnts fertiggestellt sein.
Die Generaldirektion der Nationalstraßen und Autobahnen (GDDKiA) hat einen Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung der S11-Trasse erreicht, indem sie die Ergebnisse der Ausschreibung für die Projektdokumentation eines 29 Kilometer langen Abschnitts bekannt gab, der von der Grenze der Woiwodschaft Oppeln in Richtung Tarnowskie Góry (Tarnowitz) verläuft. Das günstigste Angebot in Höhe von 12,4 Mio. Złoty wurde von dem Kattowitzer Unternehmen Trakt eingereicht. Diese Investition ist von grundlegender Bedeutung für die Entlastung der lokalen Straßen und die Schaffung eines modernen Verkehrskorridors, der das industrialisierte Schlesien mit den Häfen und Kurorten an der Ostsee verbindet. Obwohl die S11 als "Sonnenautobahn" bezeichnet wird, löst ihre Planung bei den lokalen Gemeinden Emotionen aus, insbesondere im Hinblick auf die endgültige Wahl der Trassenführung durch dicht besiedelte Gebiete der Region. Parallel zu den Bemühungen um die neue Schnellstraße kämpft der Straßenbetreiber mit der Notwendigkeit, die bestehende Infrastruktur zu reparieren. In die Ausschreibung für eine grundlegende Sanierung des fehlerhaften Abschnitts der Autobahn A1 Pyrzowice–Piekary Śląskie gingen acht Angebote ein. Das günstigste davon liegt fast um die Hälfte unter dem vom Staat veranschlagten Budget, was eine Chance bietet, die lästigen Unebenheiten schnell zu beseitigen, die den Verkehr auf dieser Strecke seit 2012 behindern. Die GDDKiA geht davon aus, dass die geplante Modernisierung der Fahrbahn die für Autobahnen erforderlichen technischen Parameter wiederherstellen und für die nächsten drei Jahrzehnte einen störungsfreien Betrieb gewährleisten wird. Derzeit läuft eine gründliche Analyse der eingereichten Unterlagen unter formalen und preislichen Gesichtspunkten. Das Konzept für den Bau der Schnellstraße S11 geht auf Raumordnungspläne aus der Mitte der 1990er Jahre zurück, als sie als unverzichtbares Element des polnischen Verkehrsnetzes angesehen wurde, das vier große Ballungsräume verbinden sollte: Posen, Schlesien, Breslau und Mittelpommern. Die Perspektive für die Fertigstellung der gesamten S11 von Schlesien zur Küste wird auf die Jahre 2029–2030 präzisiert. Diese Investition ist Teil eines umfassenderen Plans zur Modernisierung des Straßennetzes der Woiwodschaft Schlesien, der auch den Umbau wichtiger Knotenpunkte und Nationalstraßen umfasst. Für die Bewohner der Region bedeutet die neue Trasse nicht nur eine kürzere Reisezeit in den Urlaub, sondern vor allem eine Verbesserung der Sicherheit durch die Verlagerung des Transitverkehrs aus den Zentren von Städten wie Lubliniec oder Tarnowskie Góry (Tarnowitz). Die Situation bleibt jedoch dynamisch aufgrund laufender Umweltverfahren und möglicher Berufungen von Teilnehmern der Ausschreibungsverfahren, was ein inhärentes Merkmal solch komplexer Ingenieurvorhaben ist.