Die Staatsanwaltschaft hat offiziell das Ermittlungsteam Nummer fünf berufen, dessen Aufgabe es ist, die polnischen Spuren in der internationalen Affäre um Jeffrey Epstein zu untersuchen. Diese Entscheidung, verkündet vom Generalstaatsanwalt Dariusz Korneluk, ist eine Reaktion auf neue Informationen über die potenzielle Anwesenheit von Mitarbeitern des Milliardärs in Polen sowie die Existenz geheimer Archive. Premierminister Donald Tusk kündigte vollen Einsatz bei der Aufklärung der Angelegenheit an und schloss jegliche Kompromisse im Prozess der Wahrheitsfindung aus.

Berufung des Ermittlungsteams

Die Staatsanwaltschaft hat eine spezielle Einheit eingerichtet, um die polnische Beteiligung am von Epstein betriebenen Menschenhandel zu untersuchen.

Erklärung von Premierminister Tusk

Der Regierungschef kündigte eine kompromisslose Aufklärung der Angelegenheit an und betonte, dass es keine Zustimmung zu irgendeiner Vertuschung von Spuren der Affäre geben werde.

Spuren zu Archiven

Die Ermittler prüfen Berichte über die Existenz geheimer Verstecke und Dokumentationen, die Epstein an verschiedenen Orten verborgen haben könnte.

Die Staatsanwaltschaft hat einen beispiellosen Schritt unternommen, um die Verbindungen polnischer Bürger und Institutionen zum kriminellen Netzwerk des verstorbenen US-Milliardärs Jeffrey Epstein aufzuklären. Das berufene Ermittlungsteam Nummer fünf soll Berichte über finanzielle und logistische Operationen überprüfen, die auf dem Gebiet der Republik Polen durchgeführt worden sein könnten. Generalstaatsanwalt Dariusz Korneluk sowie der Sprecher des Justizministeriums Waldemar Żurek bestätigten, dass die Ermittler über Materialien verfügen, die eine dringende prozessuale Analyse erfordern. Jeffrey Epstein war ein US-Finanzier, der des Menschenhandels und sexuellen Missbrauchs Minderjähriger beschuldigt wurde und 2019 in Haft starb. Seine Tätigkeit basierte auf einem weitreichenden Netzwerk einflussreicher politischer und geschäftlicher Kontakte weltweit. Gleichzeitig berichten ausländische Medien, darunter das spanische „LaSexta“ und die Schweizer „Neue Zürcher Zeitung“, über die Entdeckung neuer Orte, an denen Epstein seine kompromittierenden Archive versteckt haben könnte. Es besteht der Verdacht, dass der Finanzier externe Lagerzentren zur Aufbewahrung von Aufnahmen und Dokumenten nutzte, die der Erpressung dienen sollten. Dieser Aspekt ist besonders wichtig für die polnische Staatsanwaltschaft, die untersucht, ob irgendwelche Elemente dieses Archivs oder dieser Infrastruktur in Mitteleuropa untergebracht gewesen sein könnten. Premierminister Donald Tusk betonte in einem Kommentar zur Sache, dass die Aufklärung dieser Affäre eine Frage elementarer Gerechtigkeit und Staatssicherheit sei. „Nie ma miejsca na żaden kompromis w sprawie wyjaśnienia wszystkich okoliczności tej bulwersującej afery, która dotyka fundamentów moralnych i prawnych.” (Es gibt keinen Platz für irgendeinen Kompromiss bei der Aufklärung aller Umstände dieser empörenden Affäre, die die moralischen und rechtlichen Grundfesten berührt.) — Donald Tusk Das Justizministerium kündigte eine enge Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden der Vereinigten Staaten und anderen in die Ermittlungen einbezogenen Ländern an. Ein Schlüsselelement der Arbeit des Teams wird die Analyse von Geldflüssen und die Überprüfung der Passagierlisten von Epsteins Flugzeugen sein, die auf europäischen Flughäfen gelandet sind. Die Staatsanwaltschaft schließt nicht aus, Personen Anklage zu erheben, die das Vorgehen möglicherweise erleichtert oder aktiv daran teilgenommen haben, wobei sie ihre Identität bisher dank Einfluss und Vermögen geschützt haben.

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Entschlossenheit der Tusk-Regierung, mächtige Eliten zur Rechenschaft zu ziehen, und die internationale Zusammenarbeit zum Schutz der Opfer. Konservative Medien konzentrieren sich auf Fragen nach früherem Wissen der Dienste und potenziellen Verbindungen der gegenwärtigen politischen Eliten zu früheren Strukturen.

Mentioned People

  • Jeffrey Epstein — US-Finanzier, der zahlreicher Sexualstraftaten beschuldigt wurde und um den sich eine internationale Ermittlung dreht.
  • Dariusz Korneluk — Generalstaatsanwalt, der die Entscheidung zur Berufung eines speziellen Ermittlungsteams getroffen hat.
  • Donald Tusk — Ministerpräsident Polens, der das volle Engagement des Staates bei der Lösung der Angelegenheit erklärt.
  • Waldemar Żurek — Sprecher des Justizministeriums, der über Mitteilungen des Ressorts informiert.