Das spanische Verbraucherministerium hat einen ehrgeizigen Plan zur landesweiten Regulierung des Energydrink-Marktes angekündigt. Die neuen Vorschriften führen ein absolutes Verkaufsverbot dieser Produkte für Personen unter 16 Jahren ein, und für Getränke mit extrem hohem Koffeingehalt sogar bis zum 18. Lebensjahr. Die Reaktion der Lebensmittelbranche ist gemischt, da sich die Hersteller über mangelnde Konsultationen und fehlende Kenntnis des detaillierten Regulierungsentwurfs beschweren, der den Zugang zu Stimulanzien revolutionieren soll.

Altersgrenze 16 Jahre

Der Verkauf von Energydrinks wird Personen, die das sechzehnte Lebensjahr nicht vollendet haben, im gesamten Land vollständig verboten.

Vorlage des DNI erforderlich

Verkäufer werden verpflichtet, bei jedem Kauf die Identität zu überprüfen, analog zu den Verfahren im Zusammenhang mit Alkohol.

Beschränkungen für hohen Koffeingehalt

Produkte mit der höchsten Konzentration an anregenden Substanzen werden mit einem Verkaufsverbot bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres belegt.

Das spanische Verbraucherministerium unter Minister Pablo Bustinduy hat eine beispiellose Entscheidung zur Vereinheitlichung der Vorschriften für den Zugang Minderjähriger zu stimulierenden alkoholfreien Getränken getroffen. Bisher waren diese Regelungen dezentral, und einige autonome Gemeinschaften, wie beispielsweise Galicien, setzten eigene Beschränkungen um. Das neue Gesetz soll landesweit gelten und die Vorlage eines Ausweises beim Kauf von DNI vorschreiben. Das bedeutet, dass Spanien zu den europäischen Ländern gehören wird, die Energydrinks als potenziell schädlich für die Entwicklung junger Organismen am strengsten behandeln. Die Lebensmittelbranche reagierte auf diese Nachrichten mit großer Besorgnis und Überraschung. Vertreter des Sektors betonen, dass ihnen noch kein offizieller Verordnungsentwurf vorgelegt wurde und der Dialog mit der Regierung in dieser Angelegenheit praktisch nicht existierte. Der Hauptstreitpunkt ist die Klassifizierung der Getränke – das Ministerium plant nämlich noch strengere Beschränkungen für Produkte mit der höchsten Koffeinkonzentration, die erst ab 18 Jahren verfügbar sein sollen. Eine solche zweistufige Altersbeschränkung zielt darauf ab, Produkte wie „Energy Shots” aus der Ernährung von Jugendlichen zu eliminieren, die plötzliche Dosen anregender Substanzen liefern und bei jungen Menschen zu Tachykardie, Angstzuständen und neurologischen Problemen führen können. Spanien kämpft seit Jahren mit einem hohen Konsum von Energydrinks unter Schulkindern; Studien zeigen, dass etwa jeder dritte Jugendliche regelmäßig zu ihnen greift, was Regierungen dazu veranlasst, Methoden anzuwenden, die vom Tabakmarkt bekannt sind. Das Ministerium argumentiert, dass gesundheitsfördernde Bildung nicht mehr ausreicht, weshalb die Einführung systemischer Barrieren notwendig ist. Der Entwurf muss nun die Zustimmung der anderen Ministerien erhalten und den parlamentarischen Prozess durchlaufen, der die technischen Parameter für den Koffeingehalt pro Milliliter Flüssigkeit präzisiert, die ein Produkt als verboten qualifizieren. „Es una cuestión de protección de la salud pública de nuestros jóvenes que no puede esperar a la buena voluntad de las corporaciones.” (Es ist eine Frage des Schutzes der öffentlichen Gesundheit unserer Jugend, die nicht auf den guten Willen der Konzerne warten kann.) — Spanischer Verbraucherminister

Mentioned People

  • Pablo Bustinduy — Spanischer Verbraucherminister, der hinter dem Verbotsvorschlag steht.