Die spanischen Bahnbetreiber Renfe und Iryo haben am Dienstag den Betrieb auf der wichtigen Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Madrid und Andalusien wieder aufgenommen. Der Zugverkehr war fast einen Monat lang nach dem tragischen Unfall in der Ortschaft Adamuz, bei dem 46 Menschen starben, ausgesetzt. Obwohl die Infrastruktur vom Betreiber Adif repariert wurde, müssen Fahrgäste mit Geschwindigkeitsbeschränkungen, Verspätungen und weiteren Renovierungsarbeiten auf dem Abschnitt nach Málaga rechnen.
Wiederaufnahme des Bahnverkehrs
Die Betreiber Renfe und Iryo haben die Verbindungen auf der Strecke Madrid-Andalusien ab 17. Februar nach einer einmonatigen Unterbrechung aufgrund der Tragödie wiederhergestellt.
Enorme Tourismusverluste
Die Schließung der Bahnstrecke nach Málaga verursachte Verluste in Höhe von 109 Millionen Euro und einen Rückgang der Touristenzahlen um über 65.000.
Weitere Reisebeeinträchtigungen
Auf der Strecke nach Málaga gilt bis März ein Ersatzverkehr auf dem Abschnitt Antequera-Málaga aufgrund zusätzlicher Modernisierungsarbeiten.
Grund für die Streckensperrung
Die Unterbrechung des Verkehrs dauerte seit 18. Januar, als bei der Katastrophe bei Adamuz 46 Menschen nach der Kollision zweier Züge starben.
Am Dienstag, 17. Februar 2026, wurde der Verkehr auf der strategischen AVE-Linie zwischen Madrid und dem Süden Spaniens wieder aufgenommen. Diese Entscheidung fiel nach Abschluss intensiver Reparaturarbeiten in der Nähe von Adamuz in der Provinz Córdoba. Dort hatte sich am 18. Januar eine der tragischsten Zugkatastrophen in der Geschichte des Landes ereignet, bei der 46 Menschen durch die Kollision von Zügen der Betreiber Iryo und Alvia ums Leben kamen. In den letzten vier Wochen war die Hauptverbindung zwischen der Hauptstadt und Sevilla und Málaga vollständig lahmgelegt, was Reisende zu umständlichen Ersatzverbindungen zwang. Trotz der offiziellen Wiedereröffnung der Strecke wird die Rückkehr zur vollen Normalität noch einige Zeit dauern. Verkehrsminister Óscar Puente räumte ein, dass auf bestimmten Abschnitten vorübergehende Geschwindigkeitsbegrenzungen gelten, die Verspätungen bei fast 80% der Züge verursachen. Die Situation ist besonders schwierig für Fahrgäste nach Málaga – aufgrund laufender Modernisierungsarbeiten und der Folgen von Erdrutschen in Álora wird der Abschnitt zwischen Antequera und der Hauptstadt der Costa del Sol bis Anfang März mit Bussen bedient. Die lokalen andalusischen Behörden warnen, dass die einmonatige Unterbrechung des Verkehrs Verluste im Tourismussektor in Höhe von 109 Millionen Euro verursacht hat und die Region fast 66.000 Touristen weniger besuchten als geplant. Die Anfänge des spanischen Hochgeschwindigkeitsnetzes reichen bis ins Jahr 1992 zurück, als anlässlich der Expo in Sevilla die erste Strecke Madrid-Sevilla eröffnet wurde. Seitdem ist Spanien in Europa führend in der Länge der für Schnellzüge ausgelegten Gleise und hat sogar Frankreich überholt. Die Wiederaufnahme der Verbindungen erfolgte nach Zustimmung des mit der Untersuchung des Unglücks beauftragten Richters und positiven technischen Tests durch Adif. Betreiber wie Renfe, Iryo und Ouigo stellen die Fahrpläne schrittweise wieder her, bieten jedoch aufgrund von Überprüfungen der Bodenstabilität begrenzte Ticketkontingente an. Das Unglück in Adamuz hat die öffentliche Debatte über die Investitionsprioritäten der Regierung neu eröffnet, die nach Ansicht einiger Experten zu sehr auf Hochgeschwindigkeitsbahnen auf Kosten der Instandhaltung traditioneller Regionalverbindungen setzt. „Die Strecke Madrid-Andalusien wird wieder in Betrieb genommen, sobald wir die endgültige Sicherheitsbestätigung von den Technikern erhalten, was in den nächsten Stunden geschehen sollte.” — Óscar Puente Auswirkungen der Streckensperrung auf die Route nach Málaga: Finanzverlust (Mio. EUR): 109, Verlorene Touristen (Tausend): 65.8, Opfer der Katastrophe: 46 80% — der Züge kommen nach der Streckeneröffnung verspätet an Das Sicherheitssystem ERTMS, das auf europäischen Bahnstrecken eingesetzt wird, soll Kollisionen durch automatisches Bremsen der Züge bei Erkennung eines Hindernisses oder eines Fahrfehlers verhindern, doch seine älteren Versionen auf spanischen Strecken sind oft Gegenstand von Kritik.
Mentioned People
- Óscar Puente — Verkehrsminister und Minister für nachhaltige Mobilität Spaniens, verantwortlich für die Überwachung der Infrastrukturreparaturen nach dem Unfall.