Die spanische Staatsbahn Renfe und der private Betreiber Iryo haben am Dienstag den Hochgeschwindigkeitsverkehr zwischen Madrid und Andalusien wieder aufgenommen. Der Verkehr war genau vor einem Monat nach dem tragischen Zusammenstoß zweier Züge in der Ortschaft Adamuz bei Córdoba eingestellt worden. Die Katastrophe, bei der 46 Menschen ums Leben kamen, erforderte umfangreiche Reparaturen an der Infrastruktur. Trotz der Wiedereröffnung der Strecke müssen Reisende mit Verspätungen und Einschränkungen auf bestimmten Verbindungen rechnen.
Wiederaufnahme des Zugverkehrs
Die Betreiber Renfe und Iryo haben den Zugverkehr auf der Strecke Madrid-Andalusien nach einer einmonatigen Unterbrechung aufgrund der Katastrophe wieder aufgenommen.
Laufende Untersuchung
Die Untersuchungskommission für Eisenbahnunfälle analysiert den Zustand der Schienen und Schweißnähte und bereitet sich auf die Öffnung der Flugschreiber beider Züge vor.
Beeinträchtigungen für Reisende
Bis März müssen Reisende nach Málaga und Huelva auf einem Teil der Strecke auf einen Ersatz-Busverkehr zurückgreifen.
Reisende zwischen Madrid und dem Süden Spaniens haben wieder eine direkte Zugverbindung. Genau am 17. Februar 2026, einen Monat nach einer der tragischsten Zugkatastrophen in der Geschichte der Region, kehrten die Züge des AVE und des Betreibers Iryo auf die Schienen zurück. Die ersten Fahrten waren von großen Emotionen geprägt; Lokführer, die am Unfallort in Adamuz vorbeifuhren, zollten den Opfern mit Hupensignalen Tribut. Obwohl die Strecke befahrbar ist, gelten am Unfallort strenge Geschwindigkeitsbegrenzungen von 60 Kilometern pro Stunde, was in Verbindung mit technischen Problemen zu Verspätungen von bis zu 90 Minuten führte. Die Untersuchung der Ursachen der Tragödie vom 18. Januar dauert an und konzentriert sich auf den technischen Zustand der Schienen. Adif prüft die Hypothese eines gebrochenen Schienenstrangs oder fehlerhafter Schweißnähte, die zur Entgleisung des Iryo-Zuges in Richtung Madrid geführt haben könnten. Dieser Zug geriet auf das Nachbargleis und kollidierte frontal mit einem Alvia-Zug nach Huelva. Trotz der Wiederaufnahme des Verkehrs ist die vollständige Normalität in der gesamten Region noch nicht wiederhergestellt. Verbindungen nach Málaga und Huelva erfordern aufgrund laufender Modernisierungs- und Reparaturarbeiten, die mindestens bis Anfang März dauern werden, weiterhin Umstiege auf Busse. Das spanische Hochgeschwindigkeitsnetz ist nach China das zweitlängste der Welt, und seine Anfänge reichen bis ins Jahr 1992 zurück, als anlässlich der Expo die erste Strecke Madrid-Sevilla eröffnet wurde.Der erste Tag des wiederaufgenommenen Betriebs verlief nicht ohne Zwischenfälle. Ein Zug musste genau in der Nähe von Adamuz für 12 Minuten angehalten werden, weil ein Teil der Oberleitung gelockert war. Technische Dienste überprüften den Defekt umgehend und stuften ihn als kleinere Störung ein, die die Sicherheit der Reisenden nicht gefährdete. Für Andalusien war der einmonatige Zugausfall ein schwerer wirtschaftlicher Schlag, der insbesondere die Tourismus- und Hotelbranche traf, die auf einen reibungslosen Transport von Madrid aus angewiesen ist. „Die Reisenden gehen mit erstaunlicher Gelassenheit an die Fahrt heran, obwohl der Zug an der Unfallstelle drastisch verlangsamt und uns alle an den Preis dieser Tragödie erinnert.” — Juanjo CuéllarBilans katastrofy kolejowej w Adamuz: Todesopfer: 46, Verletzte: 120, Hospitalisierte (nach einem Monat): 730 dni — dauerhafte Sperrung der Hauptbahnstrecke, die Madrid mit dem Süden Spaniens verbindetKalendarium wydarzeń w Adamuz: 18. Januar — Zugkatastrophe; 16. Februar — Abschluss der Reparaturen; 17. Februar — Wiederaufnahme des Verkehrs; 18. Februar — Ein Monat nach der TragödieMedien konzentrieren sich auf die unzureichende Reaktion der Regierung und infrastrukturelle Probleme und betonen die Verluste für den Privatsektor. | Die Botschaft konzentriert sich auf die effiziente Reparatur der Strecke durch Adif und Renfe sowie auf die technischen Aspekte der von Experten geführten Untersuchung.
Mentioned People
- Juanjo Cuéllar — Journalist des Senders laSexta, der die erste Zugfahrt nach der Wiedereröffnung der Strecke berichtete.