Der Nationale Rundfunkrat (KRRiT) hat den Antrag des Senders TV Republika auf Ratenzahlung der Lizenzgebühr für das zweite Sendejahr abgelehnt. Der Sender muss den vollen Betrag sofort begleichen. Der Vorstandsvorsitzende Tomasz Sakiewicz kündigt an, dass er den Restbetrag zahlen werde, wenn der Rat darauf besteht, warnt jedoch, dass ein solcher Verlauf das Ende der gesamten digitalen Multiplex-Plattform MUX-8 bedeuten könnte. Die Entscheidung fiel mit den Stimmen zweier Ratsmitglieder gegen zwei. TV Republika begründete ihren Antrag mit der fehlenden Rechtskraft des Urteils über ihre Lizenz.
Ablehnung des Antrags auf Ratenzahlung
Die KRRiT hat auf ihrer Sitzung am 18. Februar einer Ratenzahlung der Lizenzgebühr für TV Republika nicht zugestimmt. Der Sender muss den gesamten Betrag für das zweite Sendejahr sofort zahlen.
Drohender Zusammenbruch von MUX-8
Vorstandsvorsitzender Sakiewicz warnt, dass die erzwungene Vollzahlung zur Auflösung des gesamten Multiplexes MUX-8 führen könnte, auf dem Republika und andere Kanäle senden.
Bedingte Zahlungsbereitschaft
Tomasz Sakiewicz erklärt, dass er, wenn die KRRiT den Sender offiziell zur Zahlung auffordert, „natürlich nachzahlen” werde, hält dies jedoch für eine falsche Entscheidung.
Argumentation mit fehlender Rechtskraft
Republika begründet ihren Antrag mit der fehlenden Rechtskraft des Urteils des WSA vom April 2025, das ihre Lizenz aufhob. Der Fall ist noch Gegenstand eines Gerichtsverfahrens.
Der Fall der Sendelizenz von TV Republika ist nach einer Entscheidung des Nationalen Rundfunkrates (KRRiT) vom 18. Februar in eine entscheidende Phase getreten. Der Rat lehnte auf seiner letzten Sitzung den Antrag des Senders auf Ratenzahlung der Lizenzgebühr für das zweite Betriebsjahr ab. Das bedeutet, dass der Sender den vollen Betrag sofort entrichten muss. Der Senderchef, Tomasz Sakiewicz, kommentierte diese Situation in Interviews für die Portale Wprost und Rozrywka Do Rzeczy vom 24. Februar. „"Jeśli KRRiT się uprze ws. koncesji, to my oczywiści dopłacimy resztę kwoty"” — Vorstandsvorsitzender von TV Republika. Seine Erklärung ist jedoch mit einer ernsten Warnung vor den Konsequenzen für den Medienmarkt verbunden. Sakiewicz weist darauf hin, dass die Erzwingung der vollen Zahlung die Existenz des gesamten digitalen Multiplexes MUX-8, auf dem Republika sendet, gefährden könnte. Das Lizenzsystem für terrestrisches Fernsehen in Polen wird durch das Rundfunk- und Fernsehgesetz geregelt. Die KRRiT ist eine unabhängige Regulierungsbehörde, die Lizenzen erteilt, Pflichten auferlegt und die Einhaltung der Gesetze durch die Sender kontrolliert. Lizenzgebühren sind eine wichtige Finanzierungsquelle für die öffentlich-rechtlichen Medien und die Tätigkeit des Rates. Streitigkeiten zwischen kommerziellen Sendern und der KRRiT über die Höhe oder die Zahlungsbedingungen der Lizenzgebühren sind nicht selten und enden oft vor Verwaltungsgerichten. TV Republika verteidigt ihre Position, indem sie auf die fehlende Rechtskraft des Urteils des Wojewodschaftsverwaltungsgerichts vom 9. April 2025 verweist, das ihr zuvor erteilte Lizenz aufgehoben hatte. Der Sender argumentiert, dass die rechtliche Situation aufgrund des laufenden Berufungsverfahrens nicht endgültig geklärt sei, was ihren Antrag auf Flexibilität bei der Zahlung rechtfertige. Der Antrag auf Ratenzahlung wurde Mitte Januar gestellt. Bei der Abstimmung in der KRRiT gab es ein Patt – zwei Ratsmitglieder unterstützten den Antrag des Senders, zwei waren dagegen. In solchen Fällen gilt der Antrag gemäß der Geschäftsordnung als abgelehnt. Nach Informationen des Portals HDTVPolska gefährdet die Ablehnung des Antrags unmittelbar den weiteren Betrieb des Senders im terrestrischen Digitalfernsehen, da „der Sender sich die Lizenz nicht leisten kann”. Sakiewicz betonte im Gespräch mit Wprost, dass sein Sender „einen fairen Ausweg” aus der Situation durch den Antrag auf Ratenzahlung vorgeschlagen habe. Seiner Ansicht nach dient die erzwungene Einmalzahlung weder dem Sender, noch den Zuschauern, noch der Marktstabilität. Die Warnung vor einem möglichen Ende von MUX-8 deutet auf ein breiteres wirtschaftliches Problem des Verbreitungsmodells im terrestrischen Digitalfernsehen hin, wo der Zusammenbruch eines bedeutenden Senders andere Akteure, die die Infrastruktur des Multiplexes teilen, mitreißen könnte. Der Fall macht die Spannungen auf dem polnischen Medienmarkt und die finanziellen Herausforderungen für kleinere, nischenorientierte Fernsehsender sichtbar. Die Entscheidung der KRRiT, obwohl rechtlich durch die geltenden Vorschriften gerechtfertigt, stellt nicht nur die Zukunft eines einzelnen Senders, sondern auch die Stabilität der technischen Sendepattform in Frage. Die nächsten Schritte, einschließlich einer möglichen Zahlungsaufforderung oder weiterer gerichtlicher Berufungen, werden für die Lösung dieses Konflikts entscheidend sein.
Mentioned People
- Tomasz Sakiewicz — Vorstandsvorsitzender von TV Republika