Die Orlen-Gruppe hat einen neuen, niedrigeren Tarif für Erdgas für Privatkunden eingeführt. Die Tarifänderung gilt ab Mittwoch, dem 25. Februar 2026, und betrifft Kunden des Unternehmens myORLEN, dem Nachfolger von PGNiG Obrót Detaliczny. Die Entscheidung fügt sich in den breiteren Trend fallender Rohstoffpreise auf dem Großhandelsmarkt ein, was die neuesten Daten der Regulierungsbehörde für Energie für das vierte Quartal 2025 bestätigen.
Senkung des Endkundentarifs
Orlen hat einen neuen, niedrigeren Gastarif für Haushalte ab dem 25. Februar 2026 eingeführt. Die Änderung betrifft Kunden des Unternehmens myORLEN.
Preisrückgang auf dem Großhandelsmarkt
Die durchschnittlichen Gaspreise an der Strombörse und in OTC-Transaktionen sanken im IV. Quartal 2025 um fast ein Viertel im Jahresvergleich.
Anstieg des Liefervolumens
Die durch das polnische Übertragungssystem transportierte Gasmenge stieg um 22 %, wobei der Import von LNG und Gas aus der EU besonders stark zunahm.
Entscheidung des Marktregulators
Die Präsidentin der Regulierungsbehörde für Energie genehmigte die Tarifänderung für myORLEN bereits am 10. Februar, was Teil des zyklischen Prozesses der Preisanpassung für Endverbraucher ist.
Die Orlen-Gruppe hat die Einführung eines neuen, gesenkten Tarifs für Erdgas für Privatkunden bekannt gegeben. Die Tarifänderung, die von der Präsidentin der Regulierungsbehörde für Energie am 10. Februar genehmigt wurde, gilt ab Mittwoch, dem 25. Februar 2026, und betrifft Haushalte, die Kunden des Unternehmens myORLEN sind. Der neue Tarif fügt sich in den breiteren Kontext des anhaltenden Abwärtstrends auf dem Großhandelsmarkt ein. Die neuesten Daten der Regulierungsbehörde für Energie, die am Donnerstag, dem 23. Februar, veröffentlicht wurden, zeigen, dass die durchschnittlichen Gaspreise an der Strombörse und in OTC-Transaktionen im vierten Quartal 2025 um fast ein Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesunken sind. Durchschnittliche Gaspreise in Polen (IV. Quartal im Jahresvergleich): IV. Quartal 2024: 0, IV. Quartal 2025: -25 Der europäische Gasmarkt erlebte nach der russischen Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 erhebliche Erschütterungen, die zu einem rasanten Preisanstieg und der Notwendigkeit einer Diversifizierung der Lieferquellen führten. Polen, das langfristig von russischen Lieferungen abhängig war, unternahm intensive Anstrengungen, um alternative Versorgungsquellen zu finden. Parallel zum Preisrückgang verzeichnete die Regulierungsbehörde für Energie einen deutlichen Anstieg des durch das nationale System transportierten Gasvolumens. Im vierten Quartal 2025 war die Menge des transportierten Rohstoffs um 22 Prozent höher als im Vorjahr. Besonders dynamisch stiegen die Lieferungen von LNG (Anstieg um 27,9 Prozent) und Gas aus Ländern der Europäischen Union (Anstieg um 42,2 Prozent). 42,2% — Anstieg der Gaslieferungen aus der Europäischen Union Der Prozess der Festlegung von Endkundentarifen ist komplex und berücksichtigt nicht nur die Kosten für den Rohstoffeinkauf auf dem Großhandelsmarkt, sondern auch die Kosten für dessen Verteilung, Lagerung, Netzgebühren und die Marge des Verkäufers. Die Entscheidung der Präsidentin der URE, den neuen Tarif für myORLEN zu genehmigen, ist Teil eines zyklischen Aktualisierungsprozesses, der darauf abzielt, diese sich ändernden Kosten im Endpreis für den Verbraucher widerzuspiegeln. Die seit einiger Zeit beobachteten Preisrückgänge auf dem Großhandelsmarkt schaffen Raum für solche Korrekturen, auch wenn sie sich mit einer gewissen Verzögerung und in gemittelter Form in den Rechnungen der Endverbraucher vollständig niederschlagen. Die Einführung eines niedrigeren Tarifs durch Orlen ist eine direkte Folge der beobachteten makroökonomischen Trends und eine positive Nachricht für Millionen polnischer Haushalte, die mit Gas heizen. Es ist jedoch zu bedenken, dass die endgültige Rechnung vom individuellen Verbrauch und von den Netzentgelten abhängt, die separat von den Gasnetzbetreibern genehmigt werden.