Der ehemalige Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, hat zugegeben, dass sein Verhältnis zu Lionel Messi sich deutlich abgekühlt hat. Der argentinische Fußballer grüßt ihn nicht mehr, wie Laporta im Zusammenhang mit der Ballon-d'Or-Gala 2023 offenbarte. Messi verließ den Klub 2021 in einer Atmosphäre des Bedauerns, obwohl er zuvor einer erheblichen Gehaltskürzung zugestimmt hatte.

Keine Versöhnung nach der Trennung

Laporta gestand im spanischen Radio, dass Messi ihn nicht grüße, was die anhaltenden Spannungen zwischen dem Ex-Spieler und dem Klub bestätigt.

Vorfall bei der Gala in Paris

Während der Zeremonie zur Verleihung des Ballon d’Or im Oktober 2023, bei der Messi die Auszeichnung entgegennahm, kam es zu keinem Kontakt zwischen ihnen.

Hintergrund der finanziellen Trennung

Messi verließ Barcelona 2021, obwohl er zuvor einer Halbierung seines Gehalts zugestimmt hatte, was der Klub als nicht ausreichend ansah.

Der ehemalige Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, bestätigte in einem Interview für den Sender „Catalunya Ràdio“, dass sein Verhältnis zu Lionel Messi „vermindert“ sei. Laporta, der derzeit um die Rückkehr an die Spitze des Vereins kämpft, enthüllte, dass der Argentinier ihn meidet. Ein konkretes Beispiel ist die Verleihungszeremonie des Ballon d’Or im Oktober 2023 in Paris. Bei dieser Veranstaltung, auf der Messi seinen achten Titel entgegennahm und Laporta der ausgezeichneten Aitana Bonmatí Gesellschaft leistete, kam es zu keiner Begrüßung – weder im Théâtre du Châtelet noch zuvor im Hotel.

Lionel Messi verbrachte fast seine gesamte Profikarriere beim FC Barcelona, nachdem er 2004 in der ersten Mannschaft debütiert hatte. In dieser Zeit gewann er unter mehreren Klubpräsidenten mit dem Team zahlreiche spanische Meisterschaften und Champions-League-Titel, wurde zur Ikone des Vereins und zu einem der bestbezahlten Sportler der Welt. Die Trennung erfolgte im Sommer 2021. Die Führung des FC Barcelona, die mit schweren finanziellen Problemen kämpfte, gab bekannt, dass sie den neuen Vertrag des Spielers nicht registrieren könne, selbst nicht mit seiner Zustimmung zu einer Gehaltskürzung um 50 Prozent. Messi wechselte damals mit einem Gefühl der Verbitterung zu Paris Saint-Germain. Laporta, der von 2003 bis 2010 erstmals das Präsidentenamt innehatte und 2021 auf diesen Posten zurückkehrte, war eine Schlüsselfigur in diesen Verhandlungen. Seitdem bleibt das Verhältnis zwischen ihnen angespannt, was Laporta mit den Worten zusammenfasste: „La relación con Messi no es la que era” („Das Verhältnis zu Messi ist nicht mehr das, was es einmal war“).

„La relación con Messi no es la que era” (Das Verhältnis zu Messi ist nicht mehr das, was es einmal war) — Joan Laporta Die aktuelle Situation ist im Kontext der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen beim FC Barcelona von Bedeutung, bei denen Laporta einer der Anwärter ist. Seine Haltung zum legendären Ex-Spieler könnte eines der Kampagnenthemen sein. Die Geschichte ihrer Beziehung, von enger Zusammenarbeit über schmerzhafte Trennung bis zur aktuellen Kühle, veranschaulicht die größeren finanziellen und emotionalen Herausforderungen, vor denen große Fußballklubs beim Verlust ihrer Stars stehen.

Mentioned People

  • Joan Laporta — Ehemaliger und aktueller Kandidat für das Präsidentenamt des FC Barcelona
  • Lionel Messi — Argentinischer Fußballspieler, ehemaliger Spieler des FC Barcelona
  • Aitana Bonmatí — Spanische Fußballspielerin, Ballon-d’Or-Gewinnerin 2023