Der ehemalige und potenzielle künftige Präsident des FC Barcelona, Joan Laporta, hat in Interviews mit spanischen Medien eingeräumt, dass Lionel Messi ihn meidet und ihre Beziehung angespannt ist. Ein Schlüsselbeispiel war die Balón-de-Oro-Gala 2023, bei der es trotz Anwesenheit beider zu keiner Begrüßung kam. Laporta, der um eine Rückkehr auf den Posten kämpft, kommentiert dies öffentlich im Kontext der anstehenden Klubwahlen.

Kein Kontakt während der Gala

Während der Ballon-d'Or-Gala im Oktober 2023 in Paris, wo Messi den Preis entgegennahm und Laporta Aitana Bonmatí begleitete, kam es zu keiner Begrüßung zwischen ihnen.

Spannungen seit der Trennung 2021

Die Beziehungen kühlten sich nach Messis Wechsel zu Paris Saint-Germain ab, was durch die finanziellen Probleme Barcelonas verursacht wurde, die eine Vertragsverlängerung unmöglich machten.

Kontext der Wahlen in Barcelona

Laporta, der ein Anwärter bei den anstehenden Präsidentschaftswahlen des Vereins ist, thematisiert die Beziehung zur Legende, was sein Image bei den Fans beeinflussen kann.

Joan Laporta, ehemaliger Präsident des FC Barcelona und Kandidat für dieses Amt bei den anstehenden Wahlen, bestätigte in einer Reihe von Interviews mit spanischen Medien, dass seine Beziehung zu Lionel Messi stark angespannt ist und der Superstar ihn aktiv meidet. Das aussagekräftigste Beispiel, das Laporta nannte, war die Zeremonie zur Verleihung des Ballon d'Or (Goldener Ball) im Oktober 2023 im Théâtre du Châtelet in Paris. Während dieser Gala nahm Lionel Messi seinen rekordverdächtigen achten Titel entgegen, während Joan Laporta der in der Frauenkategorie ausgezeichneten Spanierin Aitana Bonmatí Gesellschaft leistete. Obwohl sie sich am selben Ort und zur selben Zeit aufhielten, kam es zwischen beiden Herren zu keinem Kontakt – weder im Theater noch zuvor im Hotel, wo die Vorbereitungen stattfanden.

Lionel Messi schloss sich dem FC Barcelona als Teenager an und wurde zur Ikone des Vereins, mit dem er 10 spanische Meistertitel und 4 Champions-League-Titel gewann. Joan Laporta war erstmals von 2003 bis 2010 Präsident des Klubs, in der Zeit von Messis ersten Erfolgen. Er kehrte im März 2021 auf den Posten zurück, kurz vor der Krise, die zum Abgang des Spielers führte. Die Trennung Messis vom FC Barcelona im Sommer 2021 war einer der spektakulärsten Transfers der letzten Jahre und hinterließ Spuren in der Beziehung. Der offizielle Grund war die dramatische finanzielle Situation des Klubs, die die Registrierung eines neuen Vertrags mit dem Spieler unmöglich machte, selbst nach seiner Zustimmung zu erheblichen Gehaltskürzungen. Die Vereinsführung, angeführt von Laporta, gab bekannt, den Star nicht länger halten zu können. Messi wechselte daraufhin zu Paris Saint-Germain und später zu Inter Miami. Seitdem, wie Laporta zugibt, sind ihre Beziehungen „verkürzt”. Im Gespräch mit „La Razón” sagte der ehemalige Präsident unverblümt: „No me saluda” („Er grüßt mich nicht”).

„No me saluda” (Er grüßt mich nicht) — Joan Laporta Die Äußerungen Laportas kommen in einem entscheidenden Moment vor den Präsidentschaftswahlen beim FC Barcelona. Als einer der Hauptanwärter auf den Sessel des Präsidenten muss Laporta um die Stimmen der Vereinsmitglieder werben, für die Messi eine Legende bleibt. Das Thema der kühlen Beziehungen zum Idol anzusprechen, kann sowohl riskant als auch strategisch sein – einerseits unterstreicht es die harte, finanzielle Realpolitik seiner vorherigen Amtszeit, andererseits erinnert es an die schmerzhafte Trennung, für die ein Teil der Fans gerade die Vereinsführung verantwortlich macht. Diese persönliche Geschichte spiegelt die größeren Spannungen im modernen Fußball wider, zwischen Sentimentalität und brutaler Ökonomie sowie zwischen Loyalität zum Verein und den Beziehungen zu den Stars, die ihn mitgeprägt haben.

Mentioned People

  • Joan Laporta — Ehemaliger und potenzieller künftiger Präsident des FC Barcelona
  • Lionel Messi — Argentinischer Fußballer, Legende des FC Barcelona, derzeit bei Inter Miami
  • Aitana Bonmatí — Spanische Fußballerin, Gewinnerin des Ballon d'Or der Frauen 2023