Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni erklärte in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg, dass der Rettungs- und Restrukturierungsprozess der ältesten Bank der Welt, Monte Paschi di Siena (MPS), abgeschlossen sei. Die Regierung in Rom beabsichtigt, sich vollständig aus dem Aktienbesitz des Instituts zurückzuziehen, was zu einer nervösen Reaktion an der Börse führte. Gleichzeitig kritisierte die Chefin der italienischen Regierung die Zollpolitik von Donald Trump und sprach sich für die Schaffung einer Freihandelszone zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten aus.

Privatisierung von Monte Paschi

Premierministerin Meloni erklärte das Ende der Staatsmission in der MPS und kündigte den vollständigen Ausstieg aus dem Aktienbesitz der ältesten Bank der Welt an.

Börsenschock in Mailand

Die Aktien von MPS und Mediobanca fielen nach dem für den Markt enttäuschenden neuen strategischen Plan und dem Fehlen einer Ankündigung einer schnellen Fusion.

Widerstand gegen US-Zölle

Italien schlägt eine Freihandelszone zwischen der EU und den USA als Gegenmittel zur protektionistischen Handelspolitik Donald Trumps vor.

Ethisches KI-Management

Die italienische Regierung plant die Umsetzung einer Strategie zur Aufsicht über künstliche Intelligenz, um negative Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt zu verhindern.

Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni machte in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur Bloomberg eine wegweisende Erklärung und verkündete, dass die öffentliche Mission der Regierung in der Bank Monte Paschi di Siena beendet sei. Die Premierministerin betonte, dass das Institut nun ein solides und vollständig gesundes Unternehmen sei, was es dem Staat ermögliche, endgültig aus dessen Strukturen auszusteigen. Diese Ankündigung fiel zeitlich mit der Veröffentlichung des neuen strategischen Plans der Bank zusammen, der die Erzielung eines Gewinns von 3,7 Mrd. Euro bis 2030 und die Ausschüttung von 16 Mrd. Euro an die Aktionäre vorsieht. Diese Informationen lösten jedoch einen heftigen Ausverkauf der Aktien an der Mailänder Börse aus. Investoren nahmen das Fehlen konkreter Fusionsvorschläge enttäuscht auf, insbesondere im Zusammenhang mit Spekulationen über eine Integration mit der Bank Mediobanca, deren Wertpapiere ebenfalls Verluste verzeichneten. Der italienische Staat übernahm 2017 die Kontrolle über die MPS und gab über 5 Milliarden Euro für die Rettung der Bank vor dem Zusammenbruch aus, was eine der größten staatlichen Interventionen im Finanzsektor Europas nach der Schuldenkrise war. Im geopolitischen Bereich bezog sich Meloni auf die Handelskonflikte zwischen Washington und Brüssel. Sie bezeichnete die von der Regierung Donald Trumps angekündigten Zölle als Fehler, die der globalen Wirtschaft schaden könnten. Sie schlug als alternative Lösung die Einrichtung einer transatlantischen Freihandelszone vor, um Spannungen abzubauen und die Zusammenarbeit zwischen den westlichen Mächten zu stärken. Gleichzeitig griff die Premierministerin die EU-Klimapolitik an und bezeichnete einige Vorschriften als „ökologischen Staatsstreich” (eco-golpe), der ihrer Ansicht nach die Wettbewerbsfähigkeit europäischer Unternehmen beeinträchtige. Die Opposition in Italien kritisierte die Kommunikationsweise der Premierministerin und warf ihr Irrationalität vor, da sie während der Börsensitzung wichtige Erklärungen veröffentlicht habe, was das Chaos auf dem Kapitalmarkt verstärkte. „Il ruolo del governo in Mps è finito, nessuna influenza sulla governance.” — Giorgia Meloni Während einer Veranstaltung zum Thema Künstliche Intelligenz in Rom rief Meloni dazu auf, einen „italienischen Weg” bei der Entwicklung moderner Technologien zu entwickeln. Sie warnte davor, dass mangelnde Aufsicht über KI die Marginalisierung von Arbeitnehmern und eine Zunahme von „beruflich unbrauchbaren” Personen zur Folge haben könnte. Sie betonte die Notwendigkeit einer europäischen Strategie, die Technologie zu einem Beschleuniger der Arbeit und nicht zu ihrem Ersatz machen würde. Auch Vertreter von Confindustria und des Arbeitsministeriums äußerten sich in der Diskussion und wiesen auf die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Umsetzung von Innovationen hin, um das Beschäftigungsniveau in Europa zu halten.

Perspektywy mediów: Liberale Medien legen den Schwerpunkt auf die heftige Börsenreaktion und die Kritik der Opposition am unglücklichen Zeitpunkt der Äußerungen der Premierministerin. Konservative Medien betonen den Erfolg der Regierung bei der Sanierung der Bank und die starke Haltung Melonis zur Verteidigung der italienischen Wirtschaft vor EU-Vorschriften.

Mentioned People

  • Giorgia Meloni — Premierministerin Italiens, Vorsitzende der Partei Fratelli d'Italia, die wichtige wirtschaftliche und geopolitische Entscheidungen verkündet.
  • Donald Trump — Präsident der USA, dessen Zollpolitik auf Kritik der italienischen Premierministerin stieß.
  • Marina Calderone — Italienische Arbeitsministerin, die sich zum Einfluss von KI auf den Arbeitsmarkt äußerte.