Im Hochsicherheitsgefängnis Canaleta in der Provinz Ciego de Ávila auf Kuba kam es zu einem gewaltsamen Aufstand von Insassen. Berichten von Nichtregierungsorganisationen und unabhängigen Medien zufolge kamen bei Auseinandersetzungen mit den Sicherheitskräften mindestens sieben Gefangene ums Leben. Der Protest, ausgelöst durch katastrophale Lebensbedingungen und Gewalt der Wärter, entwickelte sich zu einer politischen Manifestation gegen das kommunistische Regime in Havanna.
Todesopfer in Canaleta
Bei der Niederschlagung des Aufstands kamen mindestens sieben Gefangene ums Leben, und viele wurden nach dem Einsatz von Waffen und Gas durch die Polizei verletzt.
Ursachen des Aufstands
Der Protest brach aufgrund von Nahrungsmangel, körperlicher Gewalt durch Wärter und katastrophalen sanitären Standards in der Einrichtung aus.
Politische Forderungen
Die Inhaftierten skandierten Parolen, die ein Ende des Regimes und die Wiederherstellung politischer Freiheiten in Kuba forderten.
Am Donnerstag, 19. Februar 2026, brach im Gefängnis Canaleta im Zentrum Kubas ein blutiger Aufstand aus, der die wachsenden sozialen Spannungen auf der Insel offenlegte. Unmittelbarer Auslöser für den Ausbruch soll der Tod eines jungen Gefangenen gewesen sein, der nach einer schweren Misshandlung durch Wärter wegen Beschwerden über Nahrungsmangel tot aufgefunden wurde. An dem Protest nahmen sowohl politische als auch kriminelle Gefangene teil und forderten eine Verbesserung der Lebensbedingungen sowie politische Freiheiten. Die Situation geriet schnell außer Kontrolle, was die Behörden zwang, erhebliche Polizeiverstärkungen zu entsenden. Laut Informationen der Organisation Prisoners Defenders und des Portals Diario de Cuba war das Eingreifen der Sicherheitskräfte äußerst brutal. Zeugen berichten vom Einsatz von Pfefferspray, Gummigeschossen und scharfer Munition. Die Zahl der Todesopfer wird auf 6 bis 7 Personen geschätzt, die Zahl der Verletzten bleibt aufgrund einer strengen Informationssperre der Regierung unbekannt. Nichtregierungsorganisationen warnen, dass die Niederschlagung des Aufstands unter eklatanter Verletzung internationaler Standards erfolgte. Dieser Vorfall ist einer der schwersten dieser Art in den letzten Jahren und stellt die Stabilität des kubanischen Strafvollzugssystems in Frage. Das Gefängnissystem Kubas wird seit Jahrzehnten von internationalen Organisationen für mangelnde Transparenz und die Inhaftierung Hunderter politischer Gefangener nach den regierungsfeindlichen Protesten von 2021 kritisiert. Beobachter betonen, dass die Ereignisse in Ciego de Ávila in den weiteren Kontext des wirtschaftlichen Zusammenbruchs des Landes fallen, der durch chronische Engpässe bei Lebensmitteln und Medikamenten gekennzeichnet ist. Das Regime in Havanna versucht, Berichte über den Aufstand herunterzuspielen, aus Angst, dass sie ähnliche Ausbrüche in anderen Landesteilen inspirieren könnten. Die Lage im Gefängnis Canaleta bleibt angespannt, und die Familien der Inhaftierten versuchen vergeblich, Informationen über das Schicksal ihrer Angehörigen zu erhalten.
Mentioned People
- José Daniel Ferrer — Ehemaliger politischer Gefangener und Oppositioneller, der Informationen über den Aufstand übermittelte.