Italien kämpft mit einem heftigen Ausbruch des Zyklons Pedro, der heftige Schneefälle in den Alpen und orkanartige Winde im Zentrum und Süden des Landes gebracht hat. In Rom wurde eine orangefarbene Wetterwarnung ausgerufen, wodurch Parks und Friedhöfe aufgrund der Gefahr umstürzender Bäume geschlossen wurden. Obwohl die Lage in den Bergregionen schwierig bleibt, kündigen Meteorologen einen baldigen Wetterumschwung und das Eintreffen von Hochdruck und fast frühlingshaftem Wetter bereits am kommenden Wochenende an.

Lähmung im Aostatal

Eine mächtige Lawine schnitt 250 Personen im Rhêmes-Tal von der Außenwelt ab; eine massive Evakuierung per Hubschrauber war bei der vierten Gefahrenstufe notwendig.

Orangefarbene Warnung in Rom

Der Bürgermeister der Hauptstadt ordnete die Schließung von Parks und Friedhöfen aufgrund der von Sturm Pedro mitgebrachten Orkanböen an, die Baumsturzgefahr mit sich bringen.

Plötzliche Erwärmung am Wochenende

Nach Durchzug der Front wird in Italien das Azorenhoch herrschen, das die Temperaturen auf 19 Grad ansteigen lässt und einen verfrühten Frühling ankündigt.

Nord- und Mittelitalien gerieten unter den Einfluss eines tiefen Tiefdruckgebiets namens Pedro, das eine plötzliche Verschlechterung der Wetterbedingungen mit sich brachte. Besonders schwierig ist die Lage in der Region Aostatal, wo die vierte, hohe Stufe Lawinengefahr ausgerufen wurde. Im Tal von Rhêmes blockierte eine mächtige Lawine die Regionalstraße Nr. 24, was die Rettungskräfte zwang, über 250 Touristen mit Hubschraubern zu evakuieren. Die Rettungsaktion war erfolgreich, und die Straße wurde am Donnerstagmorgen nach nächtlichen, schwachen Niederschlägen, die die Stabilität der Schneedecke nicht verschlechterten, bedingt geöffnet. Das Aostatal, eine autonome Region in den Westalpen, besitzt einige der höchstgelegenen Skipisten Europas, was es in Übergangszeiten besonders anfällig für plötzliche kryosphärische Phänomene macht.In der Hauptstadt des Landes, Rom, unterzeichnete Bürgermeister Roberto Gualtieri eine Verordnung zur Schließung öffentlicher Einrichtungen aufgrund einer orangefarbenen Windwarnung. Es werden sturmstarke Böen erwartet, die zu massivem Baumsturz und Infrastrukturschäden führen können. Ähnliche Warnungen wurden für Kampanien und die Toskana ausgegeben, wo zusätzlich die Gefahr plötzlicher meereskundlicher Wasserstandsanstiege und starker Sturmfluten an exponierten Küsten besteht. Meteorologen betonen jedoch, dass dies der letzte derart heftige Winterausbruch sei. Ab Freitag wird sich ein Azorenhoch über die Apenninhalbinsel schieben, das eine Wetterstabilisierung und einen Temperaturanstieg auf bis zu 19 Grad Celsius bringen wird. „Dies ist die letzte Störung vor einem entschiedenen Kurswechsel, der die Tür zu einer viel nachhaltigeren Phase atmosphärischer Stabilität öffnen wird.” — Federico BresciaTrotz der bevorstehenden Erwärmung appellieren die Behörden an besondere Vorsicht in den Hochgebirgsregionen, wo enorme Mengen frischen Schnees liegen. In der Region Friaul-Julisch Venetien bleibt eine gelbe Warnung für das sogenannte acqua alta bestehen, was zu lokalen Überschwemmungen in Küstengebieten führen kann. Das Wochenende soll jedoch im Zeichen von Sonne und deutlicher Erwärmung stehen, was Meteorologen als verfrühten Frühlingshauch nach einem außergewöhnlich regnerischen Januar bezeichnen. Hochdruckgebiete, also Zentren hohen Luftdrucks, blockieren im Mittelmeerraum oft den Zustrom feuchter Luftmassen vom Atlantik, was zu langen Perioden ohne Niederschlag und mit Sonnenschein führt.250 — Touristen wurden aus dem abgeschnittenen Rhêmes-Tal evakuiertWetterwarnstufen in ausgewählten Regionen: Rom: 2, Aostatal: 4, Toskana: 1, Friaul-Julisch Venetien: 1Ablauf des Wintereinbruchs und der Rettungsaktion: 17. Februar — Lawinenabgang; 18. Februar — Evakuierung und Warnungen; 19. Februar, 07:30 — Straßenöffnung; 21. Februar — Eintreffen des Hochs

Mentioned People

  • Roberto Gualtieri — Bürgermeister von Rom, der eine Verordnung zu Sicherheitsmaßnahmen im Zusammenhang mit Orkanböen unterzeichnete.
  • Lorenzo Tedici — Meteorologe des Dienstes iLMeteo.it, der die extremen Regenfälle kommentierte.