Die spanische Staatsanwaltschaft hat 22 Jahre Freiheitsentzug für einen italienischen Staatsbürger gefordert, der beschuldigt wird, seine Partnerin Sibora Gagani ermordet und ihre Leiche in der Wand einer Wohnung in Torremolinos eingemauert zu haben. Der Fall von außergewöhnlicher Grausamkeit kam Jahre später ans Licht, als der Beschuldigte im Zusammenhang mit dem Verdacht eines zweiten Mordes – dem Tod einer weiteren Partnerin in Verona – festgenommen wurde. Die Staatsanwaltschaft legte die Anklageschrift am 5. März 2026 vor und beschuldigt den Mann des Mordes mit Grausamkeit, der Leichenschändung und der Urkundenfälschung.
Forderung von 22 Jahren Haft
Die Staatsanwaltschaft in Málaga hat 22 Jahre Freiheitsentzug für einen italienischen Staatsbürger wegen Mordes mit Grausamkeit und Leichenschändung an seiner Partnerin Sibora Gagani gefordert. Das Urteil soll nach dem Prozess verkündet werden.
Eingemauerte Leiche in der Wand
Die Leiche der 29-jährigen Sibora Gagani wurde eingemauert in der Wand einer Wohnung in Torremolinos an der Costa del Sol gefunden. Das Opfer stammte wie der Beschuldigte aus Italien.
Zweiter Mord in Verona
Der Täter wurde im Zusammenhang mit dem Verdacht auf einen zweiten Mord – dem Tod einer weiteren Partnerin, Paula, in Verona, Italien – festgenommen. Diese Tatsache trug zur Aufdeckung des früheren Verbrechens in Spanien bei.
Anklageschrift vom März 2026
Die Staatsanwaltschaft legte die Anklageschrift am 5. März 2026 vor. Die Anklage umfasst auch den Vorwurf der Urkundenfälschung, da der Täter angeblich nach ihrem Tod die Dokumente des Opfers benutzt hat.
Die spanische Staatsanwaltschaft in Málaga hat am 5. März 2026 formell 22 Jahre Freiheitsentzug für einen italienischen Staatsbürger gefordert, der des grausamen Mordes an seiner Partnerin Sibora Gagani und der Einmauerung ihrer Leiche in der Wand einer Wohnung in Torremolinos beschuldigt wird. Die von der Ministerio Fiscal vorgelegte Anklageschrift umfasst die Vorwürfe des Mordes mit Grausamkeit, der Leichenschändung und der Urkundenfälschung. Das Opfer, die 29-jährige Sibora Gagani, ebenfalls aus Italien stammend, war im Jahr 2021 verschwunden. Ihre Leiche wurde erst Jahre später entdeckt, eingemauert in einem Raum der Wohnung, die das Paar an der bei Touristen beliebten Costa del Sol gemietet hatte. Der Fall kam in einem größeren Zusammenhang ans Licht, als die italienischen Behörden Ermittlungen zum Tod einer weiteren Frau – Paula – in Verona aufnahmen. Der Italiener, damals Verdächtiger in diesem zweiten Mordfall, wurde festgenommen. Im Laufe der Ermittlungen wurden Verbindungen zum früheren Verschwinden Gaganis in Spanien festgestellt, was die spanische Polizei und Staatsanwaltschaft dazu veranlasste, den Fall erneut zu untersuchen und die eingemauerte Leiche zu entdecken. Die Staatsanwaltschaft beschuldigt den Mann nicht nur des Mordes selbst, sondern auch besonderer Grausamkeit und der Entweihung der Leiche durch deren Versteck in der Gebäudekonstruktion. Ein zusätzlicher Vorwurf ist die Urkundenfälschung, da der Täter nach ihrem Tod angeblich die persönlichen Dokumente der ermordeten Frau benutzt haben soll, um den Anschein ihrer Existenz aufrechtzuerhalten. Das spanische Strafrecht, geregelt durch das Strafgesetzbuch von 1995, sieht für Mord (homicidio) eine Freiheitsstrafe von 10 bis 15 Jahren vor. Im Falle eines sogenannten qualifizierten Mordes (asesinato), zu dem Handeln mit Grausamkeit, Heimtücke oder aus Habgier zählt, erhöht sich jedoch die Obergrenze der Strafe. Das Gericht kann dann eine Strafe von bis zu 25 Jahren Freiheitsentzug verhängen, und in besonders drastischen Fällen sogar lebenslange Haft, was in Spanien maximal 40 Jahre Gefängnis bedeutet. Der Prozess in dieser Sache soll vor dem Gericht in Málaga stattfinden. Das Begehren der Staatsanwaltschaft in Höhe von 22 Jahren Haft stellt einen strengen Antrag dar, der die Einschätzung des besonderen Gewichts und der Drastik der vorgeworfenen Taten widerspiegelt. Der Fall hat in spanischen und italienischen Medien große Betroffenheit ausgelöst, aufgrund der makabren Art der Leichenversteckung und der Tatsache, dass der Täter seinen kriminellen Weg fortgesetzt haben soll, indem er einen weiteren tödlichen Angriff auf eine andere Partnerin in Italien verübte. Das endgültige Urteil liegt in der Verantwortung des Gerichts, das die vorgelegten Beweise prüfen wird, einschließlich Zeugenaussagen, Gutachten und des von der spanischen Guardia Civil und der italienischen Polizei gesammelten Beweismaterials.
Mentioned People
- Sibora Gagani — 29-jähriges Mordopfer, dessen Leiche in der Wand einer Wohnung in Torremolinos eingemauert wurde.
- Paula — Zweites Opfer, eine weitere Partnerin des Beschuldigten, in Verona, Italien, ermordet.