Schweizer Medien haben bisher unbekannte Videoaufnahmen veröffentlicht, die den Beginn des tragischen Brandes in der Bar Le Constellation in Crans-Montana dokumentieren. Das Filmmaterial zeigt eindeutig, dass die Katastrophe durch eine pyrotechnische Kerze auf einer Alkoholflasche verursacht wurde. Funken des Feuerwerks entzündeten im Nu die brennbare Schaumstoffdecke der Lokalität, was zum Tod mehrerer Dutzend Personen während der Silvesterfeier führte.
Veröffentlichung des Videomaterials
Aufnahmen von Überwachungskameras und Handys zeigen den Moment der Deckenentzündung durch eine pyrotechnische Rakete.
Bestätigung der Ursache der Tragödie
Unmittelbarer Grund für den Brand war der Kontakt von Funken mit brennbarem Akustikschaum.
Bilanz der Opfer und Verletzten
Bei der Katastrophe kamen 43 Menschen ums Leben, 116 wurden verletzt, hauptsächlich junge Touristen.
Von Ermittlern veröffentlichte Aufnahmen werfen neues Licht auf den Verlauf der Katastrophe in der Bar Le Constellation. Auf dem Video ist Personal zu sehen, das Alkoholflaschen mit brennenden pyrotechnischen Kerzen während einer traditionellen Vorführung für Gäste trägt. Im kritischen Moment der Prozession berühren Funken einer der Raketen die mit Polyurethanschaum ausgekleidete Akustikdecke. Das Feuer breitet sich mit erschreckender Geschwindigkeit aus und geht von einem kleinen Brandherd in nur wenigen Sekunden zur vollständigen Erfassung der Decke über. Die Aufnahme bestätigt, dass Gäste und Personal extrem wenig Zeit hatten, aus dem unterirdischen Saal zu fliehen. Die Installation brennbarer Akustikmaterialien war die Ursache vieler tragischer Nachtclubbrande in der Geschichte, etwa in Santa Maria in Brasilien 2013 oder in Bukarest 2015. In den meisten dieser Fälle löste gerade Innenpyrotechnik den Brand von Materialien ohne entsprechende Brandschutzzertifikate aus.Infolge der Tragödie verloren 43 Menschen ihr Leben, über hundert erlitten Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft im Kanton Wallis konzentriert sich derzeit darauf, festzustellen, warum in der Lokalität so gefährliche Baumaterialien verwendet wurden und ob die pyrotechnische Vorführung gemäß den Vorschriften stattfand. „Il video inedito dell'inizio della strage: la fiamma dalla bottiglia alla schiuma sul tetto. E parte l'incendio.” (Das unveröffentlichte Video vom Beginn des Massakers: Die Flamme von der Flasche zum Schaum auf dem Dach. Und das Feuer bricht aus.) — Il Messaggero Die Gemeinschaft von Crans-Montana kämpft mit dem Trauma nach dem Unfall, der den Ruf eines der prestigeträchtigsten Skigebiete Europas zerstört hat. Deutsche Welle beschreibt den schwierigen Prozess der Rückkehr zur Normalität und die langwierige Genesung der Verletzten, die oft komplexe plastische Operationen und psychologische Hilfe benötigen. 43 ofiary — forderte der Silvesterbrand in der Schweiz Aktuell laufen Vernehmungen von Barbesitzern und Hoteliers in der Region, und Aufsichtsbehörden prüfen die Brandschutzsysteme in anderen Einrichtungen. Lokale Behörden haben verschärfte Strafen für die Verwendung offenen Feuers in geschlossenen öffentlichen Räumen angekündigt. Die Untersuchung soll auch klären, ob die Fluchtwege im Moment des Ausbruchs der Panik unter Hunderten feiernder Personen frei und angemessen gekennzeichnet waren.