Bewohner von Mehrfamilienhäusern erwägen zunehmend die Installation kleiner Photovoltaik-Paneele auf ihren Balkonen, was zu Einsparungen bei den Energiekosten führen kann. Die Installation erfordert jedoch die Zustimmung der Wohnungsgemeinschaft oder der Wohnungsbaugenossenschaft sowie eine Meldung an den Netzbetreiber. Seit Anfang 2020 ist die insgesamt installierte Photovoltaik-Leistung in Polen um das 15-fache gestiegen.

Wachstum der Photovoltaik-Leistung

Seit 2020 ist die gesamte Photovoltaik-Leistung in Polen etwa fünfzehnfach gestiegen und erreicht etwa 25 Gigawatt. Die Hälfte dieser Leistung entfällt auf Prosumer-Installationen.

Verfahren zur Montage von Paneelen

Die Installation von Paneelen auf dem Balkon erfordert die Zustimmung der Wohnungsgemeinschaft oder Wohnungsbaugenossenschaft. Anschließend muss die Mikroinstallation dem Netzbetreiber gemeldet werden, der 30 Tage Zeit für den Austausch des Zählers hat.

Finanzielle Vorteile und Rückgang der Dynamik

Balkoninstallationen, obwohl weniger leistungsfähig als Dachinstallationen, können Einsparungen generieren. Die Dynamik des Anschlusses neuer Prosumer ist nach 2024 aufgrund weniger vorteilhafter Abrechnungsregeln gesunken.

Bewohner von Mehrfamilienhäusern in Polen schauen zunehmend mutiger auf die Möglichkeit, Photovoltaik-Paneele auf ihren Balkonen zu installieren. Diese kleinere Alternative zu hauseigenen Solaranlagen zielt darauf ab, die Stromrechnungen zu senken. Wie Analysen betonen, kann eine solche Installation, obwohl ihre Leistung deutlich geringer ist als die für Hausbesitzer verfügbare, im Laufe eines Jahres messbare Einsparungen bringen. Das Verfahren ist jedoch etwas komplizierter als bei Einfamilienhäusern. Vor allem muss für die Montage von Paneelen auf einem Gemeinschaftsteil wie dem Balkon die Zustimmung der Gebäudeverwaltung – der Wohnungsgemeinschaft oder Genossenschaft – eingeholt werden. Ein weiterer obligatorischer Schritt ist die Meldung der sogenannten Mikroinstallation an den lokalen Netzbetreiber. Der Betreiber hat dann 30 Tage Zeit, den Stromzähler gegen einen bidirektionalen Zähler auszutauschen, der die Abrechnung der Stromproduktion ermöglicht. Die Photovoltaik in Polen begann sich zu Beginn der 2010er Jahre massenhaft zu entwickeln, anfangs gefördert durch Subventionsprogramme. Der Durchbruch kam 2019 mit der Einführung eines vereinfachten Abrechnungssystems für Prosumer, des sogenannten Net-Metering, das die Speicherung von überschüssig erzeugter Energie im Netz ermöglichte. Der Investitionsboom führte dazu, dass Polen zu einem der am schnellsten wachsenden Photovoltaikmärkte in Europa wurde. Die insgesamt installierte Photovoltaik-Leistung in Polen ist seit Anfang 2020 um das Fünfzehnfache gestiegen. Schätzungen der Instrat-Stiftung zufolge hat sie ein Niveau von etwa 25 Gigawatt erreicht. Die Hälfte dieser Leistung stammt aus Prosumer-Installationen, also von Privathaushalten und kleinen Unternehmen. 2020: 1.7, 2021: 4.0, 2022: 12.0, 2023: 19.0, 2024: 22.0, 2025: 25.0 Dennoch hat sich nach der Änderung des Abrechnungssystems für neue Installationen im Jahr 2024 die Dynamik des Zuwachses neuer Prosumer deutlich verlangsamt. Weniger vorteilhafte finanzielle Regelungen haben einen Teil der potenziellen Investoren abgeschreckt. Balkoninstallationen, umgangssprachlich manchmal als „Photobalkonchen“ bezeichnet, werden als Möglichkeit gesehen, sich teilweise vor steigenden Energiepreisen zu schützen, insbesondere in Städten, wo der Zugang zum Dach begrenzt ist. Ihre Rentabilität hängt von vielen Faktoren ab: der Ausrichtung des Balkons zur Sonne, der Leistung der Paneele und dem individuellen Energieverbrauch. Experten weisen jedoch darauf hin, dass sich bei den derzeitigen Strompreisen die Amortisation einer solchen Investition, die auf mehrere Jahre geschätzt wird, realistisch ist.

[{"aspekt": "Abrechnungssystem vor 2024", "vor": "Net-Metering (Gutschrift 1:0.8 oder 1:0.7)", "nach": "Neues System (Verkauf von Überschüssen zu Marktpreisen)"}, {"aspekt": "Dynamik des Leistungszuwachses", "vor": "Sehr hoch", "nach": "Deutlich niedriger"}] Im Kontext des gesamten Marktes ist die Entwicklung von Mikroinstallationen, einschließlich Balkonanlagen, ein Schlüsselelement der Energiewende, das den Bürgeranteil an der Erzeugung grüner Energie erhöht und die Systemsicherheit durch Dezentralisierung verbessert.