Das spanische Innenministerium hat die vollständigen Sicherheitsdaten für das Jahr 2025 veröffentlicht. Das Dokument zeichnet ein uneinheitliches Bild der Lage im Land. Während Katalonien einen Rückgang der Gesamtkriminalität von fast drei Prozent verzeichnete, bereitet auf nationaler Ebene ein Anstieg der Mordfälle um fast acht Prozent sowie eine zunehmende Brutalität von Sexualstraftaten Besorgnis. Besonders schwierig ist die Situation in L'Hospitalet de Llobregat, wo ein polizeilicher Sanierungsplan verkündet wurde.
Anstieg der schwersten Verbrechen
In Spanien stieg die Zahl der Morde um 7,7% und der Mordversuche um 5%, was bei Polizeigewerkschaften auf Widerstand stößt.
Katalonien verzeichnet Rückgang
Die Region beendete das Jahr mit einem Rückgang der Kriminalität um 2,9%, wozu eine Reduzierung der Diebstähle um 4,2% beitrug.
Krise in L'Hospitalet
In der zweitgrößten Metropole Kataloniens stieg die Kriminalität um 10,1%, was die Einführung eines Rettungsplans erzwang.
Sexuelle Gewalt
Trotz einer langsameren Wachstumsdynamik wurden landesweit 21.659 Anzeigen von Straftaten gegen die sexuelle Freiheit registriert.
Die jüngste Bilanz des Innenministeriums für das Jahr 2025 deutet auf eine komplexe Dynamik der Kriminalität in Spanien hin. Landesweit wurde ein besorgniserregender Anstieg von Morden um 7,7% und von Sexualstraftaten, einschließlich Vergewaltigungen mit Penetration um 2,8%, verzeichnet. Die Polizeigewerkschaft JUPOL warnt, dass chronische Jugendkriminalität und das Phänomen sogenannter Narcopisos „Lokale für Drogenhandel und -konsum” in Madrid zu einem Problem werden. Zudem entwickelt sich Sextorsión, also sexuelle Erpressung im Internet. Die Situation in Katalonien stellt sich im Landesvergleich anders dar – die Region verzeichnete einen Rückgang der Gesamtkriminalität um 2,9% und erreichte eine Gesamtzahl von 495.724 Vorfällen. Das häufigste Delikt bleiben Diebstähle, deren Zahl um 4,2% sank. Doch nicht überall herrscht Optimismus. Die Stadt L'Hospitalet de Llobregat kämpft mit einem 10,1-prozentigen Anstieg der Kriminalität, was die Innenstadträtin Núria Parlon zur Verkündung eines speziellen Rettungsplans zwang. Parallel dazu führen die Mossos d'Esquadra Ermittlungen zu einer brutalen Vergewaltigung in den barcelonischen Gärten von Montjuïc, die am helllichten Tag stattfand. Spanien kämpft seit Jahren mit Sicherheitsherausforderungen in großen Ballungsräumen, was mit dem wachsenden Tourismus und der Professionalisierung von kriminellen Gruppen zusammenhängt, die in Katalonien mit Marihuana handeln. In anderen Landesteilen ist die Lage unterschiedlich. Auf den Kanarischen Inseln stieg die Kriminalität um 3,1%, wobei sich die Zahl der Morde im Vergleich zu 2024 verdoppelte. In Kantabrien wurde ein Anstieg der Sexualstraftaten um 8,2% verzeichnet, hauptsächlich aufgrund einer höheren Zahl von Übergriffen ohne Penetration. Diese Daten zeigen, dass trotz eines Rückgangs von Kleindiebstählen in einigen Metropolen, die spanischen Behörden sich mit immer gefährlicheren Kategorien von Straftaten und einer zunehmenden Aktivität von Cyberkriminellen auseinandersetzen müssen. Veränderungen ausgewählter Kriminalitätskategorien in Spanien (2025 vs. 2024): Morde und Tötungsdelikte: 7.7, Sexualstraftaten: 2.8, Körperverletzungen: 7.2, Mordversuche: 5.0 10,1% — Anstieg der Kriminalität in L'Hospitalet de Llobregat Kriminalitätsstatistik in Katalonien: 2024: 510530, 2025: 495724 Wichtige Sicherheitsereignisse im Februar 2026: 13. Februar, 12:00 — Vergewaltigung in Montjuïc; 18. Februar — Schließung eines Drogenlokals; 19. Februar — Plan für L'Hospitalet; 20. Februar — Bericht des Innenministeriums [{"aspekt": "Kriminalitätsdynamik", "przed": "Stabilisierung", "po": "Anstieg um 10,1%"}, {"aspekt": "Anzahl der Drogenlokale", "przed": "Zunehmende Präsenz", "po": "Schließung von 26 Punkten"}] Liberale Medien betonen den Rückgang der Gesamtkriminalität in Katalonien und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen in Barcelona. | Konservative Medien konzentrieren sich auf den Anstieg der Morde, die Brutalität von Vergewaltigungen und das Problem der unkontrollierten Jugendkriminalität.
Mentioned People
- Núria Parlon — Innenstadträtin von Katalonien, kündigte einen Plan zur Bekämpfung der Kriminalität in L'Hospitalet an.