Die Lage zwischen Washington und Teheran bleibt äußerst angespannt. Obwohl Vermittler aus Oman über einen bedeutenden Durchbruch und die Bereitschaft des Irans berichten, auf die Anreicherung von spaltbarem Material zu verzichten, hat Präsident Donald Trump offen seine Enttäuschung über den Verlauf der Verhandlungen geäußert. Gleichzeitig haben amerikanische Militärplaner Ziele für mögliche Angriffe auf die iranische Nuklearinfrastruktur ausgewählt, was den Erfolg der Friedensinitiative in Frage stellt.

Skepsis von Donald Trump

Der US-Präsident äußerte tiefe Unzufriedenheit mit dem Fortschritt der Atomverhandlungen, trotz optimistischer Berichte von Vermittlern aus Oman.

Durchbruchserklärung aus Oman

Der omanische Außenminister behauptet, der Iran habe zugestimmt, keine spaltbaren Materialien mehr anzuhäufen, was den Weg für eine Einigung ebnet.

Militärische Ziele benannt

Das amerikanische Kommando hat 12 strategische Nuklearstandorte im Iran als potenzielle Angriffsziele für den Fall eines Scheiterns der Diplomatie ausgewählt.

Evakuierung von Personal in Israel

Die USA haben beschlossen, einen Teil der Mitarbeiter der Botschaft in Israel abzuziehen, was auf ernsthafte Befürchtungen vor einer Eskalation des regionalen Konflikts hindeutet.

Die Vereinigten Staaten und der Iran befinden sich an einem kritischen Punkt ihrer diplomatischen Beziehungen, an dem Hoffnungen auf eine Einigung mit der realen Gefahr einer militärischen Konfrontation kollidieren. Der Hauptvermittler in dem Streit, Oman, hat erhebliche Fortschritte in den Gesprächen bekanntgegeben und deutet an, dass Teheran zugestimmt habe, die Anhäufung von Materialien einzustellen, die für den Bau von Atomwaffen notwendig sind. Laut dem omanischen Außenminister sei der Frieden nun „zum Greifen nah”. Dieser Optimismus wurde jedoch schnell von Präsident Donald Trump gedämpft, der öffentlich erklärte, mit den bisherigen Ergebnissen des Dialogs nicht zufrieden zu sein und von der iranischen Seite konkretere Schritte erwarte. Die Ursprünge des Streits um das iranische Atomprogramm reichen bis ins Jahr 2002 zurück, als die Existenz geheimer Urananreicherungsanlagen in Natanz aufgedeckt wurde. Dies führte zur Verhängung einer Reihe internationaler Sanktionen und zu jahrelangen Verhandlungen, deren Höhepunkt das JCPOA-Abkommen von 2015 war, das später von der US-Administration einseitig gekündigt wurde. Parallel zu den diplomatischen Bemühungen unternimmt die US-Administration Schritte, die Vorbereitungen auf ein Szenario mit Gewaltanwendung nahelegen. Geheimdienstberichte deuten darauf hin, dass bereits zwölf Schlüsselstandorte der Nuklearanlagen im Iran als Ziele für präzise Luftangriffe ausgewählt wurden. Die Lage wird durch die Entscheidung verschärft, einen Teil des diplomatischen Personals aus der US-Botschaft in Israel abzuziehen, was als Vorsichtsmaßnahme vor einer möglichen Eskalation in der Region interpretiert wird. Trump, obwohl er den Wunsch nach einer friedlichen Lösung betont, machte deutlich, dass der Iran niemals in den Besitz von Atomwaffen gelangen werde und die „große Entscheidung” über weitere Schritte in Kürze getroffen werde. 12 — iranische Nuklearanlagen stehen auf der Liste potenzieller Ziele der USA Innere Spannungen in Teheran und der Druck von Hardlinern in Washington lassen den Spielraum für Fehler in den aktuellen Verhandlungen minimal werden. Experten weisen darauf hin, dass trotz Zugeständniserklärungen gegenseitiges Misstrauen die größte Hürde bleibt. Der Iran fordert eine dauerhafte Aufhebung der Wirtschaftssanktionen, während die USA den vollständigen und überprüfbaren Abbau der Infrastruktur verlangen, die für die Urananreicherung geeignet ist. Die aktuelle Pattsituation zwingt die Vermittler aus Oman und der Schweiz zu immer verzweifelteren Versuchen, die Parteien am Verhandlungstisch zu halten.

Perspektywy mediów: Liberale Medien betonen die Chance auf den von Oman verkündeten diplomatischen Durchbruch und warnen vor den katastrophalen Folgen eines übereilten US-Eingreifens. Konservative Medien heben das Misstrauen gegenüber den Zusicherungen Teherans hervor und unterstützen Trumps Standpunkt zur Notwendigkeit, die militärische Option offenzuhalten.

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, der Skepsis gegenüber den Gesprächen mit dem Iran äußert.