Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden und die Niederlande haben offiziell die russischen Dienste beschuldigt, Alexei Nawalny mit Epibatidin ermordet zu haben. Dabei handelt es sich um eine hochgiftige Substanz aus südamerikanischen Fröschen, die in Russland nicht natürlich vorkommt. Die westlichen Verbündeten, einschließlich der Vereinigten Staaten, halten diese Erkenntnisse für glaubwürdig und kündigen neue, schmerzhafte Sanktionen gegen das Regime von Wladimir Putin an, trotz entschiedener Dementis aus dem Kreml.

Nachweis exotischen Gifts

In Proben, die dem Körper Alexei Nawalnys entnommen wurden, wurde das Vorhandensein von Epibatidin bestätigt, einem seltenen Gift aus Südamerika, das von russischen Diensten eingesetzt wurde.

Gemeinsame Front der Verbündeten

Der von Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Schweden und den Niederlanden erarbeitete Bericht wurde offiziell von den Vereinigten Staaten unterstützt.

Drohung neuer Sanktionen

Ministerin Yvette Cooper kündigte an, neue Sanktionen gegen Moskau als Reaktion auf die Ermordung des Oppositionellen mit einer chemischen Waffe zu erwägen.

Während der Münchner Sicherheitskonferenz legten die Regierungen fünf europäischer Großmächte bahnbrechende Ergebnisse der Untersuchung zum Tod von Alexei Nawalny vor. In unabhängigen Laboren durchgeführte Tests wiesen das Vorhandensein von Epibatidin in Proben nach, die dem Körper des Oppositionellen entnommen wurden. Die britische Außenministerin Yvette Cooper betonte, dass Russland im Besitz dieser spezifischen Substanz war, die als chemische Waffe eingestuft ist. London und seine Verbündeten haben keine Zweifel, dass der Kreml hinter dem Anschlag steht, der Nawalnys Einfluss auf die innere Lage des Landes fürchtete. Der US-Außenminister Marco Rubio, der sich auf einem Besuch in Bratislava befand, erklärte, dass Washington keinen Grund sehe, die europäischen Erkenntnisse in Frage zu stellen. Obwohl die Vereinigten Staaten nicht direkt an der Untersuchung der Proben beteiligt waren, halten sie den Bericht für äußerst beunruhigend und ernst. Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot warnte, dass Wladimir Putin seine Bereitschaft bewiesen habe, die rücksichtslosesten Mittel gegen eigene Bürger einzusetzen. Als Reaktion auf diese Berichte haben die westlichen Hauptstädte Konsultationen über eine Ausweitung des Pakets wirtschaftlicher und diplomatischer Restriktionen gegen Moskau aufgenommen. Alexei Nawalny, der bekannteste Kritiker Wladimir Putins, hatte bereits 2020 einen Vergiftungsversuch mit einem Nowitschok-Stoff überlebt. Nach seiner Rückkehr nach Russland 2021 wurde er sofort verhaftet und zu einer langjährigen Haftstrafe in einer Strafkolonie verurteilt, wo er im Februar 2024 starb. Die russische Seite weist die Vorwürfe konsequent zurück und bezeichnet die Berichte des Westens als „Propaganda” und „grundlose Unterstellungen”. Ministerin Yvette Cooper betonte jedoch, dass die Zeit der Naivität gegenüber Russland definitiv vorbei sei und die sogenannte „Friedensdividende” nach dem Kalten Krieg nicht mehr existiere. Diese Situation verschärft die ohnehin bereits angespannten Beziehungen auf der Linie NATO-Kreml, insbesondere im Kontext des anhaltenden Krieges in der Ukraine. Experten weisen darauf hin, dass der Einsatz exotischer Toxine ein Signal für andere Regimegegner sein sollte, das die Reichweite und Straflosigkeit der russischen Spezialdienste zeigt. „Wir wissen, dass das russische Regime im Besitz dieser spezifischen Chemikalie war. Es handelt sich um eine Substanz, die in Russland nicht natürlich vorkommt.” — Yvette Cooper5 — europäische Staaten haben gemeinsam Russland der Vergiftung beschuldigtAn der Untersuchung beteiligte Staaten: Großbritannien: 1, Frankreich: 1, Deutschland: 1, Schweden: 1, Niederlande: 1 Schlüsselmomente der Untersuchung zu Nawalny: 16. Februar 2024 — Tod in der Kolonie; September 2025 — Veröffentlichung der Proben; 14. Februar 2026 — Bericht der 5 Staaten; 15. Februar 2026 — Reaktion der USA Liberale Medien betonen die Notwendigkeit demokratischer Solidarität und einer radikalen Verschärfung der Sanktionen gegen das verbrecherische Putin-Regime. | Konservative Medien heben die reale Bedrohung der nationalen Sicherheit und die Notwendigkeit einer Stärkung der Verteidigung angesichts der rücksichtslosen Methoden Russlands hervor.

Mentioned People

  • Alexei Nawalny — Russischer Oppositionsführer, der in einer Strafkolonie nach einer Vergiftung starb.
  • Yvette Cooper — Britische Außenministerin, die die Untersuchungsergebnisse bekannt gab.
  • Marco Rubio — US-Außenminister, der die europäischen Erkenntnisse unterstützte.
  • Jean-Noël Barrot — Französischer Außenminister, der vor Putin warnte.
  • Julia Nawalnaja — Witwe von Alexei Nawalny, die in den Prozess der Probenuntersuchung involviert war.