Das deutsche Wochenmagazin „Der Spiegel“ hat enthüllt, dass der US-amerikanische Geheimdienst CIA möglicherweise bereits im Frühjahr 2022 von den Plänen zur Sprengung der Nord-Stream-Pipeline wusste. Laut Informanten trafen sich CIA-Agenten in Kiew mit einer ukrainischen Sabotagegruppe, um Details der Operation zu besprechen. Obwohl die Amerikaner anfangs Interesse an dem Projekt zeigten, sollen sie Kiew letztlich von dem Angriff abgeraten haben, der im Juli 2022 zu dauerhaften Schäden an der kritischen Energieinfrastruktur auf dem Grund der Ostsee führte.

Treffen in Kiew

Vertreter des CIA sollen sich im Frühjahr 2022 mit ukrainischen Saboteuren getroffen haben, um Pläne für einen Angriff auf die Nord-Stream-Pipeline zu besprechen.

Entscheidung von Załużny

Die Operation soll von General Wałerij Załużny genehmigt worden sein, wobei Präsident Wolodymyr Selenskyj vollständig im Entscheidungsprozess übergangen wurde.

Dementi des US-Geheimdienstes

Eine Sprecherin des CIA bezeichnete die Berichte der deutschen Presse als völlig falsch, trotz präziser Ermittlungen von Investigativjournalisten.

Anführer der Operation in Haft

Der mutmaßliche Täter, Serhij K., befindet sich derzeit in deutscher Untersuchungshaft, was die Grundlage des laufenden Strafverfahrens bildet.

Den neuesten Ermittlungen von Investigativjournalisten des Wochenmagazins „Der Spiegel“ zufolge fand das erste Treffen von Vertretern der CIA mit dem ukrainischen Team, das den Sabotageakt plante, im Frühjahr 2022 im Kiewer Stadtviertel Podil statt. Quellen deuten darauf hin, dass sich beide Seiten seit Jahren kannten, was den vertraulichen Dialog über den geplanten Angriff auf die Nord-Stream-1- und -2-Pipelines erleichterte. In der Veröffentlichung wird betont, dass die Idee zwar von ukrainischer Seite kam, die amerikanischen Agenten jedoch zunächst keinen Widerspruch äußerten, bis Washington schließlich seine Meinung änderte und formell von der Durchführung des Unternehmens abriet. Trotz der späteren ablehnenden Haltung der USA wurde die Operation unter der Leitung von Serhij K., einem Offizier der Spezialkräfte, der sich derzeit in deutscher Untersuchungshaft befindet, durchgeführt. Der Bau der Nord-Stream-Pipeline war seit 2005 umstritten, als die Vereinbarung zwischen Deutschland und Russland getroffen wurde, was Polen und die baltischen Staaten als Bedrohung für die Energiesicherheit Mitteleuropas ansahen.Der politische Aspekt der Veröffentlichung zeigt tiefe Risse innerhalb des ukrainischen Machtapparats. Berichten zufolge soll der damalige Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte Wałerij Załużny die Aktion ohne Rücksprache mit Präsident Wolodymyr Selenskyj genehmigt haben. Diese Eigenmächtigkeit des Militärkommandos wirft ein neues Licht auf das Krisenmanagement in Kiew in den ersten Monaten der russischen Invasion. Ein Sprecher des CIA hat diese Berichte offiziell dementiert und sie als „völlig falsch“ bezeichnet, doch deutsche Ermittler des Bundeskriminalamts bestätigen, dass Informationen von Informanten des „Spiegel“ wiederholt präzise waren. Wrzesień 2022 — ist das Datum der Sabotage in der Ostsee Derzeit konzentriert sich die Untersuchung auf zwei ukrainische Staatsbürger, darunter den bereits erwähnten Serhij K., dessen Festnahme im Jahr 2025 einen Durchbruch in dem Fall darstellte. Die deutsche Staatsanwaltschaft untersucht auch die Rolle privater Geldgeber, die die Anmietung der Yacht Andromeda finanziert haben sollen, die zum Transport von Sprengstoff verwendet wurde. Außenminister Radosław Sikorski äußerte sich zu dem Fall und kritisierte Andeutungen über eine Zusammenarbeit der Geheimdienste als skandalös, was an seinen vielbeachteten Beitrag in den sozialen Medien kurz nach dem Vorfall erinnert. Kalendarium wydarzeń wokół Nord Stream: Frühjahr 2022 — Treffen in Kiew; 26. September 2022 — Explosionen in der Ostsee; Juni 2025 — Festnahme von Serhij K.; 19. Februar 2026 — Veröffentlichung des Der Spiegel „Skandalöse Andeutungen.” — Radosław Sikorski Liberale Medien konzentrieren sich auf die Glaubwürdigkeit der Ermittlungen und prozedurale Mängel in der Kommunikation zwischen Kiew und den NATO-Partnern. | Konservative Redaktionen betonen den potenziellen Verrat an Bündnispartnern und den mangelnden Kontrollverlust Selenskyjs über seine eigene Armee.

Mentioned People

  • Radosław Sikorski — Außenminister der Republik Polen, der die Berichte als skandalös kommentierte.
  • Wałerij Załużny — Ehemaliger Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine, der den Angriff genehmigt haben soll.
  • Serhij K. — Offizier der ukrainischen Spezialkräfte, mutmaßlicher Anführer der Sabotagegruppe.