Die spanische staatliche Wetterbehörde AEMET hat eine Reihe von Warnungen vor einem plötzlichen Wetterumschwung herausgegeben, der zunächst die Kanarischen Inseln traf. Der Archipel kämpft mit der Bildung einer DANA, die intensive Regengüsse, Hagelschauer und starke Windböen bringt. Gleichzeitig erlebt das kontinentale Spanien ungewöhnlich hohe Temperaturen, die lokal bis zu 29 Grad Celsius erreichen, sowie seltene Naturphänomene wie einen Heuschreckenschwarm auf Lanzarote.

Orangefarbene Warnungen auf den Kanaren

Das DANA-Phänomen bringt Stürme, Hagel und sintflutartigen Regen mit sich, was den höchsten Bereitschaftsgrad der Rettungsdienste auf dem Archipel auslöst.

Sommerliche Hitze im Februar

Nordspanien verzeichnet rekordverdächtige 29 Grad Celsius, was drastisch von den klimatischen Normen für diesen Monat abweicht.

Heuschreckeninvasion auf Lanzarote

Ein Insektenschwarm kam mit Luftmassen aus Afrika; die Situation wird überwacht, gilt aber als unter Kontrolle.

Die Wettersituation über der Iberischen Halbinsel und den Kanarischen Inseln hat sich in den letzten Stunden dramatisch verändert. Der Schlüsselfaktor, der das Wettergeschehen prägt, ist das Phänomen DANA, das sich über dem kanarischen Archipel festgesetzt hat. Dies führt zur Ausrufung orangefarbener Warnungen aufgrund des Risikos von Stürmen, sintflutartigem Regen und Hagel. Besonders schwierig ist die Lage auf der Insel La Palma, wo der Wind Geschwindigkeiten erreichen kann, die die öffentliche Sicherheit gefährden. Die Regionalbehörden haben zudem eine Vorwarnung für Schneefall in den höchsten Bergregionen eingeführt, was selbst für die dortigen Gipfel zu dieser Jahreszeit ungewöhnlich ist. Während der Archipel mit den Elementen kämpft, verzeichnen die östliche und nördliche Küste des kontinentalen Spaniens Temperaturen, die für den Hochsommer typisch sind. Im französischen Teil des Baskenlands zeigten die Thermometer fast 29 Grad Celsius an und stellten damit lokale Wärmerekorde für den Februar auf. Solch drastische Temperaturunterschiede zwischen den Regionen verstärken die Dynamik der atmosphärischen Phänomene. In der Straße von Gibraltar gelten Warnungen vor starkem Levante, dessen Böen bis zu 80 km/h erreichen und den Seetransport lahmlegen. Das DANA-Phänomen erlangte besondere öffentliche Aufmerksamkeit nach den tragischen Überschwemmungen in Valencia Ende 2024. Seitdem haben die spanischen Wetterdienste die Risikotoleranzschwelle deutlich gesenkt und setzen häufiger Frühwarnsysteme für die Bevölkerung ein. Ein interessanter und beunruhigender Vorfall, der die Wetterveränderungen begleitete, war der Einfall eines Schwarms Wüstenheuschrecken auf die Insel Lanzarote. Obwohl sich diese Insekten zerstreut haben, überwachen die Behörden die Situation hinsichtlich potenzieller Schäden in der Landwirtschaft genau, und ihr Auftreten hängt mit starken Luftströmungen aus Afrika zusammen. Dieses Phänomen, technisch als Kalima bezeichnet, geht oft heftigen Stürmen voraus, indem es feinen Saharastaub in höhere Luftschichten transportiert. Derzeit beobachten Meteorologen aufmerksam die Bewegung einer atlantischen Front, die am kommenden Wochenende auch in den nördlichen Regionen Spaniens eine Abkühlung bringen und damit die Phase der anomalen Wärme beenden soll.