Frankreich hat ein langwirksames, injizierbares Mittel zur Verhinderung einer HIV-Infektion zugelassen, das von der medizinischen Gemeinschaft und Patientenorganisationen als Durchbruch bezeichnet wird. Die Entscheidung der Behörden, die am Donnerstag, den 26. Februar 2026, im Amtsblatt veröffentlicht wurde, ermöglicht die Erstattung des Medikaments Cabotegravir, das unter dem Handelsnamen Apretude bekannt ist. Die Therapie, die alle zwei Monate als Injektion verabreicht wird, stellt eine Alternative zur bisher verfügbaren oralen Prä-Expositions-Prophylaxe dar, die die tägliche Einnahme von Tabletten erfordert. Das von ViiV Healthcare, einem Tochterunternehmen des britischen Konzerns GSK, hergestellte Medikament wurde als „unersetzlich und besonders kostspielig“ eingestuft, was seine vollständige Übernahme durch das Krankenversicherungssystem rechtfertigt.
Entscheidung der Regierung und Erstattung
Die französische Regierung veröffentlichte am Donnerstag, den 26. Februar 2026, eine Verordnung, die die injizierbare Form des Medikaments Cabotegravir (Apretude) im Rahmen der Prä-Expositions-Prophylaxe für den Verkehr und die Erstattung zulässt. Aufgrund ihres „unersetzlichen und besonders kostspieligen“ Charakters wird die Therapie vollständig aus öffentlichen Mitteln finanziert, um einen breiten Zugang zu gewährleisten.
Vorteile der neuen Verabreichungsform
Die neue, langwirksame injizierbare Form wird alle zwei Monate verabreicht, was eine deutliche Verbesserung gegenüber der bisherigen oralen PrEP darstellt, die eine tägliche oder sehr häufige Dosis erfordert. Dadurch soll das Risiko einer schlechten Einhaltung der Empfehlungen oder eines Therapieabbruchs minimiert werden, was bei oralen Medikamenten ein Problem darstellt.
Hersteller und internationaler Kontext
Das Medikament Apretude wird von ViiV Healthcare hergestellt, einem Tochterunternehmen des britischen Pharmariesen GSK. Die Therapie wurde in Frankreich seit fast zwei Jahren erwartet, und ihre Zulassung erfolgt nach der früheren Zulassung in den Vereinigten Staaten, wo sie als Durchbruch („Game Changer“) im Kampf gegen Aids gefeiert wurde.
Frankreich hat einen bedeutenden Fortschritt im Bereich der öffentlichen Gesundheit erzielt, indem es ein langwirksames, injizierbares Mittel zur Verhinderung einer HIV-Infektion autorisiert hat. Die am 26. Februar 2026 veröffentlichte Regierungsverordnung ebnet den Weg für die Erstattung und breite Anwendung des Medikaments Cabotegravir, bekannt unter dem Handelsnamen Apretude. Diese Therapie, die alle zwei Monate als Injektion verabreicht wird, soll eine bahnbrechende Alternative zur bisherigen Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) darstellen, die nur in Form von täglich einzunehmenden Tabletten verfügbar war. Wie Quellen betonen, ist die orale PrEP trotz ihrer Wirksamkeit mit dem Risiko einer geringen Adhärenz, also der Nichteinhaltung therapeutischer Empfehlungen, verbunden, was zum Abbruch der Behandlung und zum Verlust des Schutzes führen kann. Die neue injizierbare Form soll dieses Problem minimieren und die Wirksamkeit der Prävention in der Praxis erhöhen. Diese Entscheidung wurde von medizinischen Kreisen und Patientenorganisationen positiv aufgenommen, die sich seit fast zwei Jahren für die Einführung dieser Therapieoption eingesetzt haben. Die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) ist eine Strategie, bei der HIV-negative Personen mit erhöhtem Risiko antiretrovirale Medikamente einnehmen, um einer Infektion vorzubeugen. Dieses Konzept, das in der zweiten Dekade des 21. Jahrhunderts entwickelt wurde, ist neben der Behandlung bereits infizierter Personen (was ebenfalls die Übertragung einschränkt) und der Förderung von Kondomen zu einem Schlüsselinstrument im globalen Kampf gegen die HIV/AIDS-Epidemie geworden. Das Medikament Apretude wird von ViiV Healthcare hergestellt, einem Unternehmen, das eine Tochtergesellschaft des britischen Pharmakonzerns GlaxoSmithKline (GSK) ist. In der Begründung der Erstattungsentscheidung bezeichneten die französischen Gesundheitsbehörden das Medikament als „unersetzlich und besonders kostspielig“, was die rechtliche Grundlage für seine vollständige Finanzierung aus Mitteln des öffentlichen Versicherungssystems darstellt. Das bedeutet, dass die Therapie für Patienten, die für die Prophylaxe in Frage kommen, kostenlos sein wird, was für die Chancengleichheit beim Zugang zu moderner Gesundheitsversorgung von entscheidender Bedeutung ist. „„C'est un game changer” : contre le sida, un médicament ultra prometteur autorisé aux États-Unis” („Ein Game Changer“: Gegen Aids, ein vielversprechendes Medikament in den USA zugelassen) — Die französische Zulassung erfolgt nach der früheren Zulassung des Medikaments in den Vereinigten Staaten, wo es als „Game Changer“ gefeiert wurde. Diese Verzögerung bei der Markteinführung in Frankreich, die in Artikeln erwähnt wird, könnte auf die Zulassungsverfahren der Europäischen Arzneimittel-Agentur sowie auf nationale Bewertungs- und Preisverhandlungsprozesse zurückzuführen sein. Die Einführung der injizierbaren PrEP könnte die Dynamik der HIV-Epidemie in Frankreich und anderen Ländern, die diesem Beispiel folgen, erheblich beeinflussen. Die Vereinfachung des Dosierungsschemas von täglich auf zweimonatlich hat das Potenzial, eine breitere Gruppe von Menschen zu erreichen, einschließlich derjenigen, die aus verschiedenen Gründen Schwierigkeiten mit der regelmäßigen Einnahme von Tabletten haben. Dies ist insbesondere im Zusammenhang mit den am stärksten gefährdeten Gruppen von Bedeutung. Diese Entscheidung fügt sich in den breiteren globalen Trend ein, nach langwirksamen Formen von HIV-Medikamenten sowohl in der Therapie als auch in der Prävention zu suchen. Der nächste Schritt wird die Überwachung der Umsetzung des Programms, der Wirksamkeit unter realen Bedingungen und möglicher unerwünschter Wirkungen im Zusammenhang mit der neuen Verabreichungsform sein.