Daten für das Jahr 2025 deuten auf bedeutende Verschiebungen in den globalen Lieferketten hin. China ist erneut zum wichtigsten Handelspartner Deutschlands geworden und hat damit die USA überholt, die mit den Auswirkungen der aggressiven Zollpolitik der Regierung von Donald Trump zu kämpfen haben. Obwohl die USA der Hauptabnehmer deutscher Exporte bleiben, stieg das gesamte Handelsvolumen mit Peking auf über 251 Milliarden Euro, was neue Fragen zur wirtschaftlichen Abhängigkeit Europas aufwirft.
China führt im Handel
Das Handelsvolumen mit China stieg um 2,1 % und erreichte 251,8 Mrd. Euro, was es ihnen ermöglichte, die Vereinigten Staaten im Ranking der deutschen Partner zu überholen.
Trumps Zölle treffen Stahl
Amerikanische Zölle in Höhe von 50 % führten zu einem Rückgang des Exports von europäischem Stahl in die USA um fast 33 % im zweiten Halbjahr 2025.
Wachsendes Defizit mit Peking
Das deutsche Handelsdefizit mit China vertiefte sich auf einen Rekordwert von 89,3 Mrd. Euro, wobei der Import deutlich schneller wuchs als der Export.
Taiwan verdrängt China in den USA
Im Technologiehandel mit den USA hat Taiwan erstmals das chinesische Festland überholt und ist zum Schlüssellieferanten für Elektronik geworden.
Die Handelsbilanz für das Jahr 2025 zeigt, dass China wieder an die Spitze der wichtigsten Wirtschaftspartner Deutschlands zurückgekehrt ist. Der Gesamtwert des Warenverkehrs (Export und Import) mit dem Reich der Mitte belief sich auf 251,8 Mrd. Euro, was einem Anstieg von 2,1 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Derweil ging der Handel mit den USA um 5 % zurück und erreichte ein Volumen von 240,5 Mrd. Euro. Parallel zu diesen Veränderungen zeigte die Handelsbilanz Deutschlands mit China ein wachsendes Defizit, das sich um über 20 Mrd. Euro vertiefte und einen Rekordwert von 89,3 Mrd. Euro erreichte. Hauptursache war der hohe Import chinesischer Elektronik und Fahrzeuge. Der politische Kontext dieser Veränderungen ist untrennbar mit den Maßnahmen des Weißen Hauses verbunden. Die Regierung unter Donald Trump führte 2025 restriktive Zölle auf europäischen Stahl und Aluminium ein, was zu einem Rückgang der EU-Exporte dieser Rohstoffe um 30 % in der zweiten Jahreshälfte führte. Dennoch blieben die Vereinigten Staaten der größte Abnehmer von Waren mit dem Label „Made in Germany”, indem sie Produkte im Wert von 146,2 Mrd. Euro kauften, was jedoch ein um 9,4 % niedrigerer Wert als im Vorjahr ist. Diese Situation stellt Kanzler Friedrich Merz vor einer schwierigen Lage vor seiner für nächste Woche geplanten Reise nach Peking. Die Handelsbeziehungen zwischen Deutschland und China haben einen langen Weg zurückgelegt seit den 1990er Jahren, als Deutschland China hauptsächlich als Absatzmarkt für seine Maschinen betrachtete. Von 2016 bis 2023 war China durchgehend der wichtigste Partner der Bundesrepublik, und die kurzzeitige Dominanz der USA im Jahr 2024 erwies sich lediglich als statistische Anomalie. Gleichzeitig beobachten wir das Phänomen der Diversifizierung von Bezugsquellen in den Vereinigten Staaten selbst. Daten des US-Handelsministeriums zeigen, dass Taiwan erstmals das chinesische Festland bei der Lieferung von Technologieausrüstung überholt hat, was auf amerikanische Bestrebungen zurückzuführen ist, die Abhängigkeit von Peking im strategischen Sektor zu verringern. Im gesamten US-Export wiederum hat Mexiko Kanada überholt und ist zum größten Absatzmarkt für amerikanische Produkte geworden. Experten weisen darauf hin, dass der Welthandel sich in einer Phase intensiver Fragmentierung befindet, in der politische Bündnisse eine übergeordnete Rolle gegenüber rein wirtschaftlichen Kalkülen zu spielen beginnen. „Export ist die Grundlage unseres Wohlstands, aber wir müssen auf Symmetrie in den Beziehungen zu China achten.” — Friedrich Merz 89,3 mld euro — beträgt das Rekorddefizit im deutschen Handel mit China Deutschlands wichtigste Handelspartner im Jahr 2025: China: 251.8, USA: 240.5 Veränderungen im Stahlexport der EU in die USA (nach Einführung der Zölle): Exportvolumen: Basisniveau 2024 → Rückgang um 30%; Zollsatz: Kontingentabhängig → 50% Betont die zerstörerische Wirkung von Trumps Zollpolitik auf die Stabilität der europäischen Industrie und die Notwendigkeit einer verstärkten Zusammenarbeit mit Asien. | Akzentuiert die Gefahr durch das wachsende Defizit mit China und die Notwendigkeit einer entschlossenen Antwort auf unfaire Praktiken Pekings.
Mentioned People
- Donald Trump — Präsident der USA, dessen Zollpolitik drastische Veränderungen in den globalen Handelsströmen bewirkte.
- Friedrich Merz — Bundeskanzler Deutschlands, der eine Reise nach China plant, um die schwierigen Wirtschaftsbeziehungen zu besprechen.
- Sanae Takaichi — Premierministerin Japans, die vor dem militärischen und wirtschaftlichen Druck Chinas warnt.