Der amerikanische Elektroautohersteller Tesla hat mit der kostenlosen Einführung seines KI-Assistenten Grok in neun europäischen Ländern begonnen. Gleichzeitig steht das für die Entwicklung des Chatbots verantwortliche Unternehmen xAI unter heftiger Kritik und unter der Lupe der Regulierungsbehörden in Irland, Großbritannien und Kalifornien. Grund sind Berichte über die Nutzung des Modells zur Erzeugung sexueller Inhalte ohne Zustimmung der auf den Aufnahmen dargestellten Personen.
Debüt von Grok in Teslas
Der Assistent Grok erreicht europäische Fahrzeughalter der Modelle S, 3, X, Y als kostenloses Update der Systemsoftware 2026.2.6.
Untersuchung in Irland
Die Behörde DPC untersucht die Plattform X und den Bot Grok im Hinblick auf die Erzeugung illegaler sexueller Bilder ohne Zustimmung der Opfer.
Aufsicht in Kalifornien
Generalstaatsanwalt Rob Bonta bildet eine Einheit für KI-Verantwortlichkeit und schickt einen Brief an xAI mit der Aufforderung, Verstöße einzustellen.
Neue zeitliche Grenzen
Die britische Regierung verpflichtet zur Entfernung von Deepfakes innerhalb von 48 Stunden nach deren Meldung im Internet.
Der Konzern Tesla hat damit begonnen, den KI-Assistenten Grok für Nutzer in Europa, darunter in Großbritannien und Spanien, verfügbar zu machen. Die neue Funktion, die in das Betriebssystem der Fahrzeuge integriert ist, ermöglicht es Fahrern, erweiterte Sprachbefehle zu nutzen, die Persönlichkeit des Assistenten zu personalisieren und Antworten auf Fragen aus den Bereichen Naturwissenschaften und Philosophie zu erhalten. Der Dienst wurde kostenlos im Rahmen des Software-Updates 2026.2.6 für die Modelle S, 3, X und Y bereitgestellt. Die Begeisterung über die technologische Neuheit wird jedoch durch ernsthafte rechtliche Probleme des Unternehmens xAI getrübt. Die irische Datenschutzkommission (DPC) hat eine Untersuchung zur Nutzung des Chatbots zur Erstellung illegaler Deepfake-Bilder eingeleitet. Die Beschwerden betreffen einen „Nudifizierungs“-Mechanismus, der es Nutzern ermöglichte, Fotos digital zu manipulieren, um Nacktheit zu erzeugen, was auch Minderjährige betraf. Seit 2018 gilt in der Europäischen Union die DSGVO, die strenge Regeln für die Verarbeitung personenbezogener Daten und des Bildnisses vorschreibt und Behörden wie der DPC das Recht gibt, milliardenschwere Strafen gegen Technologiegiganten zu verhängen. Die britische Regierung hat bereits einen entschlossenen Kampf gegen diese Praxis angekündigt und Technologieplattformen aufgefordert, solche Inhalte innerhalb von 48 Stunden unter Androhung strenger finanzieller Sanktionen zu entfernen. In den Vereinigten Staaten hat auch der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta die Einrichtung einer speziellen Aufsichtseinheit angekündigt, die die Aktivitäten des Unternehmens von Elon Musk untersuchen wird. Diese Situation wirft einen Schatten auf die Expansion der xAI-Technologie, die sich in Europa mit einem besonders restriktiven Ansatz zum Schutz der Privatsphäre und der Online-Sicherheit auseinandersetzen muss. Die Online-Welt ist die Frontlinie im Kampf des 21. Jahrhunderts gegen Gewalt an Frauen und Mädchen. Meine Regierung ergreift dringende Maßnahmen gegen Chatbots und Nudifizierungswerkzeuge.