Der Beginn des März 2026 bringt wesentliche Änderungen im polnischen System der sozialen Sicherheit mit sich. Die Anpassung der Renten- und Pensionsleistungen erzwingt eine Korrektur zahlreicher Zuschläge, einschließlich des Pflege- und Wohngeldes. Gleichzeitig verzichtet die Regierung auf kostspielige Reformen wie das "250-plus"-Programm und konzentriert sich auf die Verschärfung des Begutachtungssystems sowie die Einführung neuer Förderprogramme für den Kauf von Elektrofahrzeugen, was bei Leistungsempfängern und Experten extreme Emotionen auslöst.

Anpassung der ZUS-Leistungen

Ab dem 1. März 2026 steigen die Beträge der Zuschläge zu Renten und Pensionen, einschließlich der Unterstützungs- und Pflegeleistung.

Neue Wohngeldgrenzen

Die Einkommensgrenzen für den Anspruch auf Wohngeld werden auf 3561 Złoty und 2671 Złoty angehoben.

Förderung für Autos

Die kurze, einmonatige Antragsfrist für die Bezuschussung des Autokaufs beginnt am 2. März 2026.

Ende der Pläne für 250 plus

Die Regierung hat sich offiziell von dem Projekt einer neuen Sozialleistung aufgrund zu hoher Haushaltskosten zurückgezogen.

Die polnische öffentliche Verwaltung bereitet sich auf eine umfassende Aktualisierung der Sozialleistungen vor, die am 1. März 2026 in Kraft tritt. Ein zentrales Element dieser Änderungen ist die jährliche Anpassung, die die Höhe des Pflegegeldes für berechtigte Gruppen auf 1978,49 Złoty anhebt. Auch die Einkommensgrenzen für das Wohngeld ändern sich und betragen nach der Novellierung 3561 Złoty für Einpersonenhaushalte bzw. 2671 Złoty pro Person in Mehrpersonenhaushalten. Die Reorganisation umfasst auch das Begutachtungssystem der Sozialversicherungsanstalt (ZUS) – aufgrund des Mangels an medizinischem Personal erhalten Pflegekräfte und Physiotherapeuten die Befugnis, über Behinderung und Arbeitsunfähigkeit zu entscheiden.Das System zur Anpassung der Leistungen in Polen wurde in seiner heutigen Form Ende der 1990er Jahre im Rahmen der Reform der Sozialversicherungen eingeführt, um den realen Wert der Auszahlungen vor den Auswirkungen der Inflation zu schützen.Im Bereich der Unterstützung für Menschen mit Behinderungen nehmen die Kontroversen um den sogenannten "Punkt 7" in den Bescheiden zu, dessen Fehlen den Bezug des Pflegegeldes unmöglich macht. Die Kritik betrifft auch die Arbeit der Wojewodschaftsausschüsse für die Feststellung der Behinderung (WZON), denen vorgeworfen wird, zu restriktive und teilweise die Würde verletzende Leistungstests durchzuführen. Gleichzeitig beruhigen das Finanzministerium und die Sozialversicherungsanstalt die Steuerzahler in Bezug auf die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2025. Dank der Integration des Systems "Twój e-PIT" mit der Anwendung "mObywatel" soll der Einreichungsprozess schneller werden, was sich wiederum in einer termingerechten Rückerstattung von Steuernachzahlungen niederschlägt. „Reforma świadczenia 250 plus nie zostanie zrealizowana w zapowiadanym kształcie ze względu na nadmierne obciążenie budżetu państwa.” (Die Reform der 250-plus-Leistung wird in der angekündigten Form aufgrund der übermäßigen Belastung des Staatshaushalts nicht umgesetzt.) — RegierungsvertreterAm Horizont zeichnen sich auch neue wirtschaftlich-ökologische Initiativen ab. Bereits am 2. März 2026 startet die Antragsfrist im Förderprogramm für den Autokauf, wobei die Bewerbungsphase auf nur einen Monat begrenzt wurde. Im politischen Bereich setzt die Linke ihre Offensive für die Einführung einer neuen Steuer fort, die höhere Mindestlöhne für ausgewählte Berufsgruppen (bis zu 9000 Złoty ab Juli 2026) und Rentenerhöhungen finanzieren soll. Diese Änderungen fallen mit Analysen der Auswirkungen des Mindestlohnanstiegs auf den Unterhaltsvorschussfonds zusammen, wo höhere Einkommen paradoxerweise einen Teil der Familien des Anspruchs auf staatliche Unterstützung berauben könnten.

Perspektywy mediów: Medien mit linksgerichteter Ausrichtung betonen die Notwendigkeit radikaler Lohn- und Rentenerhöhungen und halten das derzeitige Leistungssystem für unzureichend und demütigend. Konservative Medien warnen vor den inflatorischen Folgen neuer Steuern und stellen die finanzielle Stabilität der angekündigten Sozialprogramme in Frage.