Die Regierung der kanadischen Provinz Alberta hat eine pessimistische Haushaltsprognose für das kommende Fiskaljahr veröffentlicht. Aufgrund der anhaltend niedrigen Ölpreise und schwacher Steuereinnahmen aus diesem Sektor wird ein Defizit von über 9 Milliarden kanadischen Dollar erwartet. Verschiedenen Quellen zufolge könnte dieser Wert zwischen 9,4 und sogar 10 Milliarden Dollar liegen, was eine mehr als zweifache Verschlechterung im Vergleich zu früheren Prognosen bedeutet. Die neuen Daten stellen die Umsetzung vieler geplanter öffentlicher Ausgaben in Frage und könnten eine Debatte über die Fiskalpolitik der Provinz auslösen. Es wird erwartet, dass der offizielle Haushalt in den kommenden Tagen bekannt gegeben wird.
Defizit über 9 Milliarden Dollar
Die Regierung von Alberta prognostiziert, dass das Haushaltsdefizit im kommenden Fiskaljahr 9 Milliarden kanadische Dollar übersteigen wird. Reuters nennt einen konkreten Wert von 9,4 Milliarden Dollar, während Bloomberg und BBC auf einen Betrag nahe 10 Milliarden hinweisen. Dies ist vor allem auf niedrigere als erwartete Ölpreise zurückzuführen, die eine Schlüsselquelle der Provinzeinnahmen darstellen.
Mehr als zweifache Verschlechterung
Das prognostizierte Defizit stellt eine mehr als zweifache Verschlechterung der Finanzlage im Vergleich zu früheren Schätzungen der Regierung dar. Bloomberg betont, dass sich das Defizit "mehr als verdoppeln" wird, was das Ausmaß der ungünstigen Wende in den öffentlichen Finanzen der Provinz verdeutlicht. Diese Änderung wird wahrscheinlich eine Überarbeitung der Ausgabenpläne und der Fiskalpolitik erzwingen.
Ursache: Niedrige Ölpreise
Die Hauptursache für die Verschlechterung der fiskalischen Prognosen sind die anhaltend niedrigen Ölpreise auf den Weltmärkten. Alle drei Nachrichtenagenturen weisen eindeutig auf den Preisverfall des Rohstoffs als Schlüsselfaktor hin. Alberta, als rohstoffreiche Provinz, ist besonders anfällig für Konjunkturschwankungen in diesem Sektor, und ihr Haushalt hängt weitgehend von Steuereinnahmen aus der Förderung und dem Verkauf von Öl und Gas ab.
Bevorstehende Haushaltsvorstellung
Die Details der Prognose wurden vor der geplanten, offiziellen Vorstellung des Provinzhaushalts enthüllt. Reuters und Bloomberg berichten, dass das vollständige Haushaltsdokument in den kommenden Tagen vorgelegt werden soll. Die Veröffentlichung dieser vorläufigen Daten ermöglicht es den Märkten und der Öffentlichkeit, sich auf schwierige fiskalische Entscheidungen vorzubereiten, die wahrscheinlich zusammen mit dem Haushalt bekannt gegeben werden.
Die Finanzen der kanadischen Provinz Alberta stehen vor einem schweren Schock. Die Regierung prognostiziert für das kommende Fiskaljahr ein Haushaltsdefizit von fast 10 Milliarden kanadischen Dollar, hauptsächlich aufgrund anhaltend niedriger Ölpreise. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters soll das Defizit 9,4 Milliarden kanadische Dollar betragen. Bloomberg und BBC, die sich auf Regierungsprognosen berufen, sprechen von einem Wert nahe 10 Milliarden. Die Abweichungen in den Schätzungen könnten auf leicht unterschiedliche Methodologien oder den Zeitpunkt der Datenerstellung zurückzuführen sein. Dies stellt eine dramatische Verschlechterung im Vergleich zu früheren Prognosen dar. Bloomberg Business betont in der Überschrift seines Artikels, dass sich das Defizit "mehr als verdoppeln" wird. Eine solche Änderung der Prognosen verdeutlicht das Ausmaß der Abhängigkeit des Provinzhaushalts von der Konjunktur im Ölsektor. Alberta, als einer der Hauptproduzenten von Öl und Gas in Kanada, baut seit Jahren seine Fiskalpolitik auf Einnahmen aus diesem Sektor auf. Seit dem Ölboom in den 1970er Jahren ist die Wirtschaft Albertas stark von der Rohstoffförderung abhängig. Einnahmen aus provinziellen Öl- und Gassteuern (sogenannte Royalties) machen traditionell einen wesentlichen Teil des Haushalts aus, was die öffentlichen Finanzen anfällig für globale Rohstoffpreisschwankungen macht. Der Ölpreisverfall führt daher zu einem sofortigen und spürbaren Rückgang der Steuereinnahmen. Es wird erwartet, dass der vollständige Haushalt der Provinz in den kommenden Tagen offiziell vorgelegt wird. Die Enthüllung dieser pessimistischen Prognosen einige Tage vor der Veröffentlichung des vollständigen Dokuments könnte ein Manöver sein, um die Öffentlichkeit und die Märkte auf schwierige Entscheidungen vorzubereiten, die wahrscheinlich getroffen werden müssen. Zu den erwogenen Optionen könnten Kürzungen der öffentlichen Ausgaben, Erhöhung anderer Steuern oder die Aufnahme höherer Schulden gehören. Diese Entscheidungen werden direkte Auswirkungen auf die Einwohner der Provinz, ihre Gesundheitsversorgung, Bildung und Infrastruktur haben. Die Situation stellt auch die langfristige Wirtschaftsstrategie Albertas in Frage, die seit Jahren versucht, ihre Wirtschaft zu diversifizieren, um sich von zyklischen Turbulenzen auf den Energierohstoffmärkten unabhängig zu machen.