Die teure Sanierung der Bahnstrecken zwischen Hamburg und Berlin wird keine Reisezeitverkürzung bringen – die Züge werden sogar langsamer fahren. Die Deutsche Bahn bestätigte, dass die schnellste ICE-Verbindung diese Strecke in 107 Minuten zurücklegen wird, also zwei Minuten länger als vor der Sanierung und vier Minuten länger im Vergleich zum ursprünglichen Fahrplan. Die Investitionskosten belaufen sich auf über 2,2 Milliarden Euro. Experten und Fahrgäste sind enttäuscht, obwohl Vertreter von Fahrgastverbänden der Meinung sind, dass die Verzögerung noch nicht katastrophal sei.

Längere Fahrzeit

Nach Abschluss der Modernisierungsarbeiten werden die schnellsten ICE-Züge 107 Minuten für die Strecke Hamburg–Berlin benötigen, vier Minuten mehr als ursprünglich und zwei Minuten mehr als unmittelbar vor Beginn der Sanierung.

Teure Investition ohne Effekte

Die Generalsanierung der Strecke kostete über 2,2 Milliarden Euro. Trotz dieser hohen Ausgaben konnten die Streckenparameter nicht verbessert werden, sie haben sich sogar verschlechtert, was bei Fahrgästen und Bahnmitarbeitern Frustration auslöst.

Reaktion von Experten und DB

Die Deutsche Bahn dementierte zunächst Berichte über eine verlängerte Fahrzeit, um sie später zu bestätigen. Der Vorsitzende des Fahrgastverbands Pro Bahn schätzte die zweiminütige Verspätung als „beherrschbar” ein, wies aber darauf hin, dass größere Verspätungen bereits Anschlussverbindungen gefährden könnten.

Die teure, milliardenschwere Modernisierung einer der wichtigsten deutschen Bahnstrecken hat paradoxerweise dazu geführt, dass die Züge darauf langsamer fahren werden als vor Beginn der Arbeiten. Die Deutsche Bahn bestätigte, dass die schnellste ICE-Verbindung zwischen Hamburg und Berlin nach der Sanierung 107 Minuten dauern wird. Das bedeutet einen Rückschritt von vier Minuten im Vergleich zur historischen Zeit von 103 Minuten, die vor der Sanierung galt. Darüber hinaus wurde bereits 2025, kurz vor der Vollsperrung, die Fahrzeit um zwei Minuten verlängert. Ein weiterer Verlust von zwei Minuten bedeutet, dass die Gesamtreisezeit seit den Spitzenzeiten dieser Strecke um vier Minuten zugenommen hat.

Experten und Medien, darunter die „Süddeutsche Zeitung”, die diese Information zuerst enthüllte, weisen auf tiefe Enttäuschung hin. Die Investition, deren Kosten auf über 2,2 Milliarden Euro geschätzt werden, sollte den Zustand der Infrastruktur verbessern und, wie allgemein angenommen wurde, die Reisezeit verkürzen. Inzwischen berichten Quellen, dass sogar Mitarbeiter der Deutschen Bahn mit dem Ergebnis der Arbeiten unzufrieden sind. Die Gründe für den Geschwindigkeitsrückgang sind in den verfügbaren Materialien nicht vollständig geklärt, könnten aber auf die Anpassung an neue, strengere Sicherheitsnormen oder technische Einschränkungen des verbleibenden, nicht sanierten Teils der Infrastruktur zurückzuführen sein.Die Schnellfahrstrecke zwischen Hamburg und Berlin wurde Anfang der 1990er Jahre gebaut und in Betrieb genommen, kurz nach der deutschen Wiedervereinigung. Ihr Bau, der etwa 650 Millionen D-Mark kostete, war eines der Flaggschiffprojekte des Verkehrswesens der neuen Bundesrepublik. Jahrzehntelang galt sie als Symbol für moderne Verbindungen im wiedervereinigten Land.

Die Reaktionen auf diese Nachricht sind gemischt. Detlef Neuß, Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn, kommentierte gegenüber dem „Der Tagesspiegel” die zweiminütige Verzögerung als „beherrschbar”. „„Wir hatten auf anderen Strecken Schlimmeres”” — Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn – stellte er fest und fügte hinzu, dass die Situation kritisch werde, wenn Verspätungen fünf bis zehn Minuten erreichen, weil Fahrgäste dann realistische Gefahr laufen, Anschlussverbindungen zu verpassen. Nichtsdestotrotz ist die Notwendigkeit einer solchen Diskussion nach einer milliardenschweren Investition bezeichnend. Die Deutsche Bahn dementierte zunächst Berichte über eine verlängerte Fahrzeit, um sie schließlich auf Nachfrage von Journalisten der „Süddeutsche Zeitung” zu bestätigen. Dies wirft Fragen zur Transparenz und Kommunikation des nationalen Verkehrsunternehmens in wichtigen Fahrgastangelegenheiten auf.

Perspektywy mediów: Medien und Kommentatoren kritisieren die Deutsche Bahn für Unzulänglichkeiten, Verschwendung öffentlicher Gelder und mangelnden Fortschritt trotz enormer Investitionen. Sie betonen die Enttäuschung von Fahrgästen und Mitarbeitern. Einige Kommentare beruhigen und weisen darauf hin, dass eine zweiminütige Verspätung operativ nicht signifikant sei und die Priorität bei der Sanierung und Sicherheit der Infrastruktur liege, nicht bei Geschwindigkeitsrekorden.

Mentioned People

  • Detlef Neuß — Bundesvorsitzender des Fahrgastverbands Pro Bahn
  • Hartmut Mehdorn — Ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn, unter dessen Leitung die ursprüngliche Strecke gebaut wurde