Die Beziehungen zwischen Washington und Havanna haben nach einer Reihe bewaffneter Zwischenfälle auf See und einer Verschärfung der Wirtschaftssanktionen einen kritischen Punkt erreicht. Präsident Donald Trump deutete die Möglichkeit einer „freundlichen Übernahme“ der Insel an, während er gleichzeitig mit einer enormen Welle von Gerichtsverfahren zu seiner Zollpolitik kämpft. Die humanitäre Lage in Kuba verschlechtert sich drastisch, was karibische Länder veranlasst, Hilfe für das belagerte Regime zuzusagen.

Konzept der Übernahme Kubas

Donald Trump deutet ein Szenario einer „freundlichen Übernahme“ der Insel angesichts ihrer katastrophalen wirtschaftlichen Lage an.

Bewaffneter Zwischenfall auf See

Die Beschlagnahme eines Motorboots aus Miami mit 13.000 Schuss Munition verschärfte den Sicherheitskonflikt zwischen den USA und Havanna.

Schlacht um Zollrückerstattungen

Die US-Regierung versucht, die Rückerstattung von 175 Milliarden Dollar aus Zöllen nach einem ungünstigen Gerichtsurteil zu blockieren oder zu verzögern.

Energiezusammenbruch der Insel

Treibstoffmangel und Sanktionen lähmen den Alltag der Kubaner und zwingen sie zur Rückkehr zu primitiven Transportmitteln.

Die Regierung von Donald Trump führt eine vielschichtige Offensive gegen die kubanische Regierung, die die Insel an den Rand des wirtschaftlichen Zusammenbruchs gebracht hat. Ein Schlüsselelement der neuen Strategie ist die Kombination aus radikalen Embargos mit der beispiellosen Rhetorik des Präsidenten. Trump formulierte öffentlich die Idee einer „freundlichen Übernahme“ Kubas, was von vielen Beobachtern als Ankündigung eines Regimewechsels unter der Ägide Washingtons interpretiert wird. Gleichzeitig genehmigte das Weiße Haus den privaten Verkauf von Öl an die Insel, um den entstehenden Privatsektor zu unterstützen und die Auswirkungen des völligen Energiezusammenbruchs des Landes abzumildern. Die Spannung wird durch einen kürzlichen Zwischenfall in kubanischen Hoheitsgewässern verstärkt, bei dem ein Motorboot aus Miami beschossen wurde. Den offiziellen Mitteilungen aus Havanna zufolge transportierte die Einheit ein gewaltiges Waffenarsenal, darunter 14 Gewehre und fast 13.000 Schuss Munition. Dieses Ereignis löste Verwirrung unter der kubanischen Diaspora in Florida aus und diente als Vorwand für eine verstärkte Grenzkontrolle. Auf der Insel selbst vertieft sich die humanitäre Krise: Ein drastischer Treibstoffmangel hat zu einer fast vollständigen Lähmung des öffentlichen und privaten Verkehrs geführt und die Bewohner gezwungen, nach alternativen Fortbewegungsmöglichkeiten zu suchen. Länder des Karibikbeckens haben bereits humanitäre Unterstützung zugesagt, da sie eine Destabilisierung der gesamten Region befürchten. Die amerikanisch-kubanischen Beziehungen sind seit der Revolution von 1959 angespannt. Nach einer kurzen Tauwetterperiode unter der Regierung von Barack Obama kehrten nachfolgende Regierungen zur Politik harter Sanktionen und der Isolation der Insel zurück. Parallel dazu kämpft Präsident Trump auf nationaler und internationaler Ebene für seine Handelspolitik. Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshofs, das einige Mechanismen zur Verhängung von Zöllen in Frage stellte, versucht die Regierung, Verfahren zur Rückerstattung überzahlter Mittel zu verzögern. Der strittige Betrag könnte bis zu 175 Milliarden Dollar betragen. Trump deutet an, den Rechtsstreit fortzusetzen und sich gegen Massenrückerstattungen zu wehren, was Bedenken hinsichtlich der Stabilität des globalen Handels aufkommen lässt und die Gefahr eines Kreditblasenplatzens im Technologiesektor birgt. Im Schatten dieser Ereignisse äußerte der US-Präsident auch seltene Worte der Anerkennung für den belarussischen Führer Alexander Lukaschenko und betonte die „sehr guten Beziehungen“ zwischen beiden Staaten. „Maybe there's some kind of friendly takeover. Cuba is in big trouble, their government is collapsing.” (Vielleicht gibt es eine Art freundliche Übernahme. Kuba steckt in großen Schwierigkeiten, seine Regierung bricht zusammen.) — Donald Trump

Mentioned People

  • Donald Trump — Präsident der Vereinigten Staaten, Urheber des Vorschlags zur Übernahme Kubas und der Zollpolitik.
  • Marco Rubio — Amerikanischer Politiker, der an der Gestaltung der Politik gegenüber Kuba beteiligt ist.
  • Aleksander Łukaszenka — Führer von Belarus, über den Trump sich positiv äußerte.