Die Zürcher Freimaurerloge „Modestia cum Libertate“ kann ihren historischen Sitz am Lindenhofplatz nach einem Brand, der in der Nacht vom 4. auf den 5. März ausbrach, teilweise wieder nutzen. Wie Schweizer Medien berichten, beschädigte das Feuer hauptsächlich Räume im Erdgeschoss, darunter den Speisesaal und die Küche, während die repräsentativen Säle im Obergeschoss, darunter der sogenannte Tempel, unversehrt blieben. Die Feuerwehr brachte die Lage schnell unter Kontrolle, und die Ursache des Vorfalls wird noch untersucht. Die Mitglieder der Loge äußern Erleichterung, dass die unschätzbaren Archive und Bibliotheksbestände gerettet wurden.

Brand im historischen Sitz

In der Nacht vom 4. auf den 5. März brach ein Brand im Sitz der Freimaurerloge „Modestia cum Libertate“ am Lindenhofplatz in Zürich aus. Das Feuer erfasste Räume im Erdgeschoss, darunter Restaurant und Küche, breitete sich aber nicht auf die oberen Stockwerke aus, wo sich die wertvollen Sammlungen befinden.

Teilweise Wiederaufnahme des Betriebs

Die Mitglieder der Loge können das Gebäude bereits teilweise wieder nutzen. Während das Erdgeschoss weitere Aufräum- und Reparaturarbeiten erfordert, sind die Säle im Obergeschoss, darunter der Hauptversammlungssaal, genannt Tempel, zugänglich und bereit für die Organisation von Treffen.

Rettung unschätzbarer Sammlungen

Ein entscheidender Aspekt ist, dass das Feuer die Archive und die Bibliothek im Obergeschoss nicht erreichte. Die Sammlungen enthalten historische Dokumente, darunter Briefe der Logengründer wie Johann Wolfgang von Goethe und Johann Caspar Lavater, was für die Freimaurerforschung von enormem Wert ist.

Ursachenermittlung und Reaktion der Einsatzkräfte

Die Brandursache wird noch von den zuständigen Behörden ermittelt. Die Feuerwehr wurde in der Nacht alarmiert und brachte das Feuer schnell unter Kontrolle. Erste Schadensschätzungen werden durchgeführt, und die Loge arbeitet mit der Versicherung zusammen.

Historische Bedeutung des Gebäudes

Das Gebäude am Lindenhofplatz, bekannt als „Zunfthaus zur Meisen“, ist ein denkmalgeschütztes Zunfthaus aus dem 18. Jahrhundert. Die Loge „Modestia cum Libertate“, gegründet 1771, ist eine der ältesten und bedeutendsten Schweizer Logen.

Der Brand, der in der Nacht vom 4. auf den 5. März im historischen Sitz der Freimaurerloge „Modestia cum Libertate“ in Zürich ausbrach, verursachte begrenzte Schäden, was eine schnelle, teilweise Wiederaufnahme des Betriebs ermöglichte. Das Feuer, das in den Nachtstunden bemerkt wurde, erfasste hauptsächlich die gastronomischen Räume im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Bürgerhauses am Lindenhofplatz. Dank des effizienten Einsatzes der Feuerwehr breiteten sich die Flammen nicht auf die oberen Stockwerke aus, in denen sich die für die Loge entscheidenden Räume befinden, darunter der sogenannte Tempel – der Hauptversammlungssaal – sowie die unschätzbaren Archive und die Bibliothek. Die Mitglieder des Vereins können diese oberen Säle bereits wieder nutzen, während das Erdgeschoss Aufräum- und Reparaturarbeiten erfordert. Die Freimaurerei, auch Masonerei genannt, ist eine internationale Bewegung diskreten Charakters, die sich Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts aus den mittelalterlichen Maurerbruderschaften ableitet. Ihre Mitglieder, die nach Selbstvervollkommnung und Brüderlichkeit streben, treffen sich in Logen, die oft ihren Sitz in historischen Gebäuden haben. Die Loge „Modestia cum Libertate“ („Bescheidenheit mit Freiheit“) wurde 1771 in Zürich gegründet und gehört zu den ältesten und einflussreichsten in der Schweiz. Den geretteten Sammlungen wird besondere Bedeutung beigemessen. Die Archive der Loge enthalten einzigartige Dokumente aus dem 18. Jahrhundert, darunter Korrespondenz und Schriften ihrer berühmten Gründer wie des Dichters und Wissenschaftlers Johann Wolfgang von Goethe sowie des Theologen und Philosophen Johann Caspar Lavater. Die Rettung dieser Materialien ist für Historiker, die die Geschichte der Aufklärung in der Schweiz und das intellektuelle Netzwerk jener Epoche erforschen, von unschätzbarem Wert. Das Gebäude selbst, bekannt als „Zunfthaus zur Meisen“, ist ein denkmalgeschütztes Zunfthaus, das in den Jahren 1752–1757 im Rokokostil erbaut wurde und selbst ein wichtiger Bestandteil des architektonischen Erbes von Zürich ist. Die Brandursache bleibt Gegenstand der Ermittlungen. Die Behörden führen Standarduntersuchungen durch, um die Quelle des Feuers zu ermitteln. Vertreter der Loge, die ihre Dankbarkeit für den effektiven Löscheinsatz äußern, arbeiten mit der Versicherung zusammen, um das Ausmaß der Sachschäden zu schätzen. Die Tatsache, dass die Tätigkeit des Vereins – wenn auch eingeschränkt – fortgesetzt werden kann, wird von seinen Mitgliedern mit deutlicher Erleichterung aufgenommen. Dieser Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auch auf die Herausforderungen beim Schutz historischer Vereinsgebäude, die gleichzeitig lebendige Aktivitätszentren und Hüter des historischen Erbes sind.

Mentioned People

  • Johann Wolfgang von Goethe — Deutscher Dichter, einer der Gründer der Freimaurerloge „Modestia cum Libertate“ in Zürich.
  • Johann Caspar Lavater — Schweizer Theologe und Philosoph, Mitbegründer der Freimaurerloge „Modestia cum Libertate“.